Non-entry for failure to pay cost advance

BV.2009.3Tribunal Penal Federal / Câmara de Recursos13 de mar. de 2009Inadmissible

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The I. Beschwerdekammer of the Swiss Federal Criminal Court did not enter into A.'s complaint against the seizure of CHF 2,090 because the ordered cost advance of CHF 1,500 was not paid even after the extended deadline. The court therefore declared the complaint inadmissible and charged the appellant with court costs of CHF 200.

Sumário Omnilex

Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 Abs. 3 BGG; non-payment of the ordered cost advance within the set and extended deadline leads to non-entry on the complaint. Where the appellant fails to comply despite an express warning, the court may decide without examining the merits. The unsuccessful party bears the costs pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG; the court fee is to be fixed according to the applicable fee regulation.

Texto completo

Entscheid vom 13. März 2009 I. Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Tito Ponti und Alex Staub, Gerichtsschreiber Stefan Graf

Parteien

A.,

Beschwerdeführer

gegen

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR)

Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: BV.2009.3

  • 2 -

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:

  • die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) gegen B. eine Strafuntersuchung führt wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen Art. 56 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52), wobei B. u. a. vorgeworfen wird, in einem Restaurant einen illegalen Glücksspielsalon eingerichtet und betrieben zu haben;

  • im Rahmen einer am 7. Dezember 2008 in erwähntem Restaurant eine Hausdurchsuchung vorgenommen wurde, anlässlich derer beim Be- schwerdeführer Bargeld im Betrag von Fr. 2'090.-- sichergestellt (act. 2.1, S. 7) und in der Folge mit Verfügung vom 27. Januar 2009 beschlagnahmt wurde (act. 2.9);

  • der Beschwerdeführer hiergegen mit Beschwerde vom 29. Januar 2009 an den Direktor der ESBK gelangte und um schnellstmögliche Rücküberwei- sung des Geldes ersuchte (act. 1);

  • der Beschwerdeführer am 10. Februar 2009 eingeladen wurde, bis 20. Fe- bruar 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- zu leisten (act. 3);

  • hierauf bei der I. Beschwerdekammer kein entsprechender Zahlungsein- gang vermerkt werden konnte, weshalb dem Beschwerdeführer am

  1. Februar 2009 eine Nachfrist bis 6. März 2009 zur Zahlung des Kosten- vorschusses angesetzt wurde, wobei er darauf hingewiesen wurde, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, wenn der Kostenvorschuss auch innerhalb dieser Nachfrist nicht geleistet werde (act. 5);
  • innerhalb dieser Frist bei der I. Beschwerdekammer betreffend des Kosten- vorschusses kein Zahlungseingang vermerkt werden konnte;

  • auf die Beschwerde somit androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 Abs. 3 BGG);

  • der Beschwerdeführer demnach als unterliegende Partei die Verfahrensko- sten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafge- richt; SR 173.711.32);

  • 3 -

und erkennt:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 17. März 2009

Im Namen der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

  • A.
  • Eidgenössische Spielbankenkommission

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).

Palavras-chave

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Questão jurídica principal

Whether the complaint had to be entered into despite non-payment of the ordered cost advance.

Decisão extraída

No. Because the cost advance was not paid even within the extended deadline, the complaint could not be considered.

Fundamentação extraída

The appellant was warned that failure to pay within the grace period would lead to non-entry. No payment was recorded within that period, so non-entry followed as announced.

Questão jurídica principal

Who must bear the proceedings costs after non-entry.

Decisão extraída

The appellant, as the losing party, must bear the costs.

Fundamentação extraída

Under the applicable rules, the unsuccessful party bears the procedural costs; the court fixed the fee at CHF 200.

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