Revision request inadmissible for insufficient reasoning

8F_8/2008Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV1 de jul. de 2008Inadmissible

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The Federal Supreme Court considered a revision request against its own final judgment in a social insurance case. The applicant filed new expert reports and asked for the prior judgment to be set aside and for the expert costs to be covered. The Court held that the filing did not identify any statutory ground for revision and failed to engage with the reasons of the judgment to be revised. It therefore found the request manifestly inadmissible, decided the matter summarily without a written exchange, and imposed court costs of CHF 500 on the applicant.

Sumário Omnilex

Art. 121-123 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; Anforderungen an ein Revisionsgesuch gegen ein bundesgerichtliches Endurteil: Ein Revisionsgesuch ist nur zulässig, wenn ein gesetzlicher Revisionsgrund konkret behauptet und hinsichtlich der massgebenden Erwägungen des angefochtenen Urteils sachbezogen begründet wird. Der Gesuchsteller hat darzulegen, inwiefern gerade das betreffende Urteil den geltend gemachten Revisionsgrund verwirklicht; ein blosser Hinweis auf Beilagen oder neue Unterlagen genügt nicht. Fehlt eine solche substantiierte Auseinandersetzung mit den tragenden Entscheidgründen, ist auf das Gesuch nicht einzutreten; die Behandlung kann im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erfolgen (vgl. E. 2). Die Kostenfolge richtet sich nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
8F_8/2008

Urteil vom 1. Juli 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
T.________,
Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt Rémy Wyssmann, Hauptstrasse 36, 4702 Oensingen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts 8C_465/2007 vom 29. April 2008.

Nach Einsicht
in das von T.________ am 21. Mai 2008 gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008 (8C_465/2007) eingereichte Revisionsgesuch, in dem unter Beilage verschiedener Gutachten und Teilgutachten sowie einer Honorarrechnung vom 24. April 2008 beantragt wird, das Urteil vom 29. April 2008 "sei wiedererwägungsweise aufzuheben", die "eingereichten Gutachten und die Honorarrechnung seien als Urkunden 8 bis 12 zu den Akten zu nehmen und zum Beweis zuzulassen", und "die IV-Stelle Solothurn sei zu verpflichten, die Gutachtenskosten in der Höhe von gesamthaft CHF 18'692.- zur Bezahlung zu übernehmen",
in Erwägung,
dass das Bundesgericht das Verfahren 8C_465/2007 mit Urteil vom 29. April 2008 rechtskräftig abgeschlossen hat (s. Art. 61 BGG),
dass die Aufhebung oder Abänderung eines solchen in Rechtskraft erwachsenen letztinstanzlichen Urteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist,
dass dabei im Revisionsgesuch darzulegen und zu begründen ist, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil ein Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG),
dass die Begründung sachbezogen sein muss, d.h. der Gesuchsteller sich mit den massgeblichen Entscheidgründen des Urteils, dessen Revision er beantragt, auseinanderzusetzen hat und darlegen muss, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgründe ein Revisionsgrund vorliege (statt vieler Urteile 8F_9/2008 M. vom 10. Juni 2008 und 8F_13/2007 B. vom 18. Februar 2008),
dass die Eingabe des Gesuchstellers vom 21. Mai 2008 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht genügt, da in keiner Weise dargelegt wird, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil vom 29. April 2008 einer der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121-123 BGG) gesetzt worden sein soll; auch erfolgt im Gesuch keine Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des Urteils vom 29. April 2008, und es wird nicht dargelegt, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgründe ein Revisionsgrund gegeben sein soll,
dass hieran der blosse Hinweis des Gesuchstellers, "zur Begründung" "verweise" er "auf den Inhalt der (beigelegten) Gutachten", nichts ändert,
dass sich somit das Revisionsgesuch zum Vornherein als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb es analog zum vereinfachten Verfahren (Art. 109 BGG), namentlich ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung, erledigt wird,
dass vorliegend dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 1. Juli 2008
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Palavras-chave

revisioninadmissibilitysubstantiationfinal judgmentcourt costssocial insurance

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the revision request met the statutory substantiation requirements for a revision of a final Federal Supreme Court judgment.

Decisão extraída

No. The request did not identify any statutory ground for revision or address the decisive reasons of the prior judgment.

Fundamentação extraída

A revision request must specifically explain which ground under Arts. 121-123 BGG is invoked and how the challenged judgment itself gives rise to that ground. Simply referring to attached expert reports does not satisfy this requirement.

Questão jurídica principal

Whether the request should be dealt with under the simplified procedure without exchange of written submissions.

Decisão extraída

Yes. Because the request was manifestly inadmissible, it was disposed of summarily under the simplified procedure by analogy to Art. 109 BGG.

Fundamentação extraída

The lack of any proper substantiation made the inadmissibility clear on the face of the filing, so no exchange of submissions was necessary.

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