Appeal dismissed against dismissal for unpaid cost advance

ZKBES.2016.162Outro Tribunal2 de out. de 2016Dismissed

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Resumo Omnilex

The appellant challenged the first-instance order that had dismissed his legal-opening case against the State of Solothurn because he did not pay a CHF 750 cost advance. He argued that he could not pay due to his subsistence minimum and sought reversal of the dismissal and of the CHF 150 first-instance costs. The Obergericht held that the advance had not been paid despite warning, that the prior denial of legal aid for lack of prospects made the excuse irrelevant, and that the lower court correctly dismissed the matter and imposed costs. The appeal was summarily rejected, and the appellant was ordered to pay CHF 300 appellate costs.

Sumário Omnilex

Art. 101 Abs. 3 ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 322 Abs. 1 ZPO; Nichtleistung des Kostenvorschusses nach erfolgloser Fristansetzung und Hinweis auf die Säumnisfolge rechtfertigt die Abschreibung bzw. Nichteintretensfolge. Die Berufung/Beschwerde kann als offensichtlich unbegründet ohne Einholung einer Stellungnahme der Gegenpartei verworfen werden. Die Kostenauflage folgt bei Säumnis grundsätzlich der Unterliegensregel; der Kostenansatz bleibt im Rahmen der einschlägigen Gebührenordnung überprüfbar, wird jedoch bei Bescheiden im unteren Bereich nicht beanstandet. Eine aussichtslose Beschwerde schliesst die unentgeltliche Rechtspflege aus.

Texto completo

Geschäftsnummer:** ZKBES.2016.162**
Instanz:Zivilkammer
Entscheiddatum:03.10.2016
FindInfo-Nummer:O_ZK.2016.112
Titel:** Abschreibungsverfügung**
Resümee:

