Non-entry for insufficient reasoning in EL dental-cost dispute

9C_87/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III31 de jan. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

The appellant challenged the Bern Administrative Court's ruling concerning alleged denial of justice in an EL dental-cost matter. Before the Federal Supreme Court, he withdrew the part of the appeal relating to the already reimbursed dental invoices of 9 and 10 September 2011. As to the remaining issues, the Court held that the appeal did not satisfy the statutory duty to reason because the appellant did not address the decisive grounds of the lower-court decision or demonstrate any erroneous factual findings or legal error. The Court therefore did not enter into the appeal in the remaining part and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; sufficiency of appeal reasoning: An appeal before the Federal Supreme Court must, in a manner specific to the challenged decision, set out why and in which respect the contested reasoning violates federal law. The appellant must engage with the decisive considerations of the lower court and may not merely restate the prior position. Failure to substantiate any alleged error in the factual findings or legal assessment leads to non-entry in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Withdrawn portions of the remedy are struck off under Art. 32 Abs. 2 BGG; costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
9C_87/2012

Urteil vom 31. Januar 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Bollinger Hammerle.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungs-gerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungs-rechtliche Abteilung, vom 21. Dezember 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 26. Januar 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 21. Dezember 2011 betreffend Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung,
in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer sein Rechtsmittel betreffend die (bereits erfolgte) Rückerstattung von Kosten für Zahnbehandlungen vom 8. und 10. September 2011 zurückzieht, weshalb die Beschwerde insoweit abzuschreiben ist (Art. 32 Abs. 2 BGG),
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Begründung sachbezogen und aus ihr ersichtlich sein muss, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 mit Hinweisen), was voraussetzt, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Vorinstanz zutreffend erwog, der Beschwerdegegnerin könne hinsichtlich der Behandlung des Kostenvoranschlages vom 12. September 2011 keine Rechtsverzögerung vorgeworfen werden, zumal sie abgesehen von der fehlenden Pflicht zur Erteilung einer vorgängigen Kostengutsprache (eine Pflicht zur Einreichung eines Kostenvoranschlages besteht gemäss Art. 14 Abs. 3 der kantonalen Einführungsverordnung zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [EV ELG vom 16. September 2009; BSG 841.311] nur für Zahnbehandlungskosten von voraussichtlich über Fr. 3'000.-) gemäss letztinstanzlich verbindlicher Feststellung dem Beschwerdeführer (bereits) mit Schreiben vom 29. November 2011 mitgeteilt hatte, gemäss ihren Abklärungen erfülle die geplante Versorgung die EL-Vorschriften einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Ausführung,
dass der Beschwerdeführer sinngemäss namentlich geltend macht, er habe das Schreiben der Ausgleichskasse vom 29. November 2011, welches schwer verständlich gewesen sei, in dem Sinn verstanden, als die Kosten nicht übernommen würden, weshalb er die Behandlung aufgeschoben habe mit der Folge, dass am 10. Januar 2012 das Zahnbein des betroffenen Zahnes abgesplittert sei, der Zahn habe gezogen werden müssen und die erforderliche Behandlung nun viel teurer zu stehen komme,
dass sich der Beschwerdeführer damit aber nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), indem er weder rügt noch aufzeigt, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass die Beschwerde damit den gesetzlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Das Verfahren wird, soweit die Zahnarztrechnungen vom 9. und 10. September 2011 betreffend, zufolge Rückzugs abgeschrieben. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 31. Januar 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Bollinger Hammerle

Palavras-chave

social insurancesupplementary benefitsdental treatmentnon-entryinsufficient reasoningwithdrawalcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal should be struck from the docket for the withdrawn part concerning the dental invoices of 9 and 10 September 2011.

Decisão extraída

The withdrawn part of the appeal was removed from the proceedings.

Fundamentação extraída

The appellant expressly withdrew the remedy insofar as it concerned the already reimbursed dental-treatment costs.

Questão jurídica principal

Whether the remaining appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Decisão extraída

It did not meet the minimum requirements and was therefore not examined on the merits.

Fundamentação extraída

The appellant failed to engage with the decisive reasoning of the lower court and did not show any legally relevant error in the findings or legal assessment.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No court costs were imposed.

Fundamentação extraída

The court waived costs in the circumstances under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

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