Bankruptcy opening set aside after payment and waiver

KSK 2010 36Outro Tribunal19 de mai. de 2010Granted

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The Schuldbetreibungs- und Konkurskammer of the Canton of Grisons upheld the debtor’s complaint against the bankruptcy opening of X. AG. It found that the creditor had waived the bankruptcy proceedings and that the claim, including interest and costs, had been fully paid after the opening. In addition, the company’s planned restructuring and capital increase made solvency sufficiently credible. The bankruptcy opening was therefore annulled. However, the costs of both instances were imposed on X. AG because payment occurred only after the bankruptcy decision.

Sumário Omnilex

Art. 174 Abs. 2 SchKG; reversal of bankruptcy opening upon appeal requires that the debtor both make solvency credible and prove by documents that the claim has meanwhile been extinguished, deposited, or waived. A creditor’s waiver of bankruptcy proceedings or proof of full payment after the opening satisfies the extinction requirement. Solvency is assessed on the basis of the file as a whole; outstanding claims do not preclude reversal if concrete indications, such as a planned restructuring and capital increase, render insolvency improbable. Costs may nevertheless be charged to the debtor when payment was made only after the bankruptcy opening (consid. implied).

Texto completo

Ref.:Chur, 19. Mai 2010Schriftlich mitgeteilt am:

KSK 10 36

Verfügung

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der X. AG, Schuldnerin und Beschwerdeführerin,

gegen

den Konkursentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 28. April 2010, mitgeteilt am gleichen Tag, in Sachen der Y., Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Konkurseröffnung,

wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 03. Mai 2010, in die Vernehmlassung des Konkursamtes des Bezirks Hinterrhein vom 05. Mai 2010, in die vom Bezirksgerichtspräsidium Hinterrhein zugestellten Verfahrensakten sowie nach Feststellung und in Erwägung,

  • dass die Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Hinterrhein am 28. April 2010 auf Gesuch der Y. gegen die X. AG per 28. April 2010, 18.00 Uhr, den Konkurs eröffnete,

  • dass die X. AG dagegen am 03. Mai 2010 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde einreichte und die Aufhebung des Konkurserkenntnisses verlangte,

  • dass das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit Verfügung vom 04. Mai 2010 bewilligt wurde,

  • dass das Konkursamt des Bezirks Hinterrhein am 05. Mai 2010 bestätigte, dass die Forderung der Y. samt Zinsen und Kosten vollumfänglich bezahlt worden sei,

  • dass gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG das obere Gericht die Konkurseröffnung aufheben kann, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass inzwischen (1.) die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten getilgt ist, (2.) der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist oder (3.) der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet,

  • dass einerseits eine Erklärung der Y. vom 04. Mai 2010 bei den Akten liegt, wonach sie auf die Durchführung des Konkurses verzichte und andererseits das Konkursamt des Bezirks Hinterrhein am 05. Mai 2010 die vollumfängliche Tilgung der Schuld bestätigte,

  • dass im Weiteren gemäss der genannten Gesetzesbestimmung die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin glaubhaft zu machen ist,

  • dass gemäss dem eingereichten Betreibungsregisterauszug vom 29. April 2010 wohl noch weitere, recht hohe Forderungen offen sind,

  • dass aus den Akten aber zu entnehmen ist, dass die Gesellschaft an der auf den 26. Mai 2010 einberufenen ausserordentlichen Generalversammlung eine Umstrukturierung und Aktienkapitalerhöhung plant,

  • dass dadurch hinreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen sollten,

  • dass demnach nicht von einer Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft ausgegangen werden kann,

  • dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen und der Konkurseröffnungsentscheid vom 28. April 2010 aufzuheben ist,

  • dass die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein und des Kantonsgericht von Graubünden zu Lasten der X. AG gehen, da die Zahlung der Schuld erst nach Konkurseröffnung erfolgte,

  • dass diese Verfügung in Anwendung von Art. 12 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht, verfügt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Konkurseröffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein vom 28. April 2010 aufgehoben.

2. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein von Fr. 500.00 und jene des Kantonsgerichts von Graubünden von Fr. 500.00 gehen zu Lasten der X. AG.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

Palavras-chave

bankruptcysolvencypaymentcreditor waivercapital increasecost allocation

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Questão jurídica principal

Whether the bankruptcy opening should be set aside under Art. 174(2) SchKG.

Decisão extraída

Yes. The debtor made the debt payment credible by documents and also showed a waiver by the creditor.

Fundamentação extraída

Art. 174(2) SchKG allows reversal of bankruptcy opening if the debtor proves payment, deposit, or waiver and also makes solvency credible. The claim was fully paid after the opening, and the creditor waived bankruptcy proceedings.

Questão jurídica principal

Whether X. AG made its solvency credible.

Decisão extraída

Yes. Despite remaining debts, the planned restructuring and capital increase supported the conclusion that the company was not insolvent.

Fundamentação extraída

The register extract showed other outstanding claims, but the file indicated an extraordinary general meeting planned a restructuring and share capital increase, suggesting sufficient financial means.

Questão jurídica principal

Allocation of procedural costs.

Decisão extraída

Costs of the first instance and appeal proceedings were charged to X. AG because payment occurred only after the bankruptcy opening.

Fundamentação extraída

Although the appeal succeeded, the debtor had caused the proceedings by paying only after the bankruptcy decision.

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