Cost allocation after federal court reversal

a-4703-2013Tribunal Administrativo Federal / Divisão 14 de set. de 2013Modified

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Resumo Omnilex

The Federal Administrative Court re-decided the costs after the Federal Court had set aside its earlier judgment in case A-276/2012 and remanded the matter solely for a new allocation of costs and compensation. It held that the appellant must be treated as the fully unsuccessful party. The costs of the earlier proceedings were fixed at CHF 10,000, offset against the CHF 3,000 advance, and the remaining CHF 7,000 had to be paid to the court. No party compensation was awarded in the earlier case, and no costs or compensation were imposed for the present cost decision.

Sumário Omnilex

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 6 lit. b und Art. 7 VGKE; Neuverlegung von Kosten und Entschädigung nach Rückweisung des Bundesgerichts. Wird ein früherer Sachentscheid aufgehoben und die Sache einzig zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zurückgewiesen, ist für die Kostenverlegung auf den neuen Verfahrensausgang abzustellen. Die im aufgehobenen Verfahren obsiegende Partei gilt bei vollständigem Unterliegen im Lichte des bundesgerichtlichen Endergebnisses als unterliegend; die Kosten sind ihr aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung entfällt e contrario, wenn die Voraussetzungen von Art. 64 VwVG nicht erfüllt sind. Für den blossen Kostenentscheid werden mangels kostenpflichtiger Prozesshandlung keine Verfahrenskosten erhoben.

Texto completo

BVGer A-4703/2013

Entscheiddatum: 04.09.2013Publikationsdatum: 12.09.2013

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IA-4703/2013

Urteil vom 4. September 2013 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz),Richter Michael Beusch, Richterin Marie-Chantal May Canellas, Gerichtsschreiber Marc Winiger. Parteien A._______ AG, ..., vertreten durch ..., Beschwerdeführerin, gegen Oberzolldirektion (OZD), Abteilung LSVA, Monbijoustrasse 91, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Kostenentscheid.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-276/2012 vom 22. Oktober 2012 die Beschwerde der A._______ AG (Beschwerdeführerin) gutgeheissen hat,

dass im obgenannten Urteil die Verfahrenskosten auf die Gerichtskasse genommen wurden; dass entsprechend angeordnet wurde, der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- sei ihr nach Eintritt der Rechtskraft des genannten Urteils zurückzuerstatten,

dass die Vorinstanz verpflichtet wurde, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 25'000.-- zu bezahlen,

dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_1162/2012 vom 8. August 2013 die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der Oberzolldirektion (Beschwerdegegnerin) gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2012 aufgehoben hat,

dass das Bundesgericht in seinem Urteil die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des (vorinstanzlichen) Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht an dieses Gericht zurückgewiesen hat,

dass die Beschwerdeführerin im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils als vollständig unterliegende Partei im Verfahren A-276/2012 vor dem Bundesverwaltungsgericht zu betrachten ist; dass demnach die Kosten des Verfahrens A-276/2012 der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Kosten des Verfahrens A-276/2012 auf Fr. 10'000.-- festzusetzen und mit dem von der Beschwerdeführerin im selbigen Verfahren geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu verrechnen sind; dass die Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 7'000.-- innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen hat,

dass - dem neuen Ausgang gemäss - im Verfahren A-276/2012 keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario),

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die Kosten des Verfahrens A 276/2012 werden auf Fr. 10'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem von dieser im selbigen Verfahren geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- verrechnet. Den Restbetrag von Fr. 7'000.-- hat die Beschwerdeführerin innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

  2. Im Verfahren A 276/2012 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

  3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
    

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Marc Winiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Palavras-chave

cost allocationparty compensationcost advanceremandadministrative appeallegal force

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Questão jurídica principal

Reallocation of costs in case A-276/2012 after federal court reversal

Decisão extraída

The appellant is treated as the fully unsuccessful party; the costs of case A-276/2012 are set at CHF 10,000 and charged to it, offset against the CHF 3,000 advance, leaving CHF 7,000 payable within 30 days after legal force.

Fundamentação extraída

Because the Federal Court set aside the earlier judgment and remanded the matter only for a new allocation of costs and compensation, the new outcome makes the appellant fully unsuccessful within the meaning of Art. 63(1) VwVG.

Questão jurídica principal

Entitlement to party compensation in case A-276/2012

Decisão extraída

No party compensation is awarded in the underlying case, and none is awarded in the present cost decision either.

Fundamentação extraída

In light of the new outcome, no compensation is due under Art. 64(1) VwVG and Art. 7 VGKE e contrario.

Questão jurídica principal

Court costs and party compensation for the present cost decision

Decisão extraída

No court costs are imposed and no party compensation is awarded for the present proceedings.

Fundamentação extraída

The court relied on Art. 6(b) VGKE for the exemption from costs and on Art. 64(1) VwVG and Art. 7 VGKE e contrario for the absence of compensation.

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