Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

8C_655/2011Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV21 de out. de 2011Inadmissible

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The claimant appealed a cantonal decision in an accident-insurance dispute to the Federal Supreme Court, but his filing lacked a proper request and did not substantiate any violation of law or incorrect fact-finding. After inviting him to cure defects, the court still found the appeal insufficient. The president therefore applied the simplified procedure and declined to enter into the appeal. No court costs were charged exceptionally, but the request for free legal representation was rejected as the appeal was hopeless.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; genügende Begründung der Beschwerde: Das Rechtsmittel hat einen rechtsgenüglichen Antrag und eine Auseinandersetzung mit den für den Ausgang des vorinstanzlichen Entscheids massgebenden Erwägungen zu enthalten; es ist darzulegen, welche Bundesrechtssätze oder verfassungsmässigen Rechte verletzt worden sein sollen. Bloss appellatorische Kritik, pauschale Verweisungen oder das blosse Aufführen von Gesetzesbestimmungen genügen nicht. Fehlt eine solche Begründung, ist im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung setzt Erfolgsaussichten voraus; bei Aussichtslosigkeit ist es abzuweisen (Art. 64 BGG). Kostenerlass nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG bleibt ausnahmsweise vorbehalten.

Texto completo

{T 0/2}
8C_655/2011

Urteil vom 21. Oktober 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
Q.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 17. August 2011.
Nach Einsicht
in die Beschwerde des Q.________ vom 31. August 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 17. August 2011 (VV.2011.139/E),

in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 2. September 2011 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) mit Eingabe vom 12./13. September 2011 erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 15. September 2011, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit und auf die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung hingewiesen worden ist,

in die daraufhin dem Bundesgericht von Q.________ am 26. September 2011 (Poststempel) zugestellte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt ebenso wenig (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.) wie blosse Verweisungen bzw. Fragestellungen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; 131 III 384 E. 2.3 S. 387 f.; 130 I 290 E. 4.10 S. 302; vgl. auch Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 53 sowie 56 f. zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),

dass die Eingaben des Beschwerdeführers den genannten Mindestanforderungen nicht gerecht werden, da sie kein rechtsgenügliches Begehren enthalten und in der Begründung in keiner Weise dargelegt wird, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 BGG unrichtig oder unvollständig festgestellt haben sollte, woran auch die blosse Enumerierung verschiedener Artikel u.a. des UVG und der UVV nichts ändert,
dass deshalb offensichtlich kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl der angefochtene vorinstanzliche Entscheid gemäss Verfügung des Bundesgerichts vom 2. September 2011 nachgereicht wurde,
dass somit auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren ausnahmsweise abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit das sinngemässe Begehren um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos ist,

dass hingegen das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung zufolge Aussichtslosigkeit der Rechtsvorkehr abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1-3 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. Oktober 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

non-entryformal requirementssubstantiationappeal admissibilitylegal aidcourt costssocial insurance

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal satisfied the formal requirements of Art. 42 BGG and could be heard.

Decisão extraída

No. The filing lacked a proper request and did not show, even in summary form, how the cantonal decision violated federal law or wrongfully established the facts.

Fundamentação extraída

The appellant did not engage with the decisive reasoning of the lower court; merely listing statutory provisions or raising appellatory criticism does not meet the substantiation requirement.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Decisão extraída

No court costs were imposed exceptionally.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, the court exercised its discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

Questão jurídica principal

Whether free legal aid and representation should be granted.

Decisão extraída

Free legal representation was refused because the appeal had no prospects of success; the request for free judicial assistance became moot.

Fundamentação extraída

Under Art. 64 BGG, counsel is only granted if the legal step is not hopeless; this appeal was clearly unsuccessful.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.