Lack of standing leads to non-entry on criminal complaint appeal

6B_612/2010Tribunal Federal / Divisão Penal3 de ago. de 2010Dismissed

Abrir fonte

Resumo

The Swiss Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s criminal complaint appeal against the St. Gallen Anklagekammer’s non-entry decision concerning alleged fraud, forgery, coercion, extortion and threats. It held that the appellant lacked standing, as already clarified in an earlier Federal Supreme Court judgment. The request for free legal aid was denied because the appeal had no prospect of success. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, taking his financial situation into account.

Regest

Art. 108 BGG; standing to appeal in summary non-entry proceedings; an appeal is inadmissible where the appellant lacks legitimisation, and the Federal Supreme Court may refuse to enter in simplified procedure. Art. 64 BGG: legal aid requires non-hopeless claims; hopeless proceedings justify refusal. Art. 66 Abs. 1 and Art. 65 Abs. 2 BGG: costs are generally borne by the unsuccessful party, with the fee to be adjusted in view of the party’s financial circumstances.

Texto completo

{T 0/2}
6B_612/2010

Urteil vom 3. August 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf Strafklage (Betrug, Urkundenfälschung etc.),

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf eine Strafklage des Beschwerdeführers wegen des Verdachts auf Betrug, Urkundenfälschung, Nötigung, Erpressung und Drohung nicht eingetreten wurde. Wie der Beschwerdeführer seit dem Urteil 6B_607/2010 vom 23. Juli 2009 weiss, ist er zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. August 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Palavras-chave

standingnon-entrycriminal complaintlegal aidcourt costs