Appeal must contain requests and sufficient reasoning

BO.2014.16Outro Tribunal16 de jun. de 2014Inadmissible

Abrir fonte

Resumo

The appellate court addressed an appeal against an inadmissibility decision and the related restoration ruling. It held that a restoration request is decided by the court before which the deadline was missed and may be challenged together with an appeal against the inadmissibility decision. But an appeal must contain specific requests and a sufficiently clear, concise reasoning. Since those requirements were not satisfied, the court refused to enter into the appeal.

Regest

Art. 149 ZPO, Art. 311 Abs. 1 ZPO; admissibility of an appeal against an inadmissibility decision and a restoration ruling. The court deciding on a restoration request is the court before which the deadline was missed. The restoration ruling may be challenged together with the appeal against the inadmissibility decision, which constitutes a final decision under Art. 308 para. 1 lit. a and para. 2 CPC. However, appellate jurisdiction presupposes that the appeal contains both requests and a reasoning that, at least in summary form, engages with the challenged decision and shows why it is wrong and should be amended. The reasoning must be sufficiently precise and unambiguous to be readily understood by the appellate court (consid. 2a).

Texto completo

Erwägungen (Auszug)

II.

  1. a) Über ein Wiederherstellungsbegehren entscheidet das Gericht, dem gegenüber eine Partei eine Frist verpasst hat, endgültig (Art. 149 ZPO; s. aber immerhin BGE 139 III 478). Nicht ausgeschlossen ist allerdings die Anfechtung des Entscheids über das Wiederherstellungsgesuch im Rahmen der Berufung gegen den Nichteintretensentscheid, bei dem es sich im Übrigen um einen Endentscheid i.S.v. Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO handelt (zur Mitanfechtung des Entscheids über das Wiederherstellungsgesuch in der Berufung gegen den Endentscheid vgl. Frei, Berner Kommentar, N 11 zu Art. 149 ZPO, und Leuenberger/Uffer-Tobler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, N 8.78). In diesem Sinn könnten sowohl der Nichteintretensentscheid als auch der Entscheid über das Wiederherstellungsbegehren Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden. Voraussetzung dafür, dass auf die Berufung eingetreten werden kann, bildet allerdings ein Zweifaches: Zum einen muss die Berufung Anträge enthalten, und zum andern ist sie zu begründen. Letzteres bedeutet, dass sie sich zumindest in gedrängter Form mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinandersetzt und darlegt, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid falsch ist und abgeändert werden soll. Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein und von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden können (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO sowie zum Antrags- und Begründungserfordernis BGE 137 III 617, BGE 138 III 374 E. 4.3.1, BGer 4A_651/2011 und BGer 5A_438/2012).

(Es folgen Ausführungen dazu, dass die Voraussetzung ausreichender Anträge und einer genügenden Begründung nicht erfüllt sei, weshalb auf die Berufung nicht eingetreten werden könne.)

Palavras-chave

appeal admissibilityrestoration requestrequestsreasoning requirementnon-entry