Non-entry for insufficiently reasoned appeal

8C_468/2012Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV28 de jun. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

The insured person appealed a Federal Administrative Court decision in an invalidity insurance case. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG because it failed to address the decisive considerations of the lower court and did not properly allege any violation of federal law or deficient fact-finding. The court therefore issued a non-entry decision under Art. 108 para. 1 lit. b BGG without granting time to cure the defect. It also waived court costs under Art. 66 para. 1 sentence 2 BGG.

Sumário Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde an das Bundesgericht. Die Rechtsmittelschrift hat sich in gedrängter Form mit den für den Ausgang des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinanderzusetzen und darzulegen, inwiefern Recht verletzt sein soll; blosse appellatorische Kritik genügt nicht. Wird weder eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG noch eine entscheidwesentliche offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung nach Art. 97 Abs. 1 BGG substanziiert gerügt, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren ohne Nachfristansetzung nicht einzutreten (vgl. auch Art. 108 BGG; E. 1). Bei den in Art. 108 Abs. 1 BGG erfassten Fällen kann die Kostenauflage ausnahmsweise unterbleiben (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texto completo

{T 0/2}
8C_468/2012

Urteil vom 28. Juni 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
D.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom

  1. Mai 2012.
    Nach Einsicht
    in die Beschwerde des D.________ vom 30. Mai 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Mai 2012,

in die nach Erlass der Verfügung des Bundesgerichts vom 5. Juni 2012 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) am 15. Juni 2012 (Poststempel) erfolgte Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass die Beschwerde vom 30. Mai 2012 den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht genügt, da sich der Versicherte mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das erstinstanzliche Gericht mit seinen Erwägungen eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. - soweit überhaupt beanstandet - eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,

dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage des Beschwerdeführers, kein gültiges Rechtsmittel erhoben worden ist, obwohl der angefochtene vorinstanzliche Entscheid gemäss Verfügung des Bundesgerichts vom 5. Juni 2012 nachgereicht worden ist,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. Juni 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Palavras-chave

inadmissibilityreasoning requirementinvalidity insurancenon-entrycourt costssimplified procedure

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal met the statutory reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Decisão extraída

No. The appellant did not engage with the decisive reasoning of the lower court and did not sufficiently show a legal violation or manifestly incorrect fact-finding.

Fundamentação extraída

Under Art. 42 paras. 1-2 BGG, an appeal must state requests and reasons and specifically address the challenged decision. The filing failed to do so, so no valid legal remedy was lodged.

Questão jurídica principal

Whether the court should grant a grace period to cure the defective appeal.

Decisão extraída

No. In the circumstances, the court proceeded without setting a time limit for correction.

Fundamentação extraída

For non-entry under Art. 108 para. 1 lit. b BGG, the court may refuse to admit the appeal without fixing an additional period to improve it.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be levied.

Decisão extraída

No court costs were imposed because the circumstances justified waiving them.

Fundamentação extraída

The court relied on Art. 66 para. 1 second sentence BGG to refrain from charging costs.

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