Revision of Federal Supreme Court judgment inadmissible

6F_8/2010Tribunal Federal / Divisão Penal22 de jun. de 2010Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court held that the applicant's request to revise judgment 6B_279/2010 was inadmissible because he did not invoke any statutory revision ground under Arts. 121-123 BGG. His submissions amounted only to an attempt to relitigate the earlier evidentiary and jurisdictional assessment regarding the alleged traffic offence. The Court therefore declined to enter into the revision request and ordered the applicant to pay court costs of CHF 1,000.

Sumário Omnilex

Arts. 121-123 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment; exhaustive nature of revision grounds. Revision is admissible only if one of the statutory grounds is specifically invoked and substantiated. Mere criticism of the earlier assessment of evidence or repetition of arguments already rejected does not constitute a revision ground. If the application fails to identify any revision basis, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. Court costs are borne by the unsuccessful applicant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
6F_8/2010

Urteil vom 22. Juni 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Josef Ackermann,
Gesuchsteller,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, 6300 Zug,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Revision des Urteils des Schweizerischen Bundesgerichts 6B_279/2010 vom 20. April 2010,

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgericht trat mit Urteil 6B_279/2010 vom 20. April 2010 auf eine Beschwerde des Gesuchstellers nicht ein, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht entsprach. Es hielt fest, dass unter diesen Umständen im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden könne, wo der Gesuchsteller die Verkehrsregeln verletzt haben soll und welcher Kanton für deren Beurteilung zuständig sei.

Der Gesuchsteller wendet sich mit einem Revisionsbegehren an das Bundesgericht. Er macht geltend, im Kanton Zug keine Verkehrsregeln verletzt zu haben. Der Tatort liege im Kanton Luzern und falle daher nicht in den Zuständigkeitsbereich der Zuger Gerichte. Entgegen der Ansicht des Bundesgerichts könne sehr wohl geprüft werden, ob der Kanton Zug für die Beurteilung der Anschuldigung zuständig sei. Massgeblich seien die Aussagen des Verzeigers und des Zeugen. Er habe Anspruch auf rechtliches Gehör und ersuche um einen Entscheid.

Die Gründe, welche zur Revision eines bundesgerichtlichen Urteils führen sind in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend aufgezählt. Einen solchen Grund macht der Gesuchsteller nicht geltend, und aus seinen Ausführungen ergibt sich nicht der geringste Hinweis auf einen Revisionstatbestand. Was er vorbringt, beschränkt sich vielmehr - wie bereits im Verfahren 6B_279/2010 - auf eine rein appellatorische Kritik an der erstinstanzlichen Beweiswürdigung betreffend die Frage der kantonalen Zuständigkeit in Bezug auf die begangene Verkehrsregelverletzung. Das Revisionsgesuch ist damit offensichtlich unzulässig. Dass und inwieweit der Gehörsanspruch des Gesuchstellers verletzt worden sein soll, ist nicht ersichtlich.
Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Strafrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Juni 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint Hill

Palavras-chave

revisioninadmissibilitycourt costssubstantiationjurisdictionevidence assessment

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Questão jurídica principal

Whether the request for revision met any statutory revision ground under the BGG

Decisão extraída

No revision ground was invoked or discernible from the submissions; the request merely repeated appellate criticism of the prior assessment.

Fundamentação extraída

Revision grounds under Arts. 121-123 BGG are exhaustive. The applicant's arguments did not point to any such ground and only challenged the earlier evidentiary assessment and jurisdictional conclusion.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged to the applicant

Decisão extraída

Yes. The applicant must bear the costs of the proceedings.

Fundamentação extraída

As the revision request was inadmissible, costs were imposed on the applicant under Art. 66(1) BGG.

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