Non-entry for insufficiently reasoned appeals in health insurance case

9C_277/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III21 de abr. de 2011Dismissed

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Resumo Omnilex

S.__________ challenged three cantonal judgments concerning health insurance premiums. The Federal Supreme Court joined the proceedings but held that the appeals did not satisfy the statutory reasoning requirements under the BGG. The submissions failed to show, in a substantiated way, why the factual findings were wrong or why the legal assessment was unlawful. The constitutional allegations of discrimination and of a violation of the right to integration were likewise insufficiently reasoned. The Court therefore declared the appeals inadmissible in simplified proceedings and waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde und der Verfassungsrüge. Das Rechtsmittel hat in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; pauschale Kritik oder appellatorische Einwände genügen nicht. Soweit die Sachverhaltsfeststellung angefochten wird, ist substantiiert aufzuzeigen, inwiefern sie offensichtlich unrichtig ist und entscheidwesentlich bleibt (Art. 97 Abs. 1 BGG). Für Grundrechtsrügen gilt eine qualifizierte Rügepflicht. Fehlt eine hinreichende Begründung, ist im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).

Texto completo

9C_277/2011, 9C_278/2011, 9C_279/2011
{T 0/2}

Urteil vom 21. April 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Nussbaumer.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

ASSURA Kranken - und Unfallversicherung,
Postfach 61, 1009 Pully
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerden gegen die Entscheide
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft
vom 15. Februar 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerden vom 4. April 2011 (Poststempel) gegen drei Entscheide des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 15. Februar 2011 betreffend Krankenkassenprämien,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die gleichlautenden und daher zu vereinigenden Beschwerden diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass die Rügen, die angefochtenen Entscheide würden "das Grundrecht der Unterzeichneten auf Integriertsein in die Gesellschaft" und damit Art. 8 Abs. 2 BV verletzen, im Weiteren sie als Frau sowie als arbeitsfähige Person diskriminierten, lediglich damit begründet werden, sie werde "kategorisch bei der Stellensuche übergangen, resp. diskriminiert", was den qualifizierten Begründungsanforderungen für eine Verfassungsrüge nach Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht genügt, ebenso wenig die den Beschwerden zugrunde liegende Meinung, es könnten Krankenkassenprämien nur eingefordert werden, wenn vorab dem Recht auf Arbeit zum Durchbruch verholfen sei,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerden nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber noch einmal auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Die Verfahren 9C_277/2011, 9C_278/2011 und 9C_279/2011 werden vereinigt.

2.
Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. April 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Nussbaumer

Palavras-chave

health insuranceappeal admissibilityreasoning requirementconstitutional complaintjoindercourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the three appeals met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Decisão extraída

No. The submissions did not sufficiently explain how the challenged findings of fact were incorrect or how the legal reasoning was unlawful.

Fundamentação extraída

Under Art. 42(1)-(2) BGG, an appeal must set out requests and reasons; the appellants' arguments did not address the factual findings or legal errors in a substantiated manner.

Questão jurídica principal

Whether the constitutional complaints were sufficiently substantiated.

Decisão extraída

No. The allegations of discrimination and violation of the right to social integration were not supported by qualified reasoning.

Fundamentação extraída

A constitutional grievance must satisfy Art. 106(2) BGG; the asserted discrimination and the claim that premiums could only be collected after the right to work had been realized were merely stated, not reasoned.

Questão jurídica principal

Whether the proceedings should be joined and the fee waived.

Decisão extraída

The three proceedings were joined, and court costs were exceptionally waived.

Fundamentação extraída

The appeals were identical and thus suitable for joinder; under the circumstances, the Court refrained once again from charging court costs.

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