Invalidity pension appeal dismissed; table wages upheld

9C_156/2009Tribunal Federal / Divisão de Direito Público III7 de abr. de 2009Dismissed

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Resumo Omnilex

The insured challenged the cantonal dismissal of his invalidity insurance appeal, arguing that his invalid income should have been based on a lower hospitality-sector wage and that he had not been heard on the use of statistical wages. The Federal Supreme Court held that, given the medical assessment and the duty to mitigate damage, the cantonal court correctly relied on the full LSE table wage and found a 65% invalidity rate. It also rejected the hearing complaint and found no arbitrariness in the cantonal costs order. The appeal was dismissed and federal court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; invalidity assessment and statistical wages; the Federal Supreme Court is bound by the cantonal findings unless they are manifestly incorrect or based on a legal error. In determining the invalid income, the court may rely on the general wage tables where the insured is capable of a broad range of reasonable substitute activities; the duty to mitigate damage requires use of all objectively and subjectively reasonable work options (consid. 2.1). The choice of statistical wage data is a question of law and does not, as such, require a separate hearing if the parties had to expect that legal issue in the proceedings. Cantonal cost allocation is reviewed only for arbitrariness when a properly substantiated complaint is raised (consid. 3).

Texto completo

{T 0/2}
9C_156/2009

Urteil vom 7. April 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Kernen, Seiler,
Gerichtsschreiber Ettlin.

Parteien
R.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt George Hunziker,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 19. Dezember 2008.

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügungen vom 22. Februar 2007 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem 1958 geborenen R.________ nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ab 1. September 2003 eine halbe Rente und als Folge der 4. IV-Revision ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung zu. Den Verfügungen setzte sie einen Invaliditätsgrad von 66 % zugrunde.

B.
Die von R.________ hiegegen angehobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 65 % mit Entscheid vom 19. Dezember 2008 ab.

C.
R.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen, es sei ab 1. September 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen, dies unter Nennung des massgeblichen Invaliditätsgrades im Urteilsdispositiv. Eventualiter sei ein 66 2/3 % überschreitender Invaliditätsgrad festzustellen und das Dispositiv des angefochtenen Entscheides diesbezüglich zu ergänzen. Ferner sei der Entscheid im Kostenpunkt aufzuheben.

Erwägungen:

1.
Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG).

2.
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung, wobei eine rechtsfehlerhafte Ermittlung des Invalideneinkommens gerügt wird.

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe dem Gutachten des Zentrums X.________ vom 11. April 2006 Überzeugungskraft zugebilligt, weshalb es nicht angehe, der Expertise die Relevanz abzusprechen, soweit darin die Beschäftigung des Hilfskochs als eine zumutbare Verweistätigkeit angegeben werde. Nach dieser Tätigkeit bestimme sich der Invalidenlohn. Der Beweiswert des Gutachtens wird vom Versicherten hingegen nicht angezweifelt. Nicht offensichtlich unrichtig hat das kantonale Gericht gestützt auf die gutachterlichen Ergebnisse eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit festgestellt (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Es folgte damit nicht ausschliesslich der ebenfalls im Gutachten vertretenen Auffassung, wonach sich die verbliebene Leistungsfähigkeit im Rahmen eines Pensums von 50 % im Gastgewerbe umsetzen lasse. Damit verletzt die Vorinstanz Bundesrecht nicht, zumal die auf keinen konkreten Beruf Bezug nehmende Zumutbarkeitsschätzung die Tätigkeit des Hilfskochs mit einschliesst. Die Argumentationsweise des Beschwerdeführers verkennt namentlich die Bedeutung der Schadenminderungspflicht als ein auf dem Gebiet der Invalidenversicherung gültiger allgemeiner Grundsatz. Danach hat der Invalide, bevor er Leistungen verlangt, alles ihm Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen seiner Invalidität bestmöglich zu mildern (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b S. 373), wobei jedoch vom Versicherten nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4 S. 28). Auf der Grundlage der vom kantonalen Gericht verbindlich festgestellten zumutbaren beruflichen Einsatzmöglichkeiten steht dem Versicherten eine Vielzahl von Tätigkeiten offen, weshalb er sich das Total der LSE-Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, anrechnen lassen muss und das vorinstanzliche Gericht folgerichtig den Invalidenlohn nicht nach dem tieferen statistischen Einkommen im Gastgewerbe festzulegen hatte.

Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge, das kantonale Gericht habe das rechtliche Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV), weil es dem Beschwerdeführer keine Gelegenheit gegeben hat, sich vor Erlass des Entscheides zur Wahl der Tabellenlöhne zu äussern, ist unbegründet. Denn bei der Ermittlung der statistischen Löhne handelt es sich um eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), welche bei Streitigkeiten über die Höhe des Invaliditätsgrades regelmässig zu prüfen ist. Der angefochtene Entscheid weist somit nicht eine rechtliche Begründung auf, mit welcher die Partei schlechthin nicht rechnen musste (BGE 115 Ia 94 E. 1b S. 96; Urteil 9C_22/2008 vom 20. August 2008 E. 5).

2.2 Die Festsetzung des Invalidenlohnes (Fr. 21'654.50) beruht somit weder auf offensichtlich unrichtigen Feststellungen im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG noch auf einer Bundesrechtsverletzung (Art. 95 lit. a BGG), weshalb das Bundesgericht daran gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Höhe des Valideneinkommens (Fr. 62'746.-) ist nicht strittig. Der aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierende Invaliditätsgrad von 65 % ist rechtlich nicht zu beanstanden. Damit ist auch der Eventualantrag unbegründet, weshalb seine prozessuale Zulässigkeit offen bleiben kann.

3.
Der Beschwerdeführer rügt schliesslich die Kostenverlegung im vorinstanzlichen Verfahren. Diese richtet sich - im Rahmen des Bundesrechts - nach kantonalem Recht (Urteil 8C_393/2008 vom 24. September 2008 E. 4.2 mit Hinweisen). Die Auferlegung der Kosten (Fr. 600.-) ist in Anbetracht des Unterliegens im Grundsatz ohne weiteres rechtskonform. Das Bundesgericht prüft sodann die Anwendung kantonalen Rechts allein unter dem Gesichtswinkel der Willkür (Art. 9 BV; Urteil 9C_110/2008 vom 7. April 2008 E. 1.3) und bloss insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und qualifiziert begründet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Versicherte substantiiert indes in keiner Weise, inwiefern die Vorinstanz bei der Kostenauferlegung in Willkür verfallen sein soll.

4.
Die im Sinne von Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG offensichtlich unbegründete Beschwerde ist, soweit zulässig, im vereinfachten Verfahren zu erledigen.

5.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 4 lit. a, Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 7. April 2009

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Ettlin

Palavras-chave

invalidity insuranceinvalid incomestatistical wagesduty to mitigate damageright to be heardcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the invalid income had to be calculated using the hospitality-sector wage or the full LSE table wage

Decisão extraída

The court held that the insured had to accept a broad range of suitable activities, so the full LSE table wage at requirement level 4 was correctly used.

Fundamentação extraída

The expert opinion supported a 50% work capacity in adapted work, and the duty to mitigate damage required the insured to take reasonable steps to reduce the consequences of disability. The cantonal court therefore did not err in refusing to base the invalid income on a lower hospitality-sector wage.

Questão jurídica principal

Whether the cantonal court violated the right to be heard by not allowing comment on the choice of statistical wages

Decisão extraída

No violation occurred because the use of statistical wages is a legal question that parties must expect in disputes over the degree of invalidity.

Fundamentação extraída

The challenged reasoning was foreseeable; the court could rely on legal assessment of wages without a separate prior hearing on that point.

Questão jurídica principal

Whether the cantonal costs order should be set aside

Decisão extraída

The costs order was not shown to be arbitrary and therefore stood.

Fundamentação extraída

Costs in the cantonal proceedings were governed by cantonal law, and the appellant failed to substantiate any arbitrariness in the allocation.

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