Cost order after dismissal: no fees, compensation awarded

BES.2012.128Tribunal Superior / Juiz Singular27 de jun. de 2014Modified

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Resumo Omnilex

A_____ challenged the cost order contained in the Basel-Stadt prosecutor's dismissal decision. After the Federal Supreme Court set aside the earlier appellate judgment and remanded the case, the Appellationsgericht also annulled the prosecutor's cost order. It waived all procedural costs and fees, awarded A_____ compensation of CHF 368.85 for the criminal proceedings, and granted further compensation of CHF 1,425.60 for the appeal proceedings, offsetting the amount already paid and leaving CHF 259.20 payable.

Sumário Omnilex

Costs following dismissal of criminal proceedings after remand; party compensation and fees: if the Federal Supreme Court annuls the appellate judgment and remands the matter, the challenged cost order contained in the dismissal decision falls away. In the appellant's favor, no procedural costs or court fees are to be charged. The prevailing party is entitled to party compensation for necessary defense efforts; where the applicable tariff has changed or the court revises the valuation of counsel's time, compensation must be recalculated accordingly, with amounts already paid set off against the new award (consid. 1 ff.).

Texto completo

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Einzelgericht

BES.2012.128

ENTSCHEID

vom 27. Juni 2014

Mitwirkende

Dr. Marie-Louise Stamm

und Gerichtsschreiber lic. iur. Pascal Riedo

Beteiligte

A_____ , geb. [...] Beschwerdeführer

[...]

vertreten durch [...], Advokat,

[...]

gegen

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Beschwerdegegnerin

Binningerstrasse 21, 4001 Basel

Gegenstand

Beschwerde gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft

vom 22. Oktober 2012

Urteil des Appellationsgerichts vom 7. Mai 2013

(vom Bundesgericht am 17. März 2014 aufgehoben )

betreffend Einstellungsverfügung (Kostenentscheid)

Sachverhalt

A_____ hat gegen den Entscheid des Appellationsgerichts vom 7. Mai 2013, womit eine Kostenauflage der Staatsanwaltschaft im Rahmen ihres Einstellungsentscheids vom 22. Oktober 2012 bestätigt worden ist, Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht erhoben.

Das Bundesgericht hat mit Entscheid vom 17. März 2014 den Entscheid des Appellationsgerichts vom 7. Mai 2013 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an das Appellationsgericht zurückgewiesen.

Erwägungen

Mit der Gutheissung der Beschwerde in Strafsachen hat das Bundesgericht das Urteil des Appellationsgerichts aufgehoben. Damit ist im Rückweisungsverfahren der angefochtene Kostenentscheid der Staatsanwaltschaft in deren Einstellungsbeschluss vom 22. Oktober 2012 aufzuheben. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten und einer Verfahrensgebühr ist dabei zu verzichten und es ist dem Beschwerdeführer für die Bemühungen seines Vertreters im Strafverfahren eine Parteientschädigung von CHF 368.85, einschliesslich Auslagen und Mehrwertsteuer, zuzusprechen. Im Weiteren ist über die Kostenverteilung im Beschwerdeverfahren neu zu befinden. Auf eine Verfahrensgebühr ist dabei ebenfalls zu verzichten. Die bereits im angefochtenen Entscheid auf sechs Stunden geschätzten Bemühungen des Vertreters des Beschwerdeführers sind aufgrund des Obsiegens gemäss der damals geltenden Praxis statt mit CHF 180.– mit CHF 220.– zu vergüten (statt vieler: AGE AS.2008.402 vom 8. Januar 2010 mit weiteren Hinweisen). Dies ergibt im Beschwerdeverfahren anstelle des Honorars im Kostenerlass von CHF 1‘080.–, zuzüglich 8 % MWST von CHF 86.40, neu eine Parteientschädigung von CHF 1‘320.–, zuzüglich 8 % MWST von CHF 105.60. Die Differenz zur bereits erfolgten Auszahlung beträgt CHF 259.20 und ist dem Beschwerdeführer zu vergüten.

Demgemäss erkennt das Appellationsgericht:

://: In Gutheissung der Beschwerde wird der Kostenentscheid der Staatsanwaltschaft im Einstellungsbeschluss vom 22. Oktober 2012 aufgehoben und auf die Erhebung von Verfahrenskosten und einer Verfahrensgebühr verzichtet. Die Staatsanwaltschaft hat A_____ für die Bemühungen seines Vertreters im Strafverfahren eine Parteientschädigung von CHF 368.85 (inkl. MWST) zu bezahlen.

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben und es wird dem Vertreter des Beschwerdeführers eine Parteientschädigung von CHF 1‘425.60 aus der Gerichtskasse zugesprochen. Diese wird mit dem bereits ausbezahlten Honorar im Kostenerlass von CHF 1‘166.40 verrechnet, womit eine Auszahlung von CHF 259.20 verbleibt.

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber

Dr. Marie-Louise Stamm lic. iur. Pascal Riedo

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes [BGG] innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000 Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.

Palavras-chave

costscriminal proceduredismissalparty compensationremandfee waiver

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Questão jurídica principal

Whether the prosecutor's cost order in the dismissal decision had to be set aside after the Federal Supreme Court's remand

Decisão extraída

Yes. The cost order in the dismissal decision was annulled in the remand proceedings.

Fundamentação extraída

Because the Federal Supreme Court had allowed the criminal appeal and overturned the prior appellate judgment, the challenged cost order could no longer stand.

Questão jurídica principal

Whether court fees and procedural fees should be charged in the remand appeal proceedings

Decisão extraída

No. No procedural costs or court fee were imposed.

Fundamentação extraída

The appellant succeeded, so fees were waived in both the original criminal proceedings and the appellate proceedings.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to compensation for counsel's work in the criminal proceedings and in the appeal proceedings

Decisão extraída

Yes. Compensation was awarded for both stages, with the appellate compensation set at CHF 1,425.60 and the already paid amount offset, leaving CHF 259.20 to be paid out.

Fundamentação extraída

The court granted party compensation according to the then-applicable tariff and adjusted the hourly valuation in light of the appellant's success.

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