Inadmissibility for missing substantive prayer in appeal

8C_904/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV6 de jan. de 2012Inadmissible

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

SECO challenged a Zurich social insurance judgment that had upheld C.________'s complaint and set aside a decision of the Unia unemployment fund. In its federal appeal, SECO only requested that the appeal be upheld, without seeking annulment, remand, or any substantive modification of the cantonal decision. The Federal Supreme Court held that this did not satisfy the requirements for an appeal prayer under the BGG and therefore did not enter into the case in simplified procedure. No court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 et Art. 107 al. 2 LTF; exigences de la conclusion dans le recours en matière de droit public/social; le recours a un effet réformatoire et doit contenir des conclusions matérielles permettant, en cas d’admission, de statuer au fond. Une simple requête tendant à l’admission du recours, sans conclusion en annulation, réforme ou renvoi, est insuffisante et rend le recours irrecevable. Lorsque l’irrecevabilité est manifeste, le Tribunal fédéral peut statuer selon la procédure simplifiée de l’art. 108 al. 1 let. a LTF, sans échange d’écritures; il peut renoncer à percevoir des frais selon l’art. 66 al. 4 LTF.

Texto completo

8C_904/2011 {T 0/2}

Urteil vom 6. Januar 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO),
Effingerstrasse 31, 3003 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

C.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid
des Sozialversicherungsgerichts
des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2011.

Sachverhalt:
Mit Entscheid vom 31. Oktober 2011 hat das Sozialversicherungs-gericht des Kantons Zürich eine Beschwerde des C.________ gutgeheissen und den Einspracheentscheid der Unia Arbeits-losenkasse vom 23. Juli 2010 aufgehoben. Gegen diesen Entscheid führt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit Eingabe vom 6. Dezember 2011 Beschwerde an das Bundesgericht und stellt folgendes Rechtsbegehren:
"1. Die vorliegende Beschwerde sei gutzuheissen."

Das Bundesgericht hat auf die Einholung von Vernehmlassungen verzichtet.

Erwägungen:

1.
Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3 und 133 III 489 E. 3 mit Hinweisen).

2.
2.1 Die Beschwerdeschrift hat u.a. ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]). Das Begehren umschreibt den Umfang des Rechtsstreits und muss grundsätzlich so formuliert werden, dass es bei Gutheissung zum Urteil erhoben werden kann. Da die Beschwerde ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Der Beschwerdeführer hat demnach anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Grundsätzlich ist ein materieller Antrag erforderlich; Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsanträge genügen nicht und machen die Beschwerde unzulässig (BGE 133 III 489 E 3.1 S. 489 f.; 132 III 186 E. 1.2 S. 188; 130 III 136 E. 1.2 S. 139; 125 III 412 E. 1b S. 414 mit Hinweisen; Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Basel 2008, N 14 ff. und 18 zu Art. 42).

2.2 Im "Rechtsbegehren" seiner Eingabe vom 6. Dezember 2011 verlangt der Beschwerdeführer lediglich, "die vorliegende Beschwerde sei gutzuheissen". Einen Antrag auf Aufhebung oder Rückweisung des angefochtenen Entscheides stellt er nicht, geschweige denn einen - grundsätzlich erforderlichen - materiellen Antrag. Der blosse Antrag auf Gutheissung der Beschwerde genügt nach den in E. 2.1 hievor dargelegten Grundsätzen nicht und macht die Beschwerde unzulässig.

3.
Demnach ist auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, der Unia Arbeitslosenkasse und dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 6. Januar 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

social insuranceunemployment insuranceappeal admissibilitysubstantive prayerreformative remedysimplified procedurecourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the federal appeal satisfied the formal requirement of a substantive prayer under Art. 42 BGG.

Decisão extraída

The appeal did not satisfy the requirement because it contained no request on the merits and no challenge seeking annulment or remand of the cantonal judgment.

Fundamentação extraída

As a reformative remedy, an appeal must indicate the challenged points and the requested modifications; a mere request that the appeal be allowed is insufficient and renders the appeal inadmissible.

Questão jurídica principal

Whether the simplified procedure could be used to refuse entry without written exchanges.

Decisão extraída

Yes. Because the appeal was manifestly inadmissible, the Court did not enter into the matter in simplified procedure without a round of submissions.

Fundamentação extraída

The defect was obvious from the filing itself, so the Court could dispose of the case summarily under the Federal Supreme Court Act.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.