Recovery of supplementary benefits after procedural revision

P 72/00Tribunal Federal / Divisão de Seguro Social I30 de ago. de 2001Dismissed

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The Federal Insurance Court dismissed the appeal against the Aargau compensation office’s repayment order for supplementary benefits. It held that the benefits had been paid on the basis of incorrect factual findings and that the office was entitled to correct the assessment retroactively by procedural revision, irrespective of any reporting-duty issue. The repayment amount of CHF 17,274 was upheld. The court also noted that waiver of recovery was not before it and could only be requested separately from the compensation office. No court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 27 Abs. 1 ELV in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 AHVG; Rückerstattung unrechtmässig ausgerichteter Ergänzungsleistungen nach prozessualer Revision. Beruht die formell rechtskräftige Leistungszusprechung auf falschen Sachverhaltsfeststellungen, darf und muss die Durchführungsstelle die Berechnung rückwirkend berichtigen; eine allfällige Meldepflichtverletzung ist hierfür nicht Voraussetzung (E. 1). Der Erlass der Rückforderung ist nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens, sondern Gegenstand eines gesonderten Gesuchs bei der Verwaltung. Erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet, kann sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden.

Texto completo

[AZA 0]
P 72/00 Bl

IV. Kammer

Präsident Borella, Bundesrichterin Leuzinger und Bundesrichter
Kernen; Gerichtsschreiber Nussbaumer

Urteil vom 30. August 2001

in Sachen
K.________, 1971, Beschwerdeführer, vertreten durch seinen Vater,
gegen
Ausgleichskasse des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin,

und
Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau

K.________ (geboren 1971) erhält seit 1. Juli 1996 Ergänzungsleistungen zu seiner Invalidenrente. Von Ende April 1998 bis 21. Juni 1999 befand er sich in Behandlung in der Psychiatrischen Klinik X.________. Nachdem die Ausgleichskasse des Kantons Aargau im Verlaufe des Jahres 2000 von der Entlassung aus der Klinik Kenntnis erhalten hatte, nahm sie eine Neuberechnung der Ergänzungsleistungen rückwirkend ab 1. Juli 1999 vor und forderte mit Verfügung vom 11. August 2000 zu viel bezahlte Leistungen in der Höhe von Fr. 17'274.- zurück.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 8. November 2000 ab.
K.________ lässt durch seinen Vater Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung der Rückerstattungsverfügung. - Ausgleichskasse und Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Das kantonale Gericht hat nach einlässlicher Wiedergabe der im vorliegenden Fall massgebenden gesetzlichen Grundlagen, insbesondere über die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen (Art. 27 Abs. 1 ELV in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 AHVG), sowie der nach der Rechtsprechung notwendigen Voraussetzungen für ein wiedererwägungs- oder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte Leistungszusprechung (BGE 122 V 21 Erw. 3a, 110 V 178 Erw. 2a) zutreffend erkannt, dass die Ausgleichskasse die Ergänzungsleistungen seit dem 1. Juli 1999 auf der Basis von falschen Sachverhaltsfeststellungen ausgerichtet hat. Diese war deshalb gehalten, ihre Berechnung im Rahmen einer prozessualen Revision - unabhängig von einer allfälligen Meldepflichtverletzung (BGE 122 V 138 f.
Erw. 2d und e, 115 V 313 Erw. 4a/aa; SVR 1998 EL Nr. 9 S.
21) - rückwirkend zu korrigieren (BGE 122 V 21 Erw. 3a, 115 V 313 Erw. 4a/aa). Die angefochtene Rückerstattungsverfügung lässt sich auch in betraglicher Hinsicht nicht beanstanden.
Das kantonale Gericht hat auch zutreffend festgehalten, dass die Frage des Erlasses der Rückforderung nicht Gegenstand des Verfahrens ist. Es steht dem Beschwerdeführer frei, ein Erlassgesuch bei der Ausgleichskasse zu stellen.
2.- Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 30. August 2001

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

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Questão jurídica principal

Whether the retroactive recalculation and recovery of supplementary benefits was lawful after incorrect factual assessment.

Decisão extraída

The compensation office had to correct the benefits calculation retroactively through procedural revision because the original award was based on incorrect facts; recovery was therefore lawful.

Fundamentação extraída

The court held that recovery of unlawfully received supplementary benefits under Art. 27(1) ELV in conjunction with Art. 47(1) AHVG was properly ordered. It confirmed that a recalculation based on wrongly established facts may be corrected retroactively by procedural revision, regardless of any alleged breach of reporting duties.

Questão jurídica principal

Whether the amount of the repayment order was objectionable.

Decisão extraída

The amount of the repayment claim was not objectionable.

Fundamentação extraída

The lower court's calculation was upheld without criticism in monetary terms.

Questão jurídica principal

Whether waiver of recovery had to be examined in this appeal.

Decisão extraída

Waiver of recovery was not part of the proceedings.

Fundamentação extraída

The court stated that any request for waiver had to be addressed separately to the compensation office.

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