Inadmissibility of complaint in enforcement proceeding

7B.263/2001Tribunal Federal / Divisão Penal II10 de dez. de 2001Dismissed

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A. and B. challenged a cantonal supervisory decision concerning notification of a request for realization in mortgage enforcement. The Federal Supreme Court held that B.'s filing did not meet the requirements of Art. 79(1) OG and that A. impermissibly sought review of substantive debt issues, which lie outside a complaint under Art. 17 SchKG. The court therefore did not enter into the complaint. It also held that the request for free legal aid was moot because the supervisory enforcement proceedings are generally free of charge.

Sumário Omnilex

Art. 17 SchKG; Art. 79 Abs. 1 OG; scope of supervisory complaint in debt enforcement: the complaint is confined to acts of the enforcement authorities and cannot be used to obtain review of substantive civil-law disputes concerning the existence, amount, or extinction of the claim. An appeal to the federal court must specifically demonstrate the alleged violation of federal law; otherwise it is inadmissible. Where the proceedings are, as a rule, cost-free under Art. 20a Abs. 1 SchKG, a request for free legal aid may become moot.

Texto completo

[AZA 0/2]
7B.263/2001/min

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER


  1. Dezember 2001

Es wirken mit: Bundesrichterin Nordmann, Präsidentin der
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin Escher,
Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Levante.


In Sachen

  1. A.________, Beschwerdeführer,
  2. B.________, Beschwerdeführerin,

gegen
den Entscheid vom 31. Oktober 2001 des Obergerichts des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs,

betreffend
Mitteilung des Verwertungsbegehrens,
Aufhebung der Betreibung,

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:
__________________________________________

1.- In der Betreibung auf Grundpfandverwertung Nr. ...
benachrichtigte das Betreibungsamt Luzern den Schuldner A.________ am 29. August 2001 über den Eingang des Verwertungsbegehrens.
Hiergegen erhob A.________ Beschwerde, auf welche der Präsident III des Amtsgerichts X.________ als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 3. Oktober 2001 nicht eintrat. Das Obergericht des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs trat auf den Beschwerde-Weiterzug von B.________ mit Entscheid vom 31. Oktober 2001 nicht ein (Dispositiv-Ziff. 1); den Beschwerde-Weiterzug von A.________ wies es mit gleichem Entscheid ab, soweit darauf eingetreten wurde (Dispositiv-Ziff. 2).

A.________ und B.________ haben den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde mit am 16. November 2001 der Post übergebener Beschwerdeschrift (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen.
Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und sinngemäss die Aufhebung der Betreibung.
Weiter ersuchen sie um unentgeltliche Rechtspflege.

Die obere Aufsichtsbehörde hat keine Gegenbemerkungen angebracht. Weitere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

2.- Die Beschwerdeführerin legt in ihrer Eingabe in keiner Weise dar, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde gegen Bundesrecht verstossen habe (Art. 79 Abs. 1 OG), wenn im angefochtenen Entscheid auf ihren Beschwerde-Weiterzug nicht eingetreten worden ist. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin genügt den Eintretensvoraussetzungen nicht und erweist sich daher als unzulässig.

3.- Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, er habe im kantonalen Beschwerdeverfahren den Nachweis erbracht, dass die in Betreibung gesetzte Forderung getilgt sei, was die obere Aufsichtsbehörde zu Unrecht übergangen habe; sodann sei die Aberkennungsklage infolge eines Fehlers seines damaligen Rechtsvertreters als erledigt abgeschrieben worden, und er habe daher keine materiellen Einwände gegen die Forderung geltend machen können. Diese Vorbringen gehen alle fehl: Der Gegenstand der Beschwerde gemäss Art. 17 SchKG ist - wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat - auf Handlungen der Vollstreckungsorgane beschränkt; im Beschwerdeverfahren wird nur über deren Verfahrenstätigkeit entschieden, nicht über materiellrechtliche Fragen. Da der Beschwerdeführer in keiner Weise darlegt, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt seien, kann auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG).

4.- Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 1 SchKG). Damit ist auch das Begehren der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos.

Demnach erkennt
die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
_________________________________________

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Beschwerdegegnerin (Bank Z.________), dem Betreibungsamt der Stadt Luzern und dem Obergericht des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 10. Dezember 2001

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Die Präsidentin:

Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

debt enforcementsupervisory complaintadmissibilityscope of reviewrealization requestlegal aid

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Questão jurídica principal

Whether B.'s appeal met the federal admissibility requirements.

Decisão extraída

B.'s submission did not explain any violation of federal law and was therefore inadmissible.

Fundamentação extraída

The complaint failed to satisfy Art. 79(1) OG because it did not show how the cantonal supervisory authority had violated federal law when it refused to enter into the appeal.

Questão jurídica principal

Whether A.'s complaint could challenge the merits of the claimed debt and the dismissed debt-acknowledgment action.

Decisão extraída

No; the supervisory complaint under Art. 17 SchKG is limited to acts of enforcement officials and does not decide substantive debt issues.

Fundamentação extraída

The appellant's arguments about payment and the prior action concerned substantive questions outside the scope of supervisory review; he also failed to identify any violated federal rule with sufficient clarity.

Questão jurídica principal

Request for free legal aid

Decisão extraída

The request became moot because enforcement supervisory proceedings are in principle free of charge.

Fundamentação extraída

Since the proceedings are generally cost-free under Art. 20a(1) SchKG, there was no need to decide the request.

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