Inadmissibility of appeal against interim decision on time restoration

8C_302/2009Tribunal Federal / Divisão de Direito Público IV24 de abr. de 2009Inadmissible

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The Federal Supreme Court held that the cantonal ruling granting restoration of the appeal deadline was an independently issued interim decision. SUVA failed to show either an irreparable disadvantage or that immediate review would avoid extensive evidentiary proceedings. The appeal therefore did not meet the admissibility requirements of Art. 93 BGG and was dismissed in summary non-entry proceedings. SUVA was ordered to pay court costs of CHF 300.

Sumário Omnilex

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a separately notified cantonal decision restoring a lapsed appeal deadline. A decision that merely allows an out-of-time cantonal appeal to be heard is, as a rule, an interim decision; its challenge before the Federal Supreme Court is admissible only if one of the conditions of Art. 93 Abs. 1 lit. a or lit. b BGG is strictly satisfied. The possibility of contesting the timeliness or the reinstatement issue together with the appeal against the final decision precludes irreparable legal disadvantage within the meaning of lit. a. The procedural economy exception of lit. b is to be applied restrictively and requires a substantial saving of time and costs for extensive evidence. If these requirements are absent, the appeal is inadmissible under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG (consid. 1).

Texto completo

{T 0/2}
8C_302/2009

Urteil vom 24. April 2009
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdeführerin,

gegen

S.________, Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. E. Ronald Pedergnana.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 6. März 2009.

Nach Einsicht
in den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. März 2009, mit welchem die Beschwerde des S.________ vom 3. Februar 2009 gegen den Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 23. Dezember 2008 "unter Wiederherstellung der am 2. Februar 2009 abgelaufenen Beschwerdefrist als rechtzeitig entgegen genommen" erachtet wurde und "auf die Beschwerde vom 3. Februar 2009 (...) eingetreten" werde,
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, mit welcher die SUVA beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und "das bei der Vorinstanz eingereichte Gesuch des Beschwerdegegners um Wiederherstellung der am 2. Februar 2009 abgelaufenen Beschwerdefrist sei abzuweisen"; "auf die bei der Vorinstanz eingereichte Beschwerde vom 3. Februar 2009 sei nicht einzutreten",

in Erwägung,
dass es sich beim angefochtenen kantonalen Entscheid, entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin, nicht um einen Endentscheid, sondern um einen - selbstständig eröffneten - Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 E. 4.1.1 und 4.1.3 S. 480 f.; anders die Qualifizierung des hier nicht gegebenen Falles eines Nichteintretensentscheides, mit dem die Wiederherstellung einer Frist abgelehnt wird, als Endentscheid: 9C_753/2007 vom 29. August 2008, E. 1 und 5A_729/2007 vom 29. Januar 2008, E. 1),
dass die Zulässigkeit der Beschwerde somit - alternativ - voraussetzt, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG; s.a. BGE 135 II 30 E. 1.3.2 S. 34),
dass die Voraussetzungen gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG im vorliegenden Fall entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht gegeben sind, weil die Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde bzw. der Wiederherstellung der Beschwerdefrist gegebenenfalls im Rahmen der Anfechtung des Endentscheides vor Bundesgericht gerügt resp. überprüft werden kann (Art. 93 Abs. 3 BGG; dazu Urteil 4A_109/2009 vom 16. April 2009), woran der Hinweis auf das - noch unter der Herrschaft des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 ergangene - Urteil K 49/02 vom 23. September 2002 nichts ändert (vgl. auch die im Zusammenhang mit der Anfechtung vorinstanzlicher Rückweisungsentscheide im Vergleich zur früheren Praxis nach OG geänderte Rechtslage gemäss Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005: BGE 133 V 477 E. 1 und 3 S. 479 f.),
dass die Gutheissung der Beschwerde zwar sofort einen Endentscheid herbeiführen würde, damit aber kein nach der Rechtsprechung bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erspart würde, zumal auch insoweit die selbstständige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden aus prozessökonomischen Gründen eine Ausnahme darstellt, die restriktiv zu handhaben ist und die Parteien keiner Rechte verlustig gehen, da sie die mit dem Zwischenentscheid zusammenhängenden Fragen mit dem Endentscheid anfechten können (dazu statt vieler nunmehr Urteil 8C_1038/2008 vom 20. April 2009 E. 2.2 mit Hinweisen),
dass die Voraussetzungen für eine Anfechtung des kantonalen Entscheids somit nicht erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG sowie ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 24. April 2009
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Palavras-chave

interim decisiondeadline restorationinadmissibilityirreparable disadvantagesimplified procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the cantonal decision on restoration of the appeal deadline was a separately appealable final decision or an interim decision.

Decisão extraída

The decision was a separately issued interim decision under Art. 93 BGG, not a final decision.

Fundamentação extraída

The timeliness issue could still be reviewed together with an appeal against the future final decision; the case did not involve a non-appealable refusal of reinstatement treated as final.

Questão jurídica principal

Whether the requirements for immediate federal appeal against the interim decision were met under Art. 93 Abs. 1 lit. a or lit. b BGG.

Decisão extraída

Neither an irreparable legal disadvantage nor the saving of considerable time and costs for extensive evidence was shown.

Fundamentação extraída

The appellant could raise the deadline-restoration issue later, and the exception for independently appealable interim decisions must be construed restrictively.

Questão jurídica principal

Whether the federal appeal was admissible at all.

Decisão extraída

The appeal was inadmissible and had to be left unexamined.

Fundamentação extraída

As the conditions of Art. 93 BGG were not met, the simplified non-entry procedure applied.

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