Non-entry due to insufficient appeal reasoning in disability insurance case

9C_557/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III26 de jul. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

S. challenged the Zurich Social Insurance Court’s decision confirming the IV office’s non-entry on a renewed disability pension claim. The Federal Court held that the appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements: it failed to engage with the decisive cantonal reasoning and merely repeated factual criticism and references to medical reports. The court therefore did not enter into the appeal in simplified procedure. Because no court costs were imposed, the request for free legal aid became moot.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissible appeal reasoning. An appeal must, in concise form, specifically address the decisive considerations of the challenged judgment and show with precision which legal norms or rights were infringed and why. Purely appellatory criticism and mere reference to evidence already assessed by the lower court do not suffice. If the filing does not meet these minimum requirements, the Federal Court may decline to enter in simplified procedure. Where no court costs are imposed, a request for free legal aid becomes moot (consid. 1-2).

Texto completo

{T 0/2}
9C_557/2012

Urteil vom 26. Juli 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 29. Mai 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 10. Juli 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. Mai 2012, mit welchem das Nichteintreten der IV-Stelle des Kantons Zürich auf ein erneutes Rentengesuch bestätigt wurde,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass insbesondere die blosse Berufung auf Arztberichte, mit denen sich die Vorinstanz auseinandergesetzt hat, den Anforderungen an eine sachbezogene Begründung nicht genügt (statt vieler: Urteil 8C_299/2011 vom 10. Mai 2011),
dass das kantonale Gericht in Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen und Würdigung der medizinischen Abklärungen festgestellt hat, dass weder gestützt auf den Bericht des Dr. med. I.________ vom 27. März 2010 noch auf Grund der Einschätzung der Fachärzte des medizinischen Zentrums X.________ vom 4. Mai 2010 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht wurde und die IV-Stelle zu Recht auf das erneute Rentengesuch nicht eingetreten ist,
dass der Beschwerdeführer zwar einzelne von der Vorinstanz vorgenommene Sachverhaltsabklärungen und -feststellungen kritisiert, es aber unterlässt, sich mit den diesbezüglichen Erwägungen konkret auseinanderzusetzen und dabei im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG oder eine - entscheidwesentliche - offensichtlich unrichtige (unhaltbare, willkürliche) oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,
dass die Eingabe des Beschwerdeführers den gesetzlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung deshalb offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber verzichtet wird (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), weshalb das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Juli 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Helfenstein Franke

Palavras-chave

disability insurancenon-entryappeal reasoningmedical evidencecourt costsfree legal aid

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the federal appeal met the statutory pleading and reasoning requirements.

Decisão extraída

It did not; the submission failed to engage concretely with the decisive reasoning of the cantonal court and therefore could not be examined.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(1)-(2) BGG, the appellant must explain in a concise manner how the challenged decision violates law; merely repeating objections or referring to medical reports is insufficient. The filing did not address the key findings that no credible deterioration had been shown and did not substantiate any legal error or manifestly incorrect fact-finding.

Questão jurídica principal

Whether the request for waiver of court costs / free legal aid was still pending.

Decisão extraída

No. Since no court costs were charged for equitable reasons, the request for free legal aid became moot.

Fundamentação extraída

The court dispensed with court costs under Art. 66(1) BGG, making a decision on free legal aid unnecessary.

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