Invalidity pension appeal dismissed as unfounded

9C_811/2008Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III12 de jan. de 2009Dismissed

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B. challenged the cantonal judgment refusing an invalidity insurance pension. The Federal Court held that the lower court could rely on the multidisciplinary medical assessment establishing full capacity for light work and that no further evidence was required. It rejected the arguments based on later medical notes and early-intervention measures, found no unassailable reason to disregard residual earning capacity, and held that the requested transition pension lacked a legal basis. The complaint about occupational measures and the challenge to counsel’s fee were inadmissible. The public-law appeal was dismissed insofar as admissible; the subsidiary constitutional complaint was not entered into. Court costs of CHF 500 were imposed on B.

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Art. 7 ATSG; Art. 95, Art. 99 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2, Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3, Art. 113 BGG; antizipierte Beweiswürdigung und Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Eine medizinische Begutachtung kann als ausreichende Entscheidungsgrundlage genügen, wenn sie in sich schlüssig, interdisziplinär abgestützt und durch spätere, prozessual unzulässige oder beweisrechtlich nicht durchschlagende Unterlagen nicht entkräftet wird. Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit entfällt nicht schon wegen subjektiver Krankheitsüberzeugung. Ein Anspruch setzt zudem eine gesetzliche Grundlage voraus; fehlt ein tauglicher Anfechtungsgegenstand oder die Beschwerdelegitimation, ist darauf nicht einzutreten. Ist die Beschwerde offensichtlich unbegründet, erfolgt Erledigung im vereinfachten Verfahren.

Texto completo

{T 0/2}
9C_811/2008

Urteil vom 12. Januar 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Seiler,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Parteien
B.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Beat Müller-Roulet, Schwarztorstrasse 28, 3007 Bern,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 25. August 2008.

In Erwägung,
dass B.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sowie subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. August 2008 betreffend den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung erhoben hat,
dass mit Verfügung vom 5. November 2008 das Gesuch des B.________ um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerden abgewiesen worden ist,
dass die Vorinstanz festgestellt hat, es sei von einer hundertprozentigen Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers für körperlich leichte bis nur gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten auszugehen,
dass für diese Feststellung die medizinischen Unterlagen, insbesondere das interdisziplinäre Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ vom 23. Oktober 2007, eine hinreichende Grundlage bilden (vgl. Art. 7 ATSG; BGE 132 V 93 E. 4 S. 99; 125 V 256 E. 4 S. 261) und die Vorinstanz daher in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen verzichtet hat (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162, Urteil 9C_694/2007 vom 10. Dezember 2007 E. 3.1 mit Hinweisen),
dass der ohnehin unzulässige (Art. 99 Abs. 1 BGG) Verlaufsbericht der Dres. med. R.________ und S.________ vom 14. Oktober 2008 den Beweiswert des Gutachtens des Ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ nicht schmälert und die von der IV-Stelle Bern mit Mitteilung vom 18. Dezember 2008 gewährte "Frühinterventionsmassnahme in Form von Eingliederungsberatung" nicht geeignet ist, einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nachzuweisen,
dass die vorinstanzliche Feststellung betreffend die Arbeits- und Leistungsfähigkeit weder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, noch als offensichtlich unrichtig bezeichnet werden kann und daher für das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),
dass von fehlender Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit beim gegebenen Leistungsvermögen im Lichte der Rechtsprechung (vgl. Urteil 9C_446/2008 vom 18. September 2008 E. 3.4 mit Hinweisen) nicht die Rede sein kann, steht doch aufgrund des multidisziplinären Konsenses gemäss Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ fest, dass kardiologisch eine leichte Tätigkeit ausgeübt werden könnte, welche weder somatisch noch psychiatrisch gesehen weiter beeinträchtigt, wohl aber durch die ausgeprägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung des Beschwerdeführers verunmöglicht wird, wofür nicht die Invalidenversicherung einzustehen hat,
dass die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung im Übrigen nicht angefochten wird,
dass für die Zusprechung der verlangten "Übergangsrente" keine gesetzliche Grundlage besteht,
dass der Anspruch auf berufliche Massnahmen mangels eines entsprechenden Anfechtungsgegenstandes nicht Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete (BGE 125 V 413 E. 1 S. 414 f.) und vom Bundesgericht nicht geprüft werden kann,
dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die von der Vorinstanz dem unentgeltlichen Rechtsbeistand zugesprochene Entschädigung nicht zur Beschwerde legitimiert ist (BGE 131 V 153 E. 1 S. 155; Urteil 8C_90/2007 vom 12. März 2008 E. 4.1; je mit Hinweisen),
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid vom 25. August zulässig und daher auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist (Art. 113 BGG e contrario),
dass die Beschwerden, soweit zulässig, offensichtlich unbegründet sind und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt werden,
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Januar 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Dormann

Palavras-chave

invalidity insurancemedical assessmentresidual earning capacityanticipatory evidence evaluationstandingadmissibilitysimplified procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the cantonal finding of full work and earning capacity was legally or factually untenable.

Decisão extraída

The medical file, especially the multidisciplinary report of the medical assessment institute, sufficiently supported the finding; no further evidence was required.

Fundamentação extraída

The court upheld the lower court's anticipatory assessment of evidence and held that the report was not undermined by a later progress note or by a rehabilitation-orientated early intervention measure.

Questão jurídica principal

Whether the residual capacity was unusable in the labor market because of the appellant's health situation.

Decisão extraída

No; the residual capacity remained exploitable for light work, and the inability to work stemmed from the appellant's illness conviction rather than a compensable impairment.

Fundamentação extraída

The multidisciplinary consensus showed an ability to perform light work, physically and psychiatrically unimpaired, so the social insurance system did not have to bear the consequences of the appellant's subjective incapacity.

Questão jurídica principal

Whether the requested 'transition pension' had a legal basis.

Decisão extraída

No statutory basis for such a benefit was shown.

Fundamentação extraída

The court stated that the requested transitional pension had no legal foundation.

Questão jurídica principal

Whether the claim for occupational measures was before the court.

Decisão extraída

It was not part of the subject matter of the cantonal proceedings and could not be reviewed.

Fundamentação extraída

The issue lacked a proper contested object in the previous instance.

Questão jurídica principal

Whether the appellant could challenge the fee awarded to court-appointed counsel.

Decisão extraída

He lacked standing to appeal that point.

Fundamentação extraída

The appellant was not legitimized to contest the compensation granted to the unentgeltlicher Rechtsbeistand.

Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible alongside the public-law appeal.

Decisão extraída

It was not; because the public-law appeal was admissible, the subsidiary constitutional complaint could not be entered into.

Fundamentação extraída

The ordinary constitutional route is excluded when the main public-law appeal is available.

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