Non-entry due to insufficient reasoning in social security appeal

9C_497/2008Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III11 de jul. de 2008Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into W.'s appeal against a Federal Administrative Court non-entry decision in an occupational pensions matter. It held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements because it failed to address the decisive procedural issue, namely why the lower court should have entered into the matter despite the untimely advance payment. The request to extend the appeal deadline was inadmissible, and no grace period under Art. 42 BGG could be granted. Legal aid was denied as the appeal lacked prospects of success. No court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Anforderungen an die Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid. Eine Beschwerde hat sich mit dem prozessualen Nichteintretensgrund auseinanderzusetzen und darzutun, weshalb dieser bundesrechtswidrig sein soll; die blosse Erörterung der materiellen Streitfrage genügt nicht. Die gesetzliche Beschwerdefrist ist nicht erstreckbar. Eine Nachfrist nach Art. 42 Abs. 5 oder 6 BGG kommt nur für die dort ausdrücklich geregelten, heilbaren Mängel in Betracht, nicht bei offensichtlicher inhaltlicher Unzulänglichkeit des Rechtsmittels (vgl. E. 1). Aussichtslosigkeit schliesst unentgeltliche Verbeiständung aus.

Texto completo

{T 0/2}
9C_497/2008

Urteil vom 11. Juli 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Amstutz.

Parteien
W.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Sicherheitsfonds BVG, Belpstrasse 23, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Berufliche Vorsorge,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom
6. Mai 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 15. Juni 2008 (Poststempel) gegen den Nichteintretensentscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Mai 2008,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 17. Juni 2008 an W.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich ist,
in die von W.________ am 18. Juni 2008 (Poststempel) eingereichte Eingabe, mit welcher um Erstreckung der Beschwerdefrist um zehn Tage ersucht wird,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 Erw. 2),
dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Beschwerdefrist nicht näher dargelegt hat, weshalb die Vorinstanz trotz nicht fristgerechter Zahlung des verlangten Kostenvorschusses auf das Rechtsmittel hätte eintreten sollen,
dass die Beschwerde vom 15. Juni 2008 daher den gesetzlichen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass die mit Schreiben vom 18. Juni 2008 beantragte Erstreckung der gesetzlichen Beschwerdefrist von dreissig Tagen (Art. 100 Abs. 1 BGG) gemäss Art. 47 Abs. 1 BGG ausgeschlossen ist, mithin das entsprechende Gesuch abzuweisen ist,

dass auch das Ansetzen einer angemessenen Nachfrist im Sinne des Art. 42 Abs. 5 oder 6 BGG ausser Betracht fällt, da dies nur in den dort spezifisch genannten Fällen zulässig ist, zu denen das - hier gegebene - offensichtliche inhaltliche Ungenügen des Rechtsmittels nicht gehört (vgl. BGE 130 I 312 E. 1.3.1 S. 320, 123 II 359 E. 6b/bb S. 369, 118 Ib 134 E. 2 S. 135, je mit Hinweis; vgl. auch BGE 1C_380/2007 vom 19. Mai 2008, E. 2.4.2 und Urteil 8C_82/2008 vom 4. April 2008),
dass auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen wird (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG) und demnach das sinngemäss gestellte Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren, soweit die Befreiung von den Gerichtskosten betreffend, gegenstandslos ist,
dass das Gesuch, soweit die unentgeltliche Verbeiständung beantragt wird, zufolge Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels (vgl. Art. 64 Abs. 1 BGG; BGE 129 I 129 Erw. 2.3.1 135, 128 I 225 Erw. 2.5.3 S. 235 mit Hinweis) abgewiesen wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Fristerstreckung wird abgewiesen.

3.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das letztinstanzliche Verfahren wird, soweit nicht gegenstandslos, abgewiesen.

4.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Juli 2008

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Amstutz

Palavras-chave

occupational pensionsnon-entry decisionappeal reasoningdeadline extensionlegal aidsimplified procedure

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Questão jurídica principal

Whether the appeal met the statutory reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Decisão extraída

No. The appeal did not explain, in a legally sufficient manner, why the lower court should have entered into the case despite the untimely payment of the required advance on costs.

Fundamentação extraída

An appeal against a non-entry decision must address the procedural reason for non-entry. Arguing only the merits is insufficient; the present filing plainly failed to engage with the decisive issue.

Questão jurídica principal

Whether the 10-day extension of the appeal deadline could be granted.

Decisão extraída

No. Extension of the statutory appeal period is excluded by law.

Fundamentação extraída

Art. 47 Abs. 1 BGG prohibits extending the 30-day appeal deadline under Art. 100 Abs. 1 BGG.

Questão jurídica principal

Whether an additional time limit under Art. 42 Abs. 5 or 6 BGG could be set.

Decisão extraída

No. The defect was not one of the specific curable defects covered by those provisions.

Fundamentação extraída

The appeal was substantively insufficient, which is not a defect for which Art. 42 Abs. 5 or 6 BGG allows a grace period.

Questão jurídica principal

Whether legal aid for the federal proceedings should be granted.

Decisão extraída

No, insofar as free legal representation was requested; the appeal had no prospects of success. The fee waiver aspect became moot because no court costs were charged.

Fundamentação extraída

Lack of prospects under Art. 64 Abs. 1 BGG defeats appointed counsel; fee waiver was unnecessary once costs were not imposed.

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