projetos
PVG 2008 30 ΓÇó Challenge to enforcement order cannot attack final permit conditions
PVG 2008 30Outro Tribunal31 de dez. de 2008Confirmed
The case concerns an appeal against an order enforcing fire-safety conditions contained in a building permit of 19 January 2006. The court held that the permit and its fire-safety conditions had become formally final because they had not been challenged. An enforcement order based on such a final decision is, as a rule, appealable, but the appeal may not be used to attack the legality of the underlying conditions. Only the enforceability of the order, the modalities of execution, excess enforcement, or defective notification can still be contested.
Enforcement of a final administrative decision; appeal against an enforcement order does not reopen review of the underlying decision. A measure ordering execution of fire-safety conditions contained in a final building permit is in principle challengeable, but in appeal proceedings the lawfulness of the original conditions can no longer be examined. Such review is barred by formal finality; only objections directed at the existence of an enforceable decision, the lawfulness and proportionality of the enforcement modalities, excess enforcement, or defective service remain admissible (consid. 2).
15/30 Verfahren PVG 2008
Anfechtbarkeit derAnordnung derVollstreckung einer****be- reits rechtskräftigen Verfügung.
Impugnabilità dell’ingiunzionea volereseguire una****deci- sione già cresciuta in giudicato.
Erwägungen:
2. a) Zunächst ist festzuhalten, dass die Baubewilligung
vom 19. Januar 2006 und damit die Brandschutzauflagen vom Be- schwerdeführer nicht angefochten wurden und daher in formelle Rechtskraft erwachsen sind. Dies wird denn auch vom Beschwer- deführer nicht bestritten. Auf sie könnte somit nur noch unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung bzw. des Widerrufs zurück- gekommen werden (BGE 121 II 276 f.).
b) Vorliegend hatsich der Beschwerdeführer gegen eine Verfügunggewandt, inwelcher derVollzug derin derBaubewilli- gung enthaltenenBrandschutzauflagen gefordertwurde. InDok- trin und Praxis wird zwar allgemein anerkannt, dass eine Verfü-gung, mit der eine frühere Verfügung oder ein rechtskräftiger Entscheid vollstrecktwird, uneingeschränktanfechtbar ist.Über- einstimmung herrschtjedoch aberauch darüber,dass imRechts- mittelverfahren gegen die Vollstreckungsanordnung die Recht- mässigkeit derzu vollstreckendenVerfügung nichtmehr überprüft werden kann. Der Beschwerdeführer kann somit bei der Anfech- tung von Vollstreckungsverfügungen grundsätzlich nur geltend machen, es liege keine vollstreckbare Verfügungvor, dieVoll- streckungsmodalitäten seien unverhältnismässig beziehungs- weise rechtswidrig, die Vollstreckung gehe über die zu voll- streckende Sachverfügung hinaus oder diese sei mangelhaft eröffnet worden. Demzufolge sind Vollzugshandlungen, die**eine
140
15/30 Verfahren PVG 2008
frühere rechtskräftige Verfügung konkretisieren und dabei dem Betroffenen keine neue Belastung überbinden, sowie blosse Be- stätigungsverfügungen mit einem förmlichen Rechtsmittel allge- mein nicht anfechtbar (vgl. dazu Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, Zürich1991, S. 307 f., mit zahlreichen Hin- weisen;PVG 1992 Nr.46; VGUR 0192). Eine Verfügung, welche auf einer rechtskräftigen früheren Verfügung beruht und diese ledig- lichvollzieht oder bestätigt, kann somit nicht mit der Begründung angefochten werden, die frühere Verfügung sei rechtswidrig; eine solche Rüge erweist sichals verspätet (BGE 105Ia 20). Insbeson- dere kann die Rechtsmittelinstanz nicht durch einen neuen, mit dem früheren identischen Sachentscheid zum Eintreten auf die Sachegezwungen werden (PVG 1990Nr. 25).
U07 97Urteil vom 25. Januar 2008
141