Invalidity pension revision annulled and remanded for further medical evidence

c-2677-2010Tribunal Administrativo Federal / Divisão 34 de out. de 2010Partially Granted

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The appellant challenged an IV pension revision that lowered a full invalidity pension to a half pension. The Federal Administrative Court found that the medical file was insufficient to determine the psychophysical condition and work capacity with the necessary certainty. Relying on the RAD physician’s own suggestion for additional examinations, the court held that the facts had not been properly established. It therefore partially upheld the appeal, annulled the decision, and remanded the case to the IVSTA for further medical investigation. No court costs were charged and no party compensation was granted.

Sumário Omnilex

Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 49 lit. b, Art. 61 Abs. 1, Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 Abs. 1 VwVG; invalidity pension revision and incomplete fact-finding. A revision decision affecting an invalidity pension must rest on a sufficiently clarified medical factual basis. Where the available records do not permit a reliable assessment of the insured person’s psychophysical condition and work capacity, and the medical service itself calls for further expert examinations, the decision is based on incomplete establishment of the facts and must be annulled with remand for additional investigations. On such an outcome, no court costs are levied; party compensation is awarded only if the unrepresented party incurred unusually high expenses.

Texto completo

BVGer C-2677/2010

Entscheiddatum: 04.10.2010Publikationsdatum: 28.10.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-2677/2010/mes

{T 0/2}

Urteil vom 4. Oktober 2010

Besetzung

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),

Richter Beat Weber,

Richterin Madeleine Hirsig,

Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery.

Parteien

X._______,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,

Vorinstanz.

Gegenstand

Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom 12. März 2010.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 14. April 2010 die Verfügung der Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz), vom 12. März 2010 betreffend revisionsweiser Herabsetzung der ganzen Rente der Invalidenversicherung (IV) auf eine halbe Rente mit Wirkung ab dem 1. Mai 2010 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass der Beschwerdeführer sinngemäss beantragt, es sei ihm weiterhin eine ganze IV-Rente zu gewähren,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2010 seine Beschwerdeschrift ergänzt und insbesondere neue medizinische Unterlagen eingereicht hat,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 24. September 2010 beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache im Sinne der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes Rhone (RAD) an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]), so dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer ohne Zweifel zur Beschwerdeführung legitimiert ist, so dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist,

dass Dr. med. Y._______, RAD, in seinem Bericht vom 10. September 2010, auf den sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung bezieht, eine Begutachtung durch Dr. med. Z._______ und durch den behandelnden Arzt des Beschwerdeführers vorschlägt,

dass daraus zu schliessen ist, dass aus ärztlicher Sicht der psychisch-somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend sicher bestimmt werden kann,

dass damit feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 12. März 2010 auf einer mangelhaft ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht und im Widerspruch zu Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) steht,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass daher die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Vornahme der erforderlichen weiteren ärztlichen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführer keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, so dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zur Vornahme der erforderlichen weiteren ärztlichen Abklärungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Doppel der Vernehmlassung vom 24. September 2010 samt ärztlicher Stellungnahme vom 10. September 2010 in Kopie [act. 112])

die Vorinstanz (Ref-Nr. xxxx)

das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Palavras-chave

invalidity insurancepension revisionmedical evidencefact-findingremandcourt costsparty compensation

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the Federal Administrative Court had jurisdiction and the appeal was admissible

Decisão extraída

The court had jurisdiction under the Federal Administrative Court Act, and the appeal was timely and properly filed by a party with standing.

Fundamentação extraída

The IVSTA qualifies as a prior authority and no exception to jurisdiction applies; the appellant is clearly entitled to appeal.

Questão jurídica principal

Whether the revision decision reducing the invalidity pension was based on an adequately established medical record

Decisão extraída

No. The medical basis was incomplete because the psychophysical health status and its impact on work capacity could not be determined with sufficient certainty.

Fundamentação extraída

The RAD physician recommended additional examinations, showing that the existing file did not permit a reliable assessment; this violated the duty to establish the facts fully.

Questão jurídica principal

Whether costs and party compensation should be awarded

Decisão extraída

No procedural costs were charged and no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

The appeal was only partially successful, and the unrepresented appellant did not incur unusually high expenses justifying compensation.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.