Restitution of wrongly credited occupational pension withdrawal benefit

B 84/01Tribunal Federal / Divisão de Seguro Social II13 de fev. de 2002Dismissed

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Resumo Omnilex

The pension foundation sued the appellant for restitution after a withdrawal benefit was mistakenly credited to his account instead of to another insured person. The Aargau insurance court upheld the restitution claim and lifted opposition for enforcement costs. On administrative judicial review, the Federal Insurance Court found the appeal manifestly unfounded, relied on the lower court’s factual and legal assessment, and dismissed the appeal. It also confirmed the imposition of court costs on the appellant because he persisted in a clearly unsustainable position.

Sumário Omnilex

Art. 73 Abs. 1 BVG; restitution of benefits unduly paid under compulsory occupational pension insurance. Where the lower court establishes, on the basis of the preponderance of probabilities and free assessment of evidence, that a withdrawal benefit was mistakenly credited to the wrong insured person, restitution is owed together with interest. An appeal that merely reiterates an untenable factual claim without undermining the lower court’s findings is manifestly unfounded and may be decided summarily under Art. 36a OG. If the appellant persists in a plainly contrary position, deviation from the general rule of cost-free proceedings under Art. 134 OG is justified and court costs may be imposed (consid. 2-5).

Texto completo

[AZA 0]
B 84/01 Vr

IV. Kammer

Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari;
Gerichtsschreiber Jancar

Urteil vom 13. Februar 2002

in Sachen
L.________, 1963, Beschwerdeführer,

gegen
Bâloise-Sammelstiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge, Aeschengraben 21, 4051 Basel, Beschwerdegegnerin,

und
Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau

Am 1. Mai 2001 erhob die Bâloise-Sammelstiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge (nachfolgend Bâloise) beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau gegen L.________ Klage mit folgenden Anträgen:

"1.Der Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin
Fr. 75'543. 65 inkl. Zins zu 5 % seit dem 14.5.1998
zu bezahlen.

  1. In der Betreibung Nr. 16078, Zahlungsbefehl vom 13.7.2000, des Betreibungsamtes Safenwil sei der
    Rechtsvorschlag im Umfang von Ziff. 1 hievor sowie

für die Kosten des Zahlungsbefehls von Fr. 100.- zu beseitigen.. "
Zur Begründung wurde ausgeführt, die Austrittsleistung für N.________, Angestellter beim Malergeschäft X.________ AG sei irrtümlich dem Konto von L.________ gutgeschrieben worden.

Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage.
Mit Entscheid vom 15. August 2001 wies das kantonale Gericht die Klage, mit Ausnahme der Aufhebung des Rechtsvorschlages für die Zahlungsbefehlskosten von Fr. 100.-, gut.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt L.________ die Aufhebung des kantonalen Entscheides. Er legt einen Vorsorge-Ausweis der Versicherung Z.________ betreffend M.________, Angestellter beim Malergeschäft X.________ AG, vom 24. Juni 1988 auf.
Die Bâloise schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und legt Schreiben der Versicherung Y.________ an das Malergeschäft X.________ AG vom 4. Februar und 28. April 1994 auf. Das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Stellungnahme.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grundsätze zur Rechtspflegezuständigkeit und die in sachlicher wie persönlicher Hinsicht erforderlichen Voraussetzungen (Art. 73 Abs. 1 BVG; BGE 125 V 168 Erw. 2; SZS 2001 S. 488 Erw. 2) sowie zur Rückzahlung von zu Unrecht bezogenen Leistungen im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge (BGE 115 V 115 ff.; SZS 1999 S. 385 Erw. 2a) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen) und zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Darauf wird verwiesen.

2.- Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass die Rückforderung der dem Beschwerdeführer ausbezahlten Austrittsleistung im Betrag von Fr. 75'543. 65 zuzüglich 5 % Zins seit 14. Mai 1998 rechtmässig ist. Es kann auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG), die ein umfassendes und sorgfältig begründetes Urteil gefällt hat.
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zu einer anderen Beurteilung führen könnte.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Malergeschäft X.________ AG habe schon ab 1988 Vorsorgeversicherungen abgeschlossen und die entsprechenden Gutschriften seien der Bâloise gutgeschrieben worden, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal der von ihm aufgelegte Vorsorge-Ausweis vom 24. Juni 1988 von der Versicherung Z.________ ausgestellt wurde und nicht ihn, sondern M.________ betrifft. Unbehelflich ist auch sein Einwand, dem sechzigjährigen N.________, dem seit x Jahren BVG-Prämien abgerechnet worden seien, seien nur Fr. 72'000.- gutgeschrieben worden.

3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

4.- Aus den Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich, dass die Behauptung des Versicherten, er habe Anspruch auf die fragliche Austrittsleistung, offensichtlich nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Entsprechend durfte das kantonale Gericht sein Verhalten als mutwillig bezeichnen und die auch in masslicher Hinsicht nicht zu beanstandenden Verfahrenskosten sowie die Parteientschädigung aussprechen (BGE 126 V 149 Erw. 3a, 150 Erw. 4b, 124 V 287 Erw. 3b).

5.- Da der Beschwerdeführer auch im letztinstanzlichen Verfahren vollumfänglich am vorinstanzlich vertretenen Standpunkt festhält, rechtfertigt es sich, von der Regel der Kostenfreiheit gemäss Art. 134 OG abzuweichen und ihm die Gerichtskosten zu überbinden (SZS 1999 S. 69 Erw. 6 und 7 mit Hinweisen).

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II.Die Gerichtskosten von Fr. 3500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht

des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung
zugestellt.
Luzern, 13. Februar 2002

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Die Präsidentin der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

occupational pensionrestitutionwrong paymentenforcement oppositioncourt costsfree assessment of evidencemanifestly unfounded appeal

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the wrongly paid occupational pension withdrawal benefit had to be repaid with interest.

Decisão extraída

Yes. The restitution claim for CHF 75,543.65 plus 5% interest from 1998-05-14 was lawful.

Fundamentação extraída

The lower court correctly established the legal and factual basis for restitution of unduly received benefits in compulsory occupational pension insurance. The appellant raised no arguments capable of changing that assessment, and his evidence did not concern him but another insured person.

Questão jurídica principal

Whether the opposition in enforcement proceedings had to be lifted for the payment order costs of CHF 100.

Decisão extraída

Yes. The opposition was lifted for the payment-order costs as granted by the cantonal court and not disturbed on appeal.

Fundamentação extraída

The appellant did not show any reason to overturn the lower court’s ruling on the minor enforcement-cost item.

Questão jurídica principal

Whether the appeal was manifestly ill-founded and costs could be imposed on the appellant despite the general rule of cost-free proceedings.

Decisão extraída

Yes. Because the appeal was manifestly unfounded and the appellant persisted in a clearly untenable position, court costs were imposed on him.

Fundamentação extraída

The court considered the appeal obviously unfounded and saw no reason to depart from the ordinary cost-free rule in favor of the appellant.

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