Complaint inadmissible for lack of reasoning and late supplement

7B.193/2001Tribunal Federal / Divisão Penal II27 de set. de 2001Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The debtor challenged the valuation of a pledged property in foreclosure proceedings. The cantonal upper supervisory authority had not entered into the appeal, holding that the complaint did not meet the minimum reasoning requirements and that valuation after the realization request was proper. The Federal Supreme Court held that the federal complaint was inadmissible because the appellant failed to explain a violation of federal law and because a later supplement filed after expiry of the ten-day deadline could not be considered. The complaint was therefore not entertained.

Sumário Omnilex

Art. 79 Abs. 1 OG; complaint against a cantonal supervisory decision in debt enforcement proceedings must set out concretely in what respect the decision violates federal law; mere disagreement with the outcome is insufficient. The federal complaint period under Art. 17 Abs. 2, 18 Abs. 1 and 19 Abs. 1 SchKG is a forfeiture period; submissions lodged after its expiry, including supplements or new arguments, are inadmissible and ignored. Under Art. 31 Abs. 1 and 3 SchKG the time limit runs from the day after service and expires on the next working day if the last day falls on a Saturday. A complaint that neither addresses the reasoning defect nor the alleged substantive error is inadmissible.

Texto completo

[AZA 0/2]
7B.193/2001/LEV/bnm

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER


  1. September 2001

Es wirken mit: Bundesrichter Meyer, präsidierendes Mitglied
der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichter
Bianchi, Bundesrichter Raselli und Gerichtsschreiber Levante.


In Sachen
A.________, Beschwerdeführer,

gegen
den Entscheid vom 13. Juli 2001 des Obergerichts des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs,

betreffend
Liegenschaftsschätzung,
wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1.- In der Betreibung auf Grundpfandverwertung (Zahlungsbefehl Nr. x) gegen den Schuldner A.________ verlangte die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern am 24. Oktober 2000 beim Betreibungsamt Z.________ die Verwertung der Liegenschaft "Y.________" (Grundstück Nr. xx, Grundbuch Z.________). Das Betreibungsamt Z.________ beauftragte das Konkursamt W.________ mit der Verwertung der Liegenschaft.
Am 25. Mai 2001 teilte das Konkursamt W.________ A.________ mit, dass am 7. Juni 2001 die Schätzung des Grundstückes durchgeführt werde. Hiergegen erhob A.________ Beschwerde, welche der Amtsgerichtspräsident W.________ als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 11. Juni 2001 abwies; auf den Beschwerde-Weiterzug trat das Obergericht des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 13. Juli 2001 nicht ein.

A.________ hat den Entscheid vom 13. Juli 2001 des Obergerichts des Kantons Luzern mit Beschwerdeschrift vom 2. August 2001 (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Er beantragt sinngemäss, der angefochtene Nichteintretensentscheid des Obergerichts und die Betreibung seien aufzuheben.

Das Obergericht hat keine Gegenbemerkungen angebracht.
Andere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

2.- Die 10-tägige Beschwerdefrist für die Weiterziehung des Entscheides der oberen Aufsichtsbehörde vom 13. Juli 2001 an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts begann für den Beschwerdeführer nach der Zustellung dieses Entscheides am 25. Juli 2001 mit dem 26. Juli 2001 zu laufen (Art. 31 Abs. 1 SchKG) und endigte am 4. August 2001, verlängerte sich aber, weil dieser Tag ein Samstag war, bis zum nächstfolgenden Montag, dem 6. August 2001 (Art. 31 Abs. 3 SchKG). Bei der Beschwerdefrist (Art. 17 Abs. 2, Art. 18 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1 SchKG) handelt es sich um eine Verwirkungsfrist; verspätete Anträge, Begründungen oder Beschwerdeergänzungen sind unbeachtlich (BGE 114 III 5 E. 3, m.H.). Die nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Beschwerdeergänzung vom 9. August 2001 (Postaufgabe am 11. August 2001) erweist als verspätet und kann daher nicht berücksichtigt werden.

3.- Die obere Aufsichtsbehörde hat zur Begründung ihres Nichteintretensentscheides festgehalten, der Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, inwiefern die Erstinstanz zu Unrecht die Beschwerde abgewiesen habe; die Eingabe des Beschwerdeführers genüge den minimalen Begründungsanforderungen nicht.
Im Übrigen hat die obere Aufsichtsbehörde (unter Hinweis auf die Ausführungen der Erstinstanz) erwogen, dass nach Mitteilung des Verwertungsbegehrens das beauftragte Konkursamt zu Recht die Schätzung der zu verwertenden Liegenschaft angeordnet habe.

Art. 79 Abs. 1 OG verlangt, dass in der Beschwerdeschrift angegeben wird, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Bundesrecht verstossen soll. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. August 2001 genügt diesen Anforderungen nicht. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde die bundesrechtlichen Anforderungen an den Inhalt seiner Beschwerdeschrift unrichtig, insbesondere zu streng angewendet habe (vgl. Gilliéron, Commentaire de la LP, N. 234 zu Art. 17 SchKG, m.H.; Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, N. 39 zu Art. 20a SchKG, m.H.), wenn sie auf die Beschwerde nicht eingetreten ist. Ebenso wenig setzt er auseinander, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde Bundesrecht (vgl. Art. 155 Abs. 1 i.V.m. Art. 97 Abs. 1 SchKG; Art. 99 Abs. 1 i.V.m. 9 Abs. 1 VZG) verletzt habe, wenn sie zur Auffassung gelangt ist, nach Mitteilung des Verwertungsbegehrens habe das beauftragte Konkursamt das Pfandobjekt zu schätzen. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unzulässig.

Demnach erkennt
die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
_________________________________________

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Konkursamt W.________ und dem Obergericht des Kantons Luzern (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 27. September 2001

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTSDas präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

debt enforcementpledged propertyvaluationadmissibilityreasoning requirementtime limitforfeiture periodnon-entry

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the complaint to the Federal Supreme Court was sufficiently reasoned under Art. 79 Abs. 1 OG.

Decisão extraída

It was not. The filing did not explain how the cantonal non-entry decision violated federal law.

Fundamentação extraída

Art. 79 Abs. 1 OG requires the complaint to state why the challenged decision violates federal law. The appellant failed to address the legal standards applicable to the cantonal authority's non-entry decision.

Questão jurídica principal

Whether the supplementary filing submitted after the complaint deadline could be considered.

Decisão extraída

No. The supplementary filing was late and therefore disregarded.

Fundamentação extraída

The federal complaint deadline is a forfeiture period under the SchKG; late arguments, requests, and supplements have no effect. The supplement filed after expiry could not be taken into account.

Questão jurídica principal

Whether the complaint as a whole was admissible.

Decisão extraída

No. Because the complaint was both insufficiently reasoned and, in part, supplemented out of time, it was inadmissible overall.

Fundamentação extraída

The appellant did not show any violation of federal law by the cantonal authority's non-entry decision or by its view that the entrusted bankruptcy office had to appraise the pledged asset after notice of the realization request.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.