Late criminal complaint dismissed as inadmissible

BES.2014.107Tribunal Superior / Juiz Singular29 de jul. de 2014Inadmissible

Abrir fonte

Resumo

The Appellationsgericht Basel-Stadt held that the complaint against the prosecutor’s non-entry decision was manifestly late. Service of the decision was proved for 2014-07-04, and the decisive filing date was the handover to Swiss Post, which occurred only on 2014-07-22. Because a handover to a foreign postal operator does not preserve the deadline, the complaint was not entered into. The court exceptionally waived costs.

Regest

Art. 393 ff. StPO; complaint deadline against a non-entry decision; time limit is preserved only by timely handover to Swiss Post. For appeals subject to a 10-day period, the relevant filing moment is the delivery of the submission to the Swiss postal service; dispatch via a foreign postal operator has no deadline-preserving effect. If the handover to Swiss Post occurs after expiry, the complaint is inadmissible as late (consid. 1). Waiver of costs may be ordered exceptionally where circumstances so justify.

Texto completo

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Einzelgericht

BES.2014.107

ENTSCHEID

vom 29. Juli 2014

Mitwirkende

lic. iur. Christian Hoenen

und a.o. Gerichtsschreiber lic. iur. Aziz Cengiz

Beteiligte

A_____ Beschwerdeführer

[...]

gegen

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Beschwerdegegnerin

Binningerstrasse 21, 4001 Basel

Gegenstand

Beschwerde gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft

vom 30. Juni 2014

betreffend Nichtanhandnahmeverfügung / verspätete Beschwerde

Der Appellationsgerichtspräsident zieht in Erwägung,

dass die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mit Verfügung vom 30. Juni 2014 auf die Strafanzeige V140625 136 nicht eingetreten ist,

dass gegen diese Verfügung gemäss Art. 393 ff. StPO innert 10 Tagen seit der Zustellung oder Eröffnung Beschwerde beim Appellationsgericht Basel-Stadt hätte eingereicht werden können, worauf die der Verfügung beigefügte Rechtsmittelbelehrung hingewiesen hat,

dass die Sendungsverfolgung der Post eine Zustellung der Verfügung an A_____ am 4. Juli 2014, 16:55 Uhr, nachweist,

dass für die Einhaltung der Beschwerdefrist das Übergabedatum der Eingabe an die Schweizerische Post massgebend ist; hingegen die Übergabe an eine ausländische Postgesellschaft keine fristwahrende Wirkung hat,

dass die beim Appellationsgericht am 23. Juli 2014 eingegangenen Eingaben (Beschwerde „Strafanzeige vom 17. Juli 2014“ und Begleitschreiben vom 18. Juli 2014) erst am 22. Juli 2014 von der Schweizerischen Post übernommen worden sind,

dass die fragliche Übergabe an die Schweizerische Post somit offensichtlich verspätet erfolgte,

dass auf die Beschwerde deshalb nicht eingetreten werden kann,

dass auf die Erhebung von Kosten umständehalber zu verzichten ist,

und erkennt:

://: Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Kosten erhoben.

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Der Präsident Der Gerichtsschreiber

lic. iur. Christian Hoenen lic. iur Aziz Cengiz

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes [BGG] innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.

Palavras-chave

non-entry decisiondeadlineinadmissibilitypostal servicecriminal procedurecost waiver