Inadmissibility for insufficient substantiation of the complaint

8C_693/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV12 de out. de 2011Inadmissible

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Z. appealed a Zurich social welfare decision to the Federal Supreme Court. After the court warned him that the complaint did not appear to meet the formal requirements and that any correction had to be filed within the appeal period, his subsequent submissions still failed to specify, with reference to the cantonal judgment, which constitutional rights had allegedly been violated. The Federal Supreme Court held that no valid appeal had been filed and therefore did not enter into the case. Given the circumstances, it waived court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 95 ff., Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for an appeal against a cantonal decision applying cantonal law. Where only constitutional violations may be invoked, the appellant must plead them expressly, clearly and in detail with reference to the challenged reasoning; the Federal Supreme Court does not examine alleged violations of cantonal law of its own motion. The qualified duty to state reasons requires a substantiated critique of the cantonal decision; a merely general or conclusory submission is insufficient. If these requirements are not met despite prior warning and the defect is not cured within the appeal period, the court will not enter into the complaint (consid. 1). In such circumstances, costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
8C_693/2011

Urteil vom 12. Oktober 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
Z.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stadt X.________,
vertreten durch Sozialdepartement,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. August 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des Z.________ vom 13. September 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. August 2011,

in die Mitteilung des Bundesgerichts an Z.________ vom 15. September 2011, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Begehren und Begründung nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich ist,

in die daraufhin von Z.________ dem Bundesgericht zugesandte Eingabe vom 27. September 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund bildet; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (BGE 135 V 94 E. 1 S. 95),
dass hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht gilt, weshalb insofern eine qualifizierte Rügepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; vgl. auch BGE 133 IV 286 ff.),

dass es daher der Beschwerde führenden Person obliegt (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen, die nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben), klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit weiteren Hinweisen),
dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 13. und 27. Septem-ber 2011 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht gerecht werden, weil darin - abgesehen von der Einreichung eines rechts-genüglichen Begehrens - namentlich nicht anhand der vorinstanz-lichen Erwägungen konkret und detailliert aufgezeigt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern diese durch das angefoch-tene Urteil des kantonalen Gerichts verletzt worden sein sollen, wobei die Beschwerde insbesondere die gesetzlichen Erfordernisse der qualifizierten Rügepflicht hinsichtlich eines zulässigen Beschwerde-grundes im Sinne von Art. 95 ff. BGG nicht erfüllt,

dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerde- führers, kein gültiges Rechtsmittel erhoben wurde, obwohl das Bun-desgericht auf die entsprechenden Anforderungen an Beschwerden und die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Möglichkeit einer Verbesserung der Eingabe in der Mitteilung vom 15. September 2011 eigens hingewiesen hatte,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Oktober 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

social welfareinadmissibilitysubstantiationconstitutional complaintqualified pleading burdencourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the complaint satisfied the Federal Supreme Court's formal and substantive admissibility requirements.

Decisão extraída

No valid appeal was filed because the submissions did not clearly and specifically show, with reference to the cantonal court's reasoning, which constitutional rights were allegedly violated and how.

Fundamentação extraída

A complaint against a decision applying cantonal law must, for constitutional grievances, meet the qualified pleading burden. The appellant's filings did not substantiate any admissible ground under Art. 95 ff. BGG and thus were manifestly insufficient.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed despite inadmissibility.

Decisão extraída

No court costs were charged in view of the circumstances.

Fundamentação extraída

The court exercised discretion under the BGG cost provision and waived costs.

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