Non-entry for insufficiently reasoned IV appeal

8C_569/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV20 de jul. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

B.________ appealed a cantonal judgment in an invalidity insurance dispute. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the requirements of Art. 42 BGG because it contained neither a sufficient prayer for relief nor a reasoned challenge to the lower court's decisive reasoning. It therefore did not enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. Given the circumstances, the Court waived the imposition of court costs.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 95 ff. BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Eintreten auf Beschwerde setzt ein taugliches Rechtsbegehren und eine hinreichende Begründung voraus. Die beschwerdeführende Partei hat sich in gedrängter Form mit den entscheidwesentlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen und darzutun, inwiefern Bundesrecht verletzt sein soll; blosse appellatorische Kritik genügt nicht. Fehlt es daran offensichtlich, ist im vereinfachten Verfahren nicht auf die Beschwerde einzutreten. Von Gerichtskosten kann ausnahmsweise abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texto completo

{T 0/2}
8C_569/2012

Urteil vom 20. Juli 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Thurgau, St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. Mai 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der B.________ vom 13. Juli 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 23. Mai 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,

dass die Beschwerde vom 13. Juli 2012 den vorgenannten Erforder-nissen offensichtlich nicht gerecht wird, da sie kein rechtsgenügliches Begehren und auch keine ausreichende Begründung enthält, indem sich die Versicherte mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, in-wiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen eine Rechts-verletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. - soweit überhaupt beanstandet - eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,

dass deshalb auf die - offensichtlich unzulässige und auch ungebührliche Züge aufweisende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 20. Juli 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

invalidity insuranceadmissibilityreasoned appealnon-entrycourt costssimplified procedure

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal satisfied the requirements of Art. 42 BGG and Art. 95 ff. BGG.

Decisão extraída

No. The submission lacked a proper prayer for relief and did not sufficiently address the cantonal court's reasoning.

Fundamentação extraída

The appellant did not concretely engage with the determinative reasoning of the lower court and did not show any violation of federal law or, where alleged, manifestly incorrect fact-finding.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged for the federal proceedings.

Decisão extraída

No court costs were imposed in view of the circumstances.

Fundamentação extraída

The court exercised discretion to refrain from charging costs under Art. 66(1) second sentence BGG.

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