Appeal dismissed for insufficiently reasoned complaint

BEK 2017 153Outro Tribunal8 de nov. de 2017Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Schwyz Cantonal Court, by presiding judge Dr. Reto Heizmann, dismissed an appeal against a district court order granting provisional debt enforcement relief. The appellant’s filing contained only a request for extension of time on health grounds and did not satisfy the CPC requirements for a reasoned appeal with concrete requests. After the court invited further clarification, nothing was filed and no annexes beyond the first-instance decision were submitted. The court therefore declined to enter into the appeal and imposed reduced second-instance costs of CHF 300 on the appellant, without awarding party compensation.

Sumário Omnilex

Art. 321 CPC, Art. 320 CPC; requirements of a reasoned appeal and consequence of non-compliance: an appeal must contain concrete requests and a substantiated challenge identifying standing, grievance, invoked appeal grounds, and the defects of the contested decision. The burden of pleading lies with the appellant; if these requirements are manifestly unmet, the appellate court must not enter into the matter. For lay submissions the formal threshold may be somewhat relaxed, but a substantive supplementation after expiry of the appeal period is excluded (consid. 3). Costs follow the outcome under Art. 106 para. 1 CPC; no party compensation is due absent any ordered response activity (consid. 5).

Texto completo

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 8. November 2017

BEK 2017 153

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

A.________, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin,

gegen

B.________, Gesuchsteller und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

betreffend

provisorische Rechtsöffnung

(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau vom 12. September 2017, ZES 2017 08);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Gersau mit Verfügung vom 12. September 2017 dem Gesuchsgegner in der Betreibung Nr. xx des Betreibungsamts Gersau die provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 234‘749.80, Fr. 234‘749.80 und Fr. 2‘400.00 erteilte, die Gerichtskosten im Betrage von Fr. 800.00 der Gesuchsgegnerin auferlegte und diese verpflichtete, dem Gesuchsteller eine Parteientschädigung von Fr. 800.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen;

  • dass die Gesuchsgegnerin mit Beschwerde vom 25. September 2017 diesen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau beim Kantonsgericht anfocht (KG-act. 1);

  • dass eine Beschwerde gemäss Art. 321 ZPO schriftlich und begründet einzureichen ist, die Beschwerde insbesondere konkrete Rechtsbegehren zu enthalten hat, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird, und in der Beschwerdebegründung darzulegen ist, worauf der Beschwerdeführer seine Legitimation stützt, inwieweit er beschwert ist, auf welchen Beschwerdegrund (Art. 320 ZPO) er sich beruft und an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet; mithin im Beschwerdeverfahren eine Rügepflicht besteht, und es somit der beschwerdeführenden Partei obliegt, in ihrer Beschwerde im Einzelnen darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem Beschwerdegrund krankt, andernfalls auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Freiburghaus/Ahfeldt, in: Sutter-Somm/‌Hasenböhler/‌Leuenberger, Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, N 14 f zu Art. 321 ZPO; Staehelin/‌Staehelin/‌Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Auflage, S. 505 N 42; Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar, N 17 f. zu Art. 321 ZPO), wobei bei Laieneingaben etwas weniger strenge Anforderungen verlangt werden dürfen (Freiburghaus/‌Ahfeldt, a.a.O., N 15 zu Art. 321 ZPO; Martin H. Sterchi, a.a.O., N 18 zu Art. 321 ZPO), eine inhaltliche Nachbesserung nach Ablauf der Beschwerdefrist jedoch ausgeschlossen ist (Staehelin/Staehelin/Grolimund, a.a.O.; Martin H. Sterchi, a.a.O., N 17 und 22 zu Art. 321 ZPO);

  • dass die Gesuchsgegnerin in ihrer Beschwerde diese inhaltlichen Anforderungen offenkundig nicht erfüllte, indem sie im Wesentlichen um eine „Frist-erstreckung der Antwortfrist zum Entscheid des Bezirksgerichtes Gersau aus gesundheitlichen Gründen zu einer Einreichung einer Beschwerde in Sachen B.________“ bittet, aber auch auf Aufforderung hin (Verfügung vom 26. September 2017, KG-act. 3) keine weitere Erklärungen eingab und ausser dem vorinstanzlichen Entscheid keinerlei Beilagen einreichte;

  • dass die Beschwerdefrist am 25. September 2017 ablief (s. Vi-act. 14), die Gesuchsgegnerin die Beschwerdeschrift am 25. September 2017 der Post übergab (KG-act. 1) und dass deshalb die Beschwerde innert der Rechtsmittelfrist ohnehin nicht mehr hätte verbessert werden können;

  • dass die Gesuchsgegnerin mithin die inhaltlichen Anforderungen an eine Beschwerde offenkundig nicht erfüllte und auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die (reduzierten) Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen sind;

  • dass eine Parteientschädigung mangels Fristansetzung zur Beschwerdeantwort und also mangels Aufwands nicht zuzusprechen ist;

  • dass das Nichteintreten auf eine Beschwerde gestützt auf § 40 Abs. 2 JG präsidial entschieden werden kann;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 300.00 werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Zivilsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 471‘899.60.

4. Zufertigung an Rechtsanwalt C.________ (2/R), A.________ (1/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

8. November 2017 kau

Palavras-chave

debt enforcementprovisional legal remedyappeal admissibilityreasoned appealnon-entrycostsparty compensation

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the formal reasoning requirements under Art. 321 CPC

Decisão extraída

No. The complaint lacked concrete requests and a sufficient explanation of the challenged grounds, so the court could not enter into the merits.

Fundamentação extraída

An appeal must be written and reasoned, with specific requests and an explanation of standing, grievance, invoked grounds, and defects. These requirements were clearly not met, and no further clarifications were filed within the appeal period.

Questão jurídica principal

Allocation of second-instance costs and party compensation

Decisão extraída

The reduced second-instance costs were imposed on the appellant, but no party compensation was awarded because no response period was set and no compensable effort arose.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome under Art. 106(1) CPC. Since no response was ordered, there was no basis for an award of party compensation.

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