Non-entry due to untimely advance payment in BVG compulsory affiliation appeal

c-1749-2013Tribunal Administrativo Federal / Divisão 317 de jun. de 2013Inadmissible

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Resumo Omnilex

The company appealed a compulsory affiliation decision by the BVG substitute pension fund. The Federal Administrative Court had already warned that failure to pay the advance on time would lead to non-entry. The appellant did not prove timely payment and did not respond to the court's further invitation to comment. The court therefore refused to enter into the appeal in summary single-judge proceedings. It ordered no procedural costs and no party compensation, and stated that the late advance payment must be refunded after the judgment becomes final.

Sumário Omnilex

Art. 21 Abs. 3 VwVG; Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; advance on costs and non-entry for late payment: To comply with a court-imposed cost advance deadline, payment must be made no later than the last day of the period, or the amount must be debited from a Swiss post or bank account by that date. Failing proof of timely payment, and absent any substantiated allegation of compliance, the appellate court may refuse to enter into the appeal after prior warning. In such a case, no party compensation is due; procedural costs may be waived under the applicable statutory criteria (consid. relevant to timeliness and consequences).

Texto completo

BVGer C-1749/2013

Entscheiddatum: 17.06.2013Publikationsdatum: 06.01.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-1749/2013

Urteil vom 17. Juni 2013 Besetzung Einzelrichter Vito Valenti,Gerichtsschreiberin Madeleine Keel. Parteien A._______ GmbH, Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Deutschschweiz, Erlenring 2, Postfach 664, 6343 Rotkreuz, Vorinstanz . Gegenstand Zwangsanschluss, Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung vom 18. März 2013.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG mit Verfügung vom 18. März 2013 die A._______ GmbH als Arbeitgeberin der Stiftung Auffangeinrichtung BVG rückwirkend per (...) 2008 und bis (...) 2009 anschloss, ihr Kosten auferlegte und sie aufforderte, der Stiftung Auffangeinrichtung BVG von allen beschäftigten Arbeitnehmern die Eintrittsdaten und die Lohnverhältnisse anzugeben (Beilage zu B-act. 1),

dass die A._______ GmbH (im Folgenden: Beschwerdeführerin) diese Verfügung mit Beschwerde vom 28. März 2013 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat (B-act. 1),

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern - wie hier - keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses von Arbeitgebern an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40] i.V.m. Art. 33 Bst. h VGG),

dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 8. April 2013 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 8. Mai 2013 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (B-act. 2),

dass der Beschwerdeführerin diese Zwischenverfügung gemäss Rückschein am 9. April 2013 zugestellt wurde (B-act. 3),

dass die Beschwerdeführerin gemäss Auskunft der Schweizerischen Post zwei Tage nach Ablauf der Frist, am 10. Mai 2013, bei der (...)-post die Zahlung von Fr. (...).- an das Bundesverwaltungsgericht in Auftrag gegeben hat (B-act. 6),

dass der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 4. Juni 2013 die Gelegenheit gegeben wurde, sich innert fünf Tagen seit Zustellung der Verfügung zur rechtzeitigen Bezahlung des Kostenvorschusses vernehmen zu lassen, ansonsten auf die Beschwerde androhungsgemäss nicht eingetreten werde,

dass diese Zwischenverfügung der Beschwerdeführerin gemäss Rückschein am 5. Juni 2013 zugegangen ist,

dass sie sich innert der gesetzten Frist indessen nicht hat vernehmen lassen,

dass die Beschwerdeführerin, um die Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses einzuhalten, spätestens am 8. Mai 2013 auf der Post hätte einzahlen müssen oder der Betrag bis zu diesem Datum einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz hätte belastet werden müssen (vgl. Art. 21 Abs. 3 VwVG und Moser/Beusch/Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 4.36),

dass die Beschwerdeführerin weder behauptet noch belegt hat, den Vorschuss innert der vom Bundesverwaltungsgericht gesetzten Frist geleistet zu haben,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unver-hältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 letzter Satz VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 320.2]),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE),

dass der Beschwerdeführerin der verspätet geleistete Kostenvorschuss nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

  3. Der verspätet geleistete Kostenvorschuss von Fr. (...).- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen 
    
  •    die Oberaufsichtskommission BVG  
    

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Vito Valenti Madeleine Keel

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Palavras-chave

advance paymentnon-entrytimelinesscompulsory affiliationprocedural costsparty compensation

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Questão jurídica principal

Whether the appeal had to be entertained despite the advance payment being made after the deadline

Decisão extraída

No. The advance payment was not made within the court-set period, so the appeal could not be heard.

Fundamentação extraída

The appellant had to pay by 2013-05-08 at the latest or ensure debiting of a Swiss post or bank account by that date. It neither alleged nor proved timely payment, and did not respond to the court's warning order.

Questão jurídica principal

Allocation of procedural costs and party compensation

Decisão extraída

No procedural costs were charged and no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

Given the outcome of non-entry, the court ordered no costs and no compensation.

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