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VVGE 1971/75 Nr. 91 ΓÇó Scope of government review in local planning
VVGE 1971/75 Nr. 91Outro Tribunal5 de ago. de 1975
The publication explains that, in Obwalden local planning matters, the Regierungsrat’s review power initially covered only legality, including excess and abuse of discretion. After the 1974 ordinance, appropriateness review was expressly introduced for the approval procedure under Art. 26 BauG. To avoid contradictions between appeal and approval proceedings, the Regierungsrat’s appeal review should also extend to qualified appropriateness control. This control remains narrow: only serious overreaching is relevant, especially where important federal, cantonal, or intermunicipal interests are affected or the municipality’s own development is seriously endangered. Purely local objections continue to be assessed with restraint because of municipal autonomy.
Art. 22, Art. 25 and Art. 26 BauG; scope of review by the Regierungsrat in local planning matters; the review extends beyond mere legality to a qualified appropriateness control where the legal order so provides. Where the approval procedure under Art. 26 BauG allows appropriateness review, consistency requires that the appeal review not be confined to legality alone. However, appropriateness control is to be exercised restrictively and only for qualified unreasonableness, in particular serious overreaching affecting important federal, cantonal or intermunicipal interests or gravely impairing the development of the municipality itself. Objections touching only the municipal sphere remain subject to special restraint in light of municipal autonomy (consid. implied in the publication).
Entscheidpublikation VVGE 1971/75 Nr. 91, S. 104:
Art. 22, Art. 25 und Art. 26 BauG.
Überprüfungsbefugnis des Regierungsrates bei Ortsplanungen.
Entscheid des Regierungsrates vom 5. August 1975 (Nr. 364).
Im Rahmen früherer Ortsplanungen überprüfte der Regierungsrat nach Massgabe von Art. 89 Abs. 1 KV Gemeindebeschlüsse nur auf deren Rechtmässigkeit hin (einschliesslich Ermessensüberschreitung und Ermessensmissbrauch). Einwände, die offensichtlich die Zweckmässigkeit einer vorinstanzlichen Anordnung berührten, waren mangels ausdrücklicher Befugnis in der Gesetzgebung der regierungsrätlichen Überprüfungsbefugnis vorenthalten. Heute hat diese Regelung insofern eine Änderung erfahren als Art. 4 der kant. VV zum BMR vom 8. Januar 1974 den Regierungsrat ermächtigt, Baureglemente und Zonenpläne hinsichtlich der Raumplanung auch einer Zweckmässigkeitskontrolle zu unterziehen. Die so erweiterte Prüfungsbefugnis greift laut Verordnung allerdings nur im Genehmigungsverfahren gemäss Art. 26 BauG Platz, eine Gliederung, welche in Einzelfällen zu Schwierigkeiten führen kann. Dies lässt sich am Beispiel der Ortsplanung wie folgt erläutern: Der Regierungsrat könnte Beschwerdeführer, die sich ausschliesslich auf die Unangemessenheit von gemeinderätlichen Verfügungen berufen, überhaupt nicht hören. Dieselben Verfügungen und deren Auswirkungen dürfte er indessen im späteren Genehmigungsverfahren vollumfänglich überprüfen, was unter Umständen die Wirkung einer nachträglichen Gutheissung der im Beschwerdeverfahren abgelehnten Rekurse hätte. Um die Möglichkeit solcher Widersprüche auszuschliessen, rechtfertigt sich eine Ausdehnung der Zweckmässigkeitsprüfung auf das Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat. Freilich aber bewegt sich auch diese Kognition in Grenzen. Sie muss unter dem beschränkten Blickwinkel qualifizierter Unangemessenheit gehandhabt werden, wozu vor allem jene Übermarchungen zu rechnen sind, die wichtige Anliegen des Bundes, des Kantons oder anderer Gemeinden beeinträchtigen, oder die die Entwicklung der eigenen Gemeinde in schwerwiegender Weise zu stören drohen. Rügen, die ausschliesslich den kommunalen Bereich betreffen, sind dabei immer noch mit besonderer Zurückhaltung zu beurteilen, da Wesen und Schutzfunktion der Gemeindeautonomie den Obwaldner Gemeinden einen relativ erheblichen Ermessensspielraum gewähren.