Criminal complaint dismissed insofar as admissible

6B_7/2008Tribunal Federal / Divisão Penal12 de mar. de 2008Dismissed

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Resumo

The appellants challenged a renewed cantonal non-entry decision in a defamation matter after an earlier Federal Supreme Court remand. The Federal Supreme Court held that most of the complaint was inadmissible because it was prolix and appellatory. The only arguable point was whether the cantonal authority had merely repeated its earlier decision; however, the appellants themselves accepted that the lower court had made the supplementary clarifications required after remand. The complaint was therefore dismissed insofar as it could be considered. The request for suspensive effect became moot, and the appellants were ordered to pay CHF 2,000 in court costs jointly and severally.

Regest

Art. 109 BGG; inadmissibility of prolix and appellatory submissions in a criminal complaint; effect of compliance with a prior remand order. A complaint is to be dismissed insofar as admissible when the appellant merely reargues the merits in an appellatory manner. If the sole arguable criticism is that the lower court reproduced its annulled decision, intervention is excluded where the authority has added the clarifications required by the remittal and thus cured the defect. Once the merits are decided, a request for suspensive effect becomes moot. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
6B_7/2008 /hum

Urteil vom 12. März 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Ferrari,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Y.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher
X.________,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichteintretensbeschluss (Verleumdung, ev. üble Nachrede),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 5. November 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Mit Urteil 6B_88/2007 vom 7. Juni 2007 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde gut, soweit darauf eingetreten wurde, weil die Vorinstanz es unterlassen hatte, den Beschwerdeführern von der Vernehmlassung einer Gegenpartei Kenntnis zu geben. Die Vorinstanz hat dies nun nachgeholt und den Rekurs mit Beschluss vom 5. November 2007 erneut abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.

X.________ und Y.________ wenden sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht und beantragen, der Beschluss vom 5. November 2007 sei aufzuheben. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
2.
Auf die weitschweifige, appellatorische und unzulässige Beschwerde ist zur Hauptsache von vornherein nicht einzutreten. Zulässig ist einzig die Rüge, die Vorinstanz habe mit Ausnahme einiger Ergänzungen bezüglich der Replik der Beschwerdeführer genau gleich wie im mit Urteil 6B_88/2007 aufgehobenen Beschluss entschieden (Beschwerde S. 25 Ziff. 43 und 44). Dies ist indessen zulässig, zumal die Vorinstanz, wie die Beschwerdeführer ausdrücklich anerkennen, einige Ergänzungen, die durch ihre Replik notwendig wurden, angebracht hat. In diesem Punkt ist die Beschwerde im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden.
3.
Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. März 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Palavras-chave

criminal complaintinadmissibilityremand compliancesuspensive effectcourt costs