Non-entry for late payment of advance on costs

6B_975/2009Tribunal Federal / Divisão Penal22 de dez. de 2009Dismissed

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Resumo Omnilex

The appellant challenged the Zurich High Court judgment in a criminal matter concerning sentencing and conditional execution. The Federal Criminal Court refused to enter into the appeal because the required advance on costs was not paid within the deadline. A second request for an extension, filed after expiry of the set deadline, was too late to be considered. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 500, reduced in view of his financial situation.

Sumário Omnilex

Art. 62 Abs. 3 und Art. 108 BGG; Nichteintreten wegen verspäteter Zahlung des Kostenvorschusses und verspätetem Gesuch um erneute Fristerstreckung. Ist eine Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses unter Androhung des Nichteintretens angesetzt worden, führt die fristgerechte Nichtleistung des Vorschusses zum Nichteintreten. Ein Gesuch um weitere Fristerstreckung muss vor Ablauf der gesetzten Frist eingereicht werden; verspätete Gesuche bleiben unbeachtlich. Die Gerichtsgebühr ist nach Art. 66 Abs. 1 BGG der unterliegenden Partei aufzuerlegen und kann nach Art. 65 Abs. 2 BGG ihrer finanziellen Lage angepasst werden.

Texto completo

{T 0/2}
6B_975/2009

Urteil vom 22. Dezember 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Strafzumessung; bedingter Strafvollzug,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 1. September 2009 (SB090256).
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 10. November 2009 eine Frist bis zum 1. Dezember 2009 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Mit Eingabe vom 1. Dezember 2009 ersuchte er um Fristerstreckung bis 15. Dezember 2009. Bis spätestens an diesem Datum werde er den Kostenvorschuss einbezahlen (act. 9). Mit Verfügung vom 2. Dezember 2009 wurde ihm die in Art. 62 Abs. 3 BGG vorgeschriebene Nachfrist bis 15. Dezember 2009 zur Bezahlung des Kostvorschusses angesetzt mit der Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Mit Eingabe vom 17. Dezember 2009 wendet sich der Beschwerdeführer erneut ans Bundesgericht und ersucht um eine weitere Nachfrist bis 31. Dezember 2009 (act. 11). Das Gesuch ist indessen um zwei Tage verspätet eingereicht worden. Folglich kommt die Ansetzung einer zweiten Nachfrist von vornherein nicht in Betracht. Da der Kostenvorschuss nicht fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Dezember 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Palavras-chave

advance on costsnon-entrydeadlinecriminal appealcourt costsconditional sentence

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Questão jurídica principal

Whether the appeal had to be entered into despite the untimely payment of the advance on costs and the late request for a further extension.

Decisão extraída

The request for a second extension was submitted too late, so a further deadline could not be granted; the appeal was therefore not entered into.

Fundamentação extraída

Under Art. 62(3) BGG, a supplementary deadline had already been set with a warning of non-entry. Because the appellant did not pay the advance within the deadline and the further extension request was filed two days late, non-entry followed under Art. 108 BGG.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs

Decisão extraída

Court costs were imposed on the appellant, taking his financial situation into account.

Fundamentação extraída

As the unsuccessful party, the appellant had to bear the costs under Art. 66(1) BGG; the fee was reduced in light of his financial situation under Art. 65(2) BGG.

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