Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

6B_747/2011Tribunal Federal / Divisão Penal9 de dez. de 2011Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Swiss Federal Supreme Court did not enter into the defendant's complaint against the Zurich High Court's decision. It held that the submission failed to explain adequately why the lower court's findings on her ability to attend a short hearing and on arranging childcare were unlawful or arbitrary. The appeal was therefore inadmissible in summary proceedings under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 108 BGG; admissibility of a complaint with respect to the duty of reasoning; an appeal is inadmissible where it does not engage with the decisive considerations of the cantonal decision and merely asserts violations without substantiation. A claim of arbitrariness under Art. 9 BV must be specifically reasoned; failure to do so justifies non-entry in summary procedure. Facts invoked only to suggest a different appreciation, but without showing legal error in the lower court's assessment, do not satisfy the reasoning requirement (consid. 1). Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
6B_747/2011

Urteil vom 9. Dezember 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Gerichtliche Beurteilung; Willkür,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 5. Oktober 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Das Bezirksgericht Meilen hielt mit Verfügung vom 15. Juli 2010 fest, dass die Beschwerdeführerin einer Hauptverhandlung unentschuldigt fern geblieben sei, und schrieb das Verfahren als durch Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung erledigt ab. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wurde durch das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 5. Oktober 2011 abgewiesen. Die Beschwerdeführerin beantragt vor Bundesgericht, der Beschluss des Obergerichts sei aufzuheben.

Die Vorinstanz führt aus, gemäss einem ärztlichen Zeugnis stehe fest, dass die Beschwerdeführerin für eine ungefähr einstündige Verhandlung problemlos verhandlungsfähig gewesen wäre (angefochtener Entscheid S. 7). Inwieweit diese Erwägung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen oder willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Insbesondere legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwieweit für den vorliegenden Fall ein halber Tag hätte anberaumt werden müssen.

Das Bezirksgericht hatte zudem festgestellt, dass der Sohn der Beschwerdeführerin spätestens drei Tage vor der Verhandlung erkrankt sei, was ihr genügend Zeit gegeben habe, seine Betreuung für die Zeit der Verhandlung zu organisieren (angefochtener Entscheid S. 6). Auch in diesem Punkt ist nicht ersichtlich, was gegen das Recht verstossen könnte. Wie die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger im Arbeitsgesetz geregelt ist, ist für die Beurteilung der vorliegend interessierenden Frage ohne Belang.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Dezember 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Palavras-chave

non-entryreasoning requirementarbitrarinesscriminal procedurecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the complaint was sufficiently reasoned to challenge the cantonal appellate decision under Art. 108 BGG.

Decisão extraída

The complaint did not explain, with reference to federal law or arbitrariness, why the appellate court's reasoning was unlawful.

Fundamentação extraída

The appellant failed to address the decisive findings on her ability to attend a one-hour hearing and on the organization of childcare; therefore the requirements for a properly reasoned appeal were not met.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed on the appellant.

Decisão extraída

Court costs were imposed on the appellant.

Fundamentação extraída

As the appeal was not entered into, the losing party bears the costs under Art. 66(1) BGG.

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