Inadmissibility of appeal for insufficient reasoning

8C_642/2010Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV24 de set. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

The insured person appealed the Lucerne cantonal court's refusal of an invalidity pension. The Federal Supreme Court held that the complaint did not meet the requirements of Art. 42 BGG because it did not engage with the decisive reasoning of the lower court, which had based the denial of a pension on the absence of a sufficient disability degree in adapted work. The appeal was therefore not entered into under the simplified procedure. No court costs were imposed.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; an appeal must contain case-specific requests and reasoning that confronts the decisive considerations of the challenged decision. A mere reference to facts or evidence concerning the appellant's incapacity in the former occupation does not suffice where the cantonal court based its ruling on residual earning capacity in adapted work. If the reasoning defect is manifest, the President may decide in the simplified procedure not to enter into the appeal; court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
8C_642/2010

Urteil vom 24. September 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
T.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 8. Juli 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 9. August 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 8. Juli 2010,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 10. August 2010 an T.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin am 3. September 2010 eingereichte Beschwerdeergänzung,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennt dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass die Begründung sachbezogen sein muss, d.h. sie muss sich auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids beziehen, die ausschlaggebend für dessen Ergebnis sein sollen,
dass die Vorinstanz einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit der Begründung ablehnte, es fehle beim Versicherten am hierfür gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG geforderten Invaliditätsgrad von mindestens 40 %,
dass der Beschwerdeführer letztinstanzlich lediglich auf eine ärztliche Untersuchung vom 10. Juni 2008 verweist, wonach er in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei,
dass damit in keiner Weise aufgezeigt ist, inwiefern die diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid rechtswidrig sein sollen, wonach für die Invaliditätsbemessung nicht die Leistungsfähigkeit im angestammten Beruf, sondern in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit entscheidend sei, und hierfür auf die mit dem ärztlichen Bericht vom 10. Juni 2008 nicht im Widerspruch stehenden Abklärungen der BEFAS abgestellt werden könne,
dass der Begründungsmangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden wird,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 24. September 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Palavras-chave

invalidity insuranceinadmissibilityreasoning requirementadapted worksimplified procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal met the statutory requirements of reasoning and prayers for relief.

Decisão extraída

The appeal did not comply with the mandatory reasoning requirements because it failed to address the decisive grounds of the cantonal judgment.

Fundamentação extraída

An appeal must state requests and reasons; the arguments must be case-specific and show why the challenged reasoning is unlawful. Merely referring to a medical report about incapacity in the former job did not address the cantonal court's decisive finding that employability in adapted work was relevant for disability assessment.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No court costs were levied.

Fundamentação extraída

Given the applicable rule on costs, the court waived the collection of court fees.

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