| | | | | | --- | --- | | | \| Obergericht Zivilkammer \| \| --- \| | | Obergericht Zivilkammer | | Urteil vom 3. Oktober 2016 Es wirken mit: Oberrichterin Jeger, Vorsitz Oberrichter Flückiger Oberrichter Stöckli Gerichtsschreiber Schaller In Sachen ** A.___,** Beschwerdeführer gegen ** Staat Solothurn,** vertreten durch Finanzdepartement, Beschwerdegegner betreffend ** Abschreibungsverfügung** hat die Zivilkammer des Obergerichts in ** Erwägung, dass**: A.___ (im Folgenden der Gesuchsteller) am 19. April 2016 in der von ihm gegen den Staat Solothurn (im Folgenden der Gesuchsgegner) geführten Betreibung beim Richteramt Solothurn-Lebern die Aufhebung des Rechtsvorschlags und die Erteilung der Rechtsöffnung verlangte, der Amtsgerichtspräsident dem Gesuchsteller am 26. August 2016 eine Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses von CHF 750.00 bis am 13. September 2016 ansetzte und ihm androhte, es werde ein Nichteintretensentscheid gefällt, wenn der Vorschuss nicht bezahlt werde, der Gesuchsteller am 31. August 2016 mitteilte, er könne den Kostenvorschuss nicht bezahlen, da er unter dem Existenzminimum lebe, der Amtsgerichtspräsident am 19. September 2016 das Verfahren zufolge Säumnis als erledigt abschrieb, weil der Kostenvorschuss nicht bezahlt worden war, und dem Gesuchsteller die Gerichtskosten von CHF 150.00 zur Bezahlung auferlegte, der Gesuchsteller dagegen am 23. September 2016 mit folgenden Rechtsbegehren Beschwerde an das Obergericht erhob: 1. Es sei die Verfügung vom 19. September 2016 vom Richteramt Solothurn-Lebern aufzuheben. 2. Es sei anzuordnen, dass das vorliegende Verfahren, angeblich wegen Säumnis (Nichtbezahlung des Kostenvorschusses von Fr. 750.--), nicht als erledigt abzuschreiben sei, 3. Es sei anzuordnen, dass ich die Gerichtskosten von Fr. 150.-- nicht bezahlen muss. 4. Es seien mir in diesem Verfahren keine Kosten aufzuerlegen. der Gesuchsteller in seiner Beschwerde vorbringt, er habe es absolut nicht versäumt, den Kostenvorschuss von CHF 750.00 zu bezahlen, sondern er habe denselben nicht bezahlen können, weil er von einem gesetzeswidrigen Existenzminimum leben müsse, was er explizit mit Schreiben vom 31. August 2016 mitgeteilt habe, der Gesuchsteller mit diesem Vorbringen nicht bestreitet, dass er den Kostenvorschuss nicht bezahlt hat, ihm auch der Hinweis auf sein Existenzminimum nicht weiterhilft, nachdem sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege am 13. Juni 2016 vom Obergericht wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsöffnungsbegehrens abgewiesen worden ist, der Amtsgerichtspräsident das Verfahren somit zu Recht abgeschrieben hat, nachdem er auf diese Folge hingewiesen hatte, als er dem Gesuchsteller am 26. August 2016 eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses gesetzt hatte (Art. 101 Abs. 3 ZPO), die Kostenauflage auf den Gesuchsteller Art. 106 Abs. 1 ZPO entspricht und sich auch die Kostenhöhe im untersten Bereich des Art. 48 der Gebührenverordnung zum SchKG befindet, die Beschwerde demnach im Sinne von Art. 322 Abs. 1 ZPO offensichtlich unbegründet ist und deshalb sogleich ohne Stellungnahme der Gegenpartei abgewiesen werden kann, eine offensichtlich unbegründete Beschwerde auch zum vornherein aussichtslos ist, was die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ausschliesst (BGE 129 I 129 E. 2.3.1.), die vorliegende Beschwerde offensichtlich unbegründet und aussichtlos und damit auch völlig unnötig war, womit auf die dadurch verursachten Verfahrenskosten unnötig sind und vermeidbar gewesen wären, die Kosten des Verfahrens mit einer Abschreibungsgebühr von CHF 300.00 deshalb nach dessen Ausgang vom Gesuchsteller zu bezahlen sind, ** erkannt**: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. A.___ hat die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens von CHF 300.00 zu bezahlen. ** Rechtsmittel:Der Streitwert liegt über CHF 30‘000.00. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Eröffnung des begründeten Urteils beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen eingereicht werden (Adresse: 1000 Lausanne 14). Die Frist wird durch rechtzeitige Aufgabe bei der Schweizerischen Post gewahrt. Die Frist ist nicht erstreckbar. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten. Für die weiteren Voraussetzungen sind die Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes massgeblich. ** Im Namen der Zivilkammer des Obergerichts Die Oberrichterin Der Gerichtsschreiber Jeger Schaller | | --- | --- | | | | | | | Obergericht Zivilkammer | | --- | | | Obergericht Zivilkammer | |

Palavras-chave

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Questão jurídica principal

Whether the first-instance dismissal for non-payment of the cost advance should be overturned.

Decisão extraída

No. The appellant did not pay the ordered advance and the first instance had warned of the consequence; dismissal was therefore proper.

Fundamentação extraída

Under Art. 101(3) CPC, failure to pay an ordered advance after warning allows the court to dismiss the case. The appellant's reference to his subsistence minimum did not help, especially because legal aid had already been denied as the legal-opening request lacked prospects of success.

Questão jurídica principal

Whether the first-instance cost order of CHF 150 should be lifted or the appellant exempted from costs.

Decisão extraída

No. The cost allocation corresponded to Art. 106(1) CPC and the amount was at the lower end of the fee schedule.

Fundamentação extraída

Because the dismissal resulted from the appellant's procedural default, costs were properly imposed on him; the amount was not excessive.

Questão jurídica principal

Whether the appeal was manifestly unfounded and could be decided without the respondent's statement.

Decisão extraída

Yes. The appeal was manifestly unfounded and therefore dismissed summarily without inviting a response.

Fundamentação extraída

Art. 322(1) CPC permits immediate dismissal of an obviously unfounded appeal.

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