Cost advance for debt-collection register extract permitted

KSK 2013 7Outro Tribunal25 de fev. de 2013Dismissed

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Resumo Omnilex

X. challenged the debt collection office's demand that he prepay the fee for a debt-collection register extract needed for proceedings before the District Court of Hinterrhein. The supervisory authority held that, although Art. 68 SchKG generally requires the creditor to advance debt-collection costs, a debtor may be asked to advance fees when the office acts exclusively in the debtor's own interest. The extra complaints concerning other closed proceedings and the office head were irrelevant. The complaint was dismissed insofar as entered, and the CHF 800 costs remained with the Canton of Graubünden.

Sumário Omnilex

Art. 68 SchKG; cost advance for debt-collection register extract requested solely in the debtor's interest: in derogation from the general rule that debt-collection costs are borne by the debtor and advanced by the creditor, the enforcement office may require the debtor to pay in advance when the requested act serves exclusively that debtor's own interests (consid. 3). Irrelevant grievances concerning other concluded matters are not examined for lack of pertinence. Procedural costs of the supervisory complaint may be left with the canton under the applicable cost rule (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG).

Texto completo

Ref.:Chur, 25. Februar 2013Schriftlich mitgeteilt am:

KSK 13 7 4. März 2013

(Auf eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 5A_192/2013 vom 09. April 2013 nicht eingetreten worden).

Verfügung

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X., Beschwerdeführer,

gegen

das Betreibungsamt Y., Beschwerdegegner, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Rechtsverweigerung/Kostenvorschuss,

wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 08. Februar 2013, überbracht am 15. Februar 2013, in die Vernehmlassung des Betreibungsamtes Y. vom 21. Februar 2013 samt mitgereichten Verfahrensakten sowie nach Feststellung und in Erwägung,

  • dass X. sich mit der am 15. Februar 2013 überbrachten Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden über das Verhalten des Betreibungsamtes Y. beschwerte, welches die Bezahlung aller offener Rechnungen (gemeint offenbar für Betreibungskosten) verlangt habe, als er für ein Verfahren vor Bezirksgericht Hinterrhein einen Betreibungsauszug einholen wollte,

  • dass X. in der Beschwerde weitere Rügen im Zusammenhang mit bereits abgeschlossenen Verfahren und gegen den Amtsleiter A. vorbrachte, auf welche von vornherein mangels Relevanz nicht eingegangen werden kann,

  • dass das Betreibungsamt Y. sich am 21. Februar 2013 dahin vernehmen liess, dass es angesichts der von X. nicht bezahlten Rechnungen für Betreibungsgebühren gestützt auf Art. 68 SchKG verlangt habe, dass die Gebühr für den Auszug aus dem Betreibungsregister bevorschusst werde,

  • dass keine Anhaltspunkte vorliegen, dass das Betreibungsamt im Zusammenhang mit der Bestellung des neuen Betreibungsauszuges gefordert hat, dass sämtliche offenen Rechnungen für Betreibungskosten durch X. bezahlt würden,

  • dass somit davon auszugehen ist, dass das Betreibungsamt Y. lediglich verlangt hat, dass X. die Gebühr für den bestellten Betreibungsauszug im voraus begleiche,

  • dass gemäss Art. 68 Abs. 1 SchKG der Schuldner die Betreibungskosten trägt und dieselben vom Gläubiger vorzuschiessen sind,

  • dass gemäss Lehre und Rechtsprechung indessen auch Kostenvorschüsse vom Schuldner verlangt werden können, wenn das Betreibungsamt ausschliesslich in seinem Interesse tätigt werden soll (BGE 96 III 123; Frank Emmel, in Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Auflage, Basel 2010, N 6 zu Art. 68 SchKG),

  • dass offensichtlich ist, dass der von X. bestellte Betreibungsauszug nur seinen Interessen dient, sodass das Betreibungsamt berechtigt war, von ihm einen entsprechenden Kostenvorschuss bzw. die direkte Begleichung der Betreibungsgebühr gegen Aushändigung des Betreibungsauszuges zu verlangen,

  • dass die Beschwerde somit abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann,

  • dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens beim Kanton Graubünden verbleiben (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG)

  • dass diese Verfügung in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht, verfügt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.00 verbleiben beim Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

Palavras-chave

debt enforcementcost advanceregister extractsupervisory complaintprocedural costsrelevancedebtor interest

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Questão jurídica principal

Whether the debt collection office may require an advance payment for a register extract requested solely for the debtor's own interest.

Decisão extraída

Yes. Where the requested service serves only the debtor's own interests, the office may require a cost advance or direct payment of the fee upon delivery of the extract.

Fundamentação extraída

Although Art. 68 SchKG generally places debt-collection costs on the debtor and requires advance payment by the creditor, doctrine and case law allow a cost advance from the debtor when the office acts exclusively in the debtor's interest. The requested extract served only X.'s interests.

Questão jurídica principal

Whether the additional complaints concerning closed proceedings and the office head were admissible.

Decisão extraída

No. Those grievances were irrelevant to the present dispute and were not examined.

Fundamentação extraída

The court treated these points as lacking relevance to the challenged conduct in connection with the requested extract.

Questão jurídica principal

Allocation of the costs of the supervisory complaint proceedings.

Decisão extraída

The costs of CHF 800 remain with the Canton of Graubünden.

Fundamentação extraída

The dispositive order left the complaint costs with the canton pursuant to the cited procedural rule.

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