Correction of judgment to reimburse procedural costs

e-3751-2011Tribunal Administrativo Federal / Divisão 54 de ago. de 2011Modified

Abrir fonte

Resumo

The Federal Administrative Court corrected its earlier revision judgment of 20 July 2011 after it emerged that proof of payment of the CHF 200 procedural costs from case E-3068/2011 had been omitted from the file because of an office mistake. Applying Art. 48 VGG and Art. 129 BGG, the court supplemented the dispositive and ordered reimbursement of the already paid costs to the applicant. The correction did not affect the underlying revision outcome, only the omitted cost reimbursement.

Regest

Art. 48 Abs. 1 VGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG; Berichtigung eines Dispositivs bei Kanzleiversehen und Rechnungsfehlern. Das Bundesverwaltungsgericht kann sein Urteil von Amtes wegen oder auf Gesuch hin berichtigen, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig, widersprüchlich oder von Redaktions- bzw. Rechnungsfehlern betroffen ist. Auch ein Kanzleiversehen, zufolge dessen ein aktenkundiger Beleg im Entscheidzeitpunkt nicht berücksichtigt wurde, bildet einen berichtigungsfähigen Fehler. Die Berichtigung dient der Anpassung des Dispositivs an den tatsächlich feststehenden Entscheidinhalt (vgl. consid. 2).

Texto completo

BVGer E-3751/2011

Entscheiddatum: 04.08.2011Publikationsdatum: 30.09.2011

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung VE-3751/2011

Berichtigung vom 4. August 2011 be­züglich Urteil vom 20. Juli 2011 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz),Richter Robert Galliker, Richterin Emilia Antonioni; Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic. Parteien A._______, geboren am (...),Sri Lanka, vertreten durch Barbara Frei-Koller, (...),Gesuchsteller, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern. Gegenstand Berichtigung in Bezug auf die Rückerstattung von Fr. 200.- / N (...).

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass mit Verfügung vom 27. April 2011 das BFM das Asylgesuch des Ge­suchstellers vom 28. Juli 2008 ablehnte und die Wegwei­sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, worauf der Gesuchsteller mit Ein­gabe vom 30. Mai 2011 durch seine Rechtsvertreterin beim Bundesverwal­tungsge­richt Beschwerde gegen diese Verfügung erheben liess,

dass mit im einzelrichterlichen Ver­fahren ergangenem Urteil vom 21. Juni 2011 (Verfahren E-3068/2011) das Bundesverwaltungsgericht - mangels Einreichung einer Beschwerdeverbesserung - auf diese Be­schwerde nicht eintrat und dem Gesuchsteller die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- aufer­legte,

dass die Rechtsvertreterin namens und im Auftrag des Gesuchstellers mit Revisionsgesuch vom 2. Juli 2011 in der Hauptsache die Aufhebung des Ur­teils des Bundesverwaltungsge­richts vom 21. Juni 2011 beantragte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 20. Juli 2011 dieses Re­visi­onsgesuch guthiess (Verfahren E-3751/2011) und das Urteil vom 21. Juni 2011 aufhob,

dass die Rechtsvertreterin mit Schreiben vom 22. Juli 2011 dem Bundesver­waltungsgericht mitteilte, die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- betreffend das Verfahren E-3068/2011 seien am 16. Juli 2011 einbe­zahlt worden und hierzu einen Empfangsschein einreichte,

dass sich der Beleg betreffend Einzahlung der Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- aufgrund eines Kanzleiversehens zum Entscheidzeit­punkt nicht bei den Akten befand und somit im Urteil des Bundesverwal­tungsgerichts vom 20. Juli 2011 nicht berücksichtigt werden konnte,

dass gemäss Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) für die Erläuterung und die Berichtigung von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des Bundesge­richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss anwend­bar ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Am­tes wegen das Dispositiv ei­nes Urteils berichtigt, wenn das Dispositiv un­klar, unvollständig oder zwei­deutig ist, seine Bestimmungen untereinan­der oder mit der Begründung im Widerspruch stehen oder es Re­daktions- oder Rechnungsfehler ent­hält (vgl. Elisabeth Escher, in Bas­ler Kommentar zum Bundesgerichtsge­setz, Basel 2008, N 5 zu Art. 129 BGG; Karl Spüh­ler/Annette Dolge/Dominik Vock, Kurzkommen­tar zum Bundesgerichtsge­setz [BGG], Zürich 2006, N 5 zu Art. 129 BGG, mit weite­ren Hinweisen),

dass einer Berichtigung auch Kanzleifehler respektive -versehen unterlie­gen,

dass die Einzahlung der Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- durch den Gesuchsteller am 16. Juli 2011 erfolgte,

dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Juli 2011 (Verfah­ren E 3751/2011) daher insoweit zu ergänzen und berichtigen ist, als das Bun­desverwaltungsgericht dem Gesuchstel­ler die einbezahlten Ver­fahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- betreffend das Verfahren E 3068/2011 zurückzuerstatten hat.

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Das Endscheiddispositiv vom 20. Juli 2011 (E-3751/2011) wird insoweit er­gänzt und berichtigt, als das Bundesverwaltungsgericht dem Gesuchstel­ler die einbezahlten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- betreffend das Verfahren E-3068/2011 zurückzuerstatten hat.

  2. Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das BFM sowie an die zustän­dige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Natasa Stankovic

Versand:

Palavras-chave

correctionclerical errorcourt costsreimbursementasylumrevision