Revision of disability pension claim denied for lack of changed circumstances

I 600/06Tribunal Federal22 de mai. de 2007Dismissed

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The claimant challenged the refusal to enter into his renewed application for a disability pension, relying on recent psychiatric and general medical reports. The Federal Court held that the reports showed only divergent assessments of an essentially unchanged situation and did not make a revision-relevant change in disability status plausible. It also found no basis for further medical evidence, because the administrative proceedings already satisfied the requirements and the appeal had to be assessed on the factual basis available to the IV office. The administrative law appeal was dismissed in summary procedure; no court costs were charged and the CHF 500 advance was refunded.

Sumário Omnilex

Art. 87 Abs. 3 and 4 IVV; revision of a disability pension claim requires a plausible, legally relevant change in the degree of invalidity after the last final denial. Mere divergence between medical opinions does not suffice where the underlying factual situation remains essentially unchanged; a short temporal interval and the absence of objective indications for a new psychiatric pathology may exclude the plausibility of a revision ground. In appeal against a non-entry decision, later medical material is irrelevant if it postdates the challenged decision. Where the appeal is manifestly unfounded, it may be decided in summary procedure under Art. 36a OG.

Texto completo

{T 7}
I 600/06

Urteil vom 22. Mai 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Schön, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiber Grunder.

Parteien
D.________, 1944,
Beschwerdeführer, vertreten durch Herrn Xajë
Berisha, Beratungsstelle für Ausländerfragen, Scheibenstrasse 29, 3014 Bern,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 16. Mai 2006.

Sachverhalt:
Auf ein Gesuch des 1944 geborenen D.________, mit welchem er sich erneut zum Bezug einer Invalidenrente anmeldete, trat die IV-Stelle des Kantons Aargau nicht ein (Verfügung vom 11. Juli 2005; Einspracheentscheid vom 30. August 2005).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau ab (Entscheid vom 16. Mai 2006).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt D.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die IV-Stelle anzuweisen, auf das Revisionsgesuch materiell einzutreten; eventuell seien ergänzende medizinische Untersuchungen vorzunehmen und der richtige Sachverhalt abzuklären.

Die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherungen verzichten auf Vernehmlassung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Mit diesem Gesetz ist die bisherige organisatorische Selbständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts aufgehoben und dieses mit dem Bundesgericht fusioniert worden (Hansjörg Seiler in: Seiler/von Werdt/ Güngerich, Kommentar zum BGG, Art. 1 N 4 und Art. 132 N 15). Das vorliegende Urteil wird daher durch das Bundesgericht gefällt. Weil der angefochtene Entscheid jedoch vor dem 1. Januar 2007 ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gewesenen Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG; Art. 131 Abs. 1 und 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.
Nach Art. 132 Abs. 1 OG in der Fassung gemäss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Änderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann das Eidgenössische Versicherungsgericht in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von den Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung beurteilen und ist an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts nicht gebunden. Gemäss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht hängigen Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Beschwerde am 1. Juli 2006 beim Eidgenössischen Versicherungsgericht hängig war, richtet sich die Kognition des Bundesgerichts nach der bis Ende Juni 2006 gültig gewesenen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht.
3.
Streitig und zu prüfen ist, ob mit den im Verwaltungsverfahren eingeholten Arztberichten (des Dr. med. S.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Juni 2005 sowie des Dr. med. M.________, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, vom 20. Juni 2005) im Sinne von Art. 87 Abs. 4 in Verbindung mit Abs. 3 IVV glaubhaft dargetan ist, dass sich der Invaliditätsgrad seit der letzten rechtskräftigen Ablehnung eines Anspruchs auf Invalidenrente (Einspracheentscheid vom 8. April 2004, bestätigt mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 17. August 2004 und Urteil I 622/04 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 15. März 2005) bis zum Erlass des die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden Einspracheentscheids vom 30. August 2005 in revisionsrechtlich erheblicher Weise verändert hat. Nach den Erwägungen im angefochtenen Entscheid, worauf sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 Satz 2 OG), handelt es sich bei den Angaben der Dres. med. S.________ und M.________ um bloss unterschiedliche medizinische Beurteilungen eines im wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts, welche nicht geeignet sind, eine revisionsbegründende Tatsachenänderung glaubhaft zu machen. Ein chronischer Verlauf hinsichtlich der von Dr. med. S.________ diagnostizierten, als Reaktion auf die körperlichen Schmerzen und die Arbeitslosigkeit gedeuteten mittelschweren depressiven Episode ist angesichts des kurzen Vergleichszeitraums nicht wahrscheinlich (vgl. Stellungnahme des Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle vom 6. Juli 2005). Für die Annahme einer Persönlichkeitsstörung, wie sie Dr. med. S.________ vermutet, liegen keine Anhaltspunkte vor (vgl. die erwähnte Stellungnahme des Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle). Eine Änderung der erwerblichen Verhältnisse fällt schon insoweit ausser Betracht, als der Versicherte seit dem Jahre 1999 nicht mehr arbeitstätig ist. Unter diesen Umständen ist der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden. Von den beantragten Weiterungen ist abzusehen, da das Verwaltungsverfahren die in BGE 130 V 64 genannten Anforderungen vollumfänglich erfüllte und die Vorinstanz ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde zu legen hatte, wie er sich der IV-Stelle bot. Daher ist auch der letztinstanzlich eingereichte Bericht des Dr. med. S.________ vom 6. Juli 2006 unbeachtlich.
4.
Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung erledigt (Art. 36a Abs. 1 lit. b und Abs. 3 Satz 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 22. Mai 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

disability insurancerevision requestnew medical reportschanged circumstancesnon-entry decisionsummary procedurecost advance refund

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Questão jurídica principal

Whether the new medical reports made a revision-relevant change in disability degree plausible under Art. 87 IVV.

Decisão extraída

No. The reports reflected only different medical assessments of essentially unchanged circumstances; no plausible revision-relevant factual change was shown.

Fundamentação extraída

The alleged depressive episode was not likely to have developed into a chronic condition within the short comparison period, no indications supported a personality disorder, and the economic situation had not changed because the claimant had not worked since 1999.

Questão jurídica principal

Whether further medical investigations and clarification of the facts were required.

Decisão extraída

No. The administrative file met the requirements for the procedure, and the court had to review the case on the factual basis available to the IV office.

Fundamentação extraída

The last medical report submitted on appeal was disregarded because it was filed too late for the review of the challenged decision.

Questão jurídica principal

Court costs and reimbursement of the advance payment.

Decisão extraída

No court costs were charged, and the CHF 500 advance payment was refunded to the appellant.

Fundamentação extraída

The complaint was dismissed in simplified summary procedure as manifestly unfounded.

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