Non-entry on deficient appeal in unemployment insurance case

8C_778/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV11 de nov. de 2011Inadmissible

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Resumo Omnilex

N. appealed a cantonal unemployment-insurance decision, but his submission lacked a prayer for relief and did not set out, in a substantively sufficient way, why the cantonal court had violated federal law or made clearly erroneous factual findings. The Federal Supreme Court therefore held that no valid appeal had been filed and, in simplified procedure, did not enter on the case. Because the circumstances justified waiving court costs, none were imposed; the request for free legal proceedings became moot.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde und Nichteintreten im vereinfachten Verfahren. Die Beschwerdeschrift hat Rechtsbegehren und eine sachbezogene, gedrängte Begründung zu enthalten, aus der hervorgeht, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Fehlen Begehren oder genügende, auf den Entscheid bezogene Rügen, liegt kein gültiges Rechtsmittel vor. In einem solchen Fall kann ohne Ansetzung einer Nachfrist auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. auch BGE 134 II 244 E. 2.4). Bei den gegebenen Verhältnissen kann von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen werden.

Texto completo

8C_778/2011 {T 0/2}

Urteil vom 11. November 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
N._________,
Beschwerdeführer,

gegen

beco Berner Wirtschaft,
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst,
Lagerhausweg 10, 3018 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 23. September 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des N._________ vom 11. Oktober 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 23. Septem-ber 2011,
in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2011 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) am 18. Oktober 2011 erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,
in die nach Erlass der Verfügung vom 20. Oktober 2011 betreffend Kostenvorschuss bzw. der Mitteilung vom 20. Oktober 2011 betreffend gesetzliche Formerfordernisse von Beschwerden dem Bundesgericht von N._________ am 22. Oktober 2011 (Poststempel) zugestellte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.; 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f.),
dass die Eingaben des Beschwerdeführers diesen Mindestanforde-rungen offensichtlich nicht genügen, da sie kein Begehren enthalten und darin weder gerügt noch aufgezeigt wird, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. - soweit überhaupt beanstandet - eine qualifiziert fehlerhafte Sachverhalts-feststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die in unsubstanziierter Weise vorgebrachten Einwendungen bezüglich der vorgenommenen Arbeitsbemühungen nichts ändern,

dass deshalb, trotz der am 18. Oktober 2011 erfolgten Nachreichung des angefochtenen Entscheides, kein gültiges Rechtsmittel erhoben worden ist, wobei die in der Mitteilung des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011 enthaltenen Hinweise betreffend gesetzliche Formerfordernisse von Beschwerden unbeachtet geblieben sind,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit sich das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung als gegenstandslos erweist,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. November 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

inadmissibilityappeal requirementsreasoned appealnon-entryunemployment insurancecourt costslegal aid

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG

Decisão extraída

The filing did not contain a request for relief and did not explain in a substantiated way how the cantonal judgment violated federal law or was based on clearly erroneous fact-finding.

Fundamentação extraída

Under Art. 42 BGG, an appeal must state requests and reasons; the appellant's submissions were not issue-related and therefore did not constitute a valid remedy.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Supreme Court should enter on the appeal under simplified procedure

Decisão extraída

No entry was possible under Art. 108(1)(b) BGG because the remedy was manifestly non-compliant and no curing deadline was set.

Fundamentação extraída

Since the minimum pleading requirements were obviously not met, the court could reject the appeal without granting time to amend.

Questão jurídica principal

Court costs and legal aid

Decisão extraída

No court costs were levied, and the request for legal aid became moot.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, the court waived costs under Art. 66(1) second sentence BGG; without costs, the legal-aid request had no remaining object.

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