Cantons decide on residence permit after asylum refusal

150001784Prática Administrativa Federal (VPB)23 de out. de 1991Dismissed

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The Federal Council held that, after a final rejection of asylum, the power to grant a foreign police residence permit lies with the canton, not with the asylum seeker. The federal circular of 21 December 1990 and Article 17 paragraphs 2 and 3 AsylG only permit, but do not require, cantons to express their intention to grant such a permit. Under Article 12f AsylG, the asylum seeker cannot initiate a permit procedure before leaving Switzerland after the asylum proceedings are finally concluded unless an enforceable entitlement exists. The supervisory complaint was therefore dismissed.

Sumário Omnilex

Art. 12f, Art. 17 Abs. 2 und 3 AsylG; Aufenthaltserlaubnis nach rechtskräftiger Ablehnung des Asylgesuchs: Das Gesuch um fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbewilligung kann vom Asylgesuchsteller bis zur Ausreise nach Abschluss des Asylverfahrens grundsätzlich nicht eingeleitet werden, sofern kein Rechtsanspruch besteht. Die Erteilung einer solchen Bewilligung liegt nach Art. 17 Abs. 2 und 3 AsylG sowie nach dem Kreisschreiben vom 21. Dezember 1990 im Ermessen des Kantons; die bundesrechtliche Regelung begründet weder eine Pflicht des Kantons noch ein subjektives Antragsrecht des abgewiesenen Asylbewerbers (E. b).

Texto completo

JAAC 57.3

Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 23. Oktober 1991

Asile et police des étrangers.

Art. 12f, art. 17 al. 2 et 3 LA et circulaire du DFJP du 21 décembre 1990 aux directions cantonales de police.

Il appartient aux cantons d'accorder une autorisation de police des étrangers à une personne dont la demande d'asile a été rejetée. Le requérant d'asile ne peut pas solliciter une telle autorisation jusqu'au départ de Suisse après la clôture définitive de la procédure.

Asyl und Fremdenpolizei.

Art. 12f, Art. 17 Abs. 2 und 3 AsylG und Kreisschreiben des EJPD vom 21. Dezember 1990 an die Polizeidirektionen der Kantone.

Es liegt in der Kompetenz der Kantone, einem abgewiesenen Asylgesuchsteller eine fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Asylgesuchsteller kann bis zur Ausreise nach rechtskräftigem Abschluss des Asylverfahrens kein solches Gesuch einreichen.

Asilo e polizia degli stranieri.

Art. 12f, art. 17 cpv. 2 e 3 LA e circolare del 21 dicembre 1990 del DFGP alle direzioni cantonali di polizia.

Spetta ai Cantoni rilasciare un permesso di soggiorno di polizia degli stranieri al richiedente cui è stato rifiutato l'asilo. Il richiedente l'asilo non può domandare un simile permesso fino alla partenza dalla Svizzera dopo conclusione cresciuta in giudicato della procedura d'asilo.

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Auf das Gesuch eines abgewiesenen Asylbewerbers auf wiedererwägungsweise Aufhebung des Wegweisungsentscheides sowie auf Anordnung der vorläufigen Aufnahme war das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mangels Aktivlegitimation nicht eingetreten. Das EJPD verweigerte einer dagegen eingereichten Beschwerde die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Einer anschliessenden Aufsichtsbeschwerde gab der Bundesrat namentlich aus folgender Erwägung keine Folge:

b. Mit Kreisschreiben vom 21. Dezember 1990 an die Polizeidirektionen der Kantone hat das EJPD die Möglichkeit eröffnet, Asylgesuchstellern, die ihr Asylgesuch bis am 31. Dezember 1986 eingereicht haben, auf Antrag des Kantons eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Durch dieses Schreiben werden die Kantone jedoch nicht verpflichtet, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Vielmehr kommt klar zum Ausdruck, dass die Absichtserklärung, einem Asylbewerber eine fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, im Ermessen des betreffenden Kantons liegt.

Diese Möglichkeit deckt sich im übrigen mit Art. 17 Abs. 2 und 3 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 (SR 142.31). Gemäss Abs. 2 kann der Kanton eine fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbewilligung erteilen, sofern das Asylgesuch bereits vier Jahre hängig ist. Es liegt im Ermessen des betreffenden Kantons, eine entsprechende Absichtserklärung abzugeben. Ist der Kanton nicht bereit, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, hat der Gesuchsteller, dessen Asylgesuch endgültig abgewiesen wurde, die Schweiz zu verlassen. Der Gesuchsteller selbst hat gemäss Art. 12f Asylgesetz nach Einreichung des Asylgesuches bis zur Ausreise nach rechtskräftigem Abschluss des Asylverfahrens keine Möglichkeit, ein Verfahren um Erteilung einer fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung einzuleiten, ausser es bestehe ein Anspruch darauf

Es lag somit im Ermessen des Kantons, dem Beschwerdeführer - unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundesamt für Ausländerfragen - eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Daran vermag auch der Hinweis auf die geregelte Arbeit, die guten Sprachkenntnisse sowie die weitgehende Integration nichts zu ändern, da dies allein, gemäss der geltenden Praxis, keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gibt.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 57.3 - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 23. Oktober 1991

In

Verwaltungspraxis der Bundesbehörden

Dans

In

Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr

Année

1993

Anno

Band Volume

57

Volume

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Pagina

Ref. No

150 001 784

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

Palavras-chave

asylumforeign police permitcantonal discretionnon-entry decisionsuspensive effectsupervisory complaint

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Questão jurídica principal

Whether a rejected asylum seeker may initiate proceedings for a foreign police residence permit before leaving Switzerland after final closure of the asylum case.

Decisão extraída

No. The asylum seeker has no such procedural possibility until departure after the asylum proceedings have become final, unless an enforceable entitlement exists.

Fundamentação extraída

Article 12f AsylG bars the asylum seeker from initiating a foreign police permit procedure after filing the asylum request and until departure following a final asylum decision. The canton may decide, at its discretion, whether to issue a permit, subject to the approval of the Federal Office for Foreigners.

Questão jurídica principal

Whether the canton is obliged to grant a residence permit to a rejected asylum seeker under the cited circular and Article 17 AsylG.

Decisão extraída

No. The circular and Article 17 paragraphs 2 and 3 AsylG merely open a possibility for the canton; they do not impose a duty.

Fundamentação extraída

The circular of 21 December 1990 expressly leaves the decision to the canton’s discretion, and Article 17 AsylG likewise makes the cantonal intention to grant a permit discretionary.

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