projetos
6F_18/2013 ΓÇó Revision of inadmissibility decision denied
6F_18/2013Tribunal Federal / Divisão Penal26 de nov. de 2013Dismissed
The Federal Supreme Court considered a request to revise its earlier judgment 6B_824/2013, which had found the applicant's complaint inadmissible because it contained only impermissible appellate criticism. The applicant invoked Arts. 121, 122 and 123 BGG, but merely restated her version of events and attempted to supplement a defective filing. The Court held that revision cannot be used to cure an insufficient submission and that no ECtHR judgment existed to trigger Art. 122 BGG. The revision request was therefore dismissed insofar as it could be entertained. Court costs of CHF 1,000 were charged to the applicant; no compensation was awarded to respondent 2.
Art. 121-123 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is limited to the exhaustively enumerated statutory grounds; revision may not serve to cure a deficient submission or to repeat appellatory criticism. Art. 122 BGG presupposes a judgment of the European Court of Human Rights finding a violation of the Convention or its Protocols. Absent a cognizable revision ground, the request is inadmissible or must be dismissed insofar as it can be considered (consid. 1). Court costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG; no compensation is due to a respondent without compensable expenses (consid. 2).
{T 0/2}
6F_18/2013
Urteil vom 26. November 2013
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Denys,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchstellerin,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
2. Y.________,
Gesuchsgegnerinnen.
Gegenstand
Revisionsgesuch in Bezug auf das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 6B_824/2013 vom 30. September 2013.
Das Bundesgericht trat mit Urteil 6B_824/2013 vom 30. September 2013 auf eine Beschwerde der Gesuchstellerin nicht ein, weil sie nur unzulässige appellatorische Kritik enthielt. Die Gesuchstellerin beantragt die Revision dieses Urteils. Soweit sie keinen der in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend aufgezählten Revisionsgründe geltend macht, sind ihre Ausführungen unzulässig.
In ihrer ersten Eingabe vom 28. Oktober 2013 nennt die Gesuchstellerin Art. 123 BGG (act. 2). Indessen schildert sie lediglich die Angelegenheit aus ihrer Sicht und holt "das nach, was ich in meiner ersten Anklage versäumte, verständlich auszudrücken" (S. 5). Das Institut der Revision kann jedoch nicht dazu benutzt werden, eine mangelhafte Eingabe nachträglich zu verbessern. Inwieweit einer der Revisionsgründe von Art. 123 BGG gegeben sein könnte, ist nicht ersichtlich.
In ihrer zweiten Eingabe vom 11. November 2013 bezieht sich die Gesuchstellerin auf Art. 122 BGG (act. 5). Dieser Revisionsgrund ist erfüllt, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem Urteil festgestellt hat, dass die Menschenrechtskonvention oder die Protokolle dazu verletzt worden sind. Zum vorliegenden Fall liegt eine solche Feststellung des Europäischen Gerichtshofes nicht vor. Die Rüge der Gesuchstellerin, es seien die Menschenrechte verletzt worden, ist im Rahmen eines Revisionsverfahrens nicht zu hören.
Das Revisionsgesuch ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Gerichtskosten sind der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Gesuchsgegnerin 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. November 2013
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Mathys
Der Gerichtsschreiber: C. Monn