Non-entry on criminal complaint; lack of standing and unsubstantiated bias claim

6B_182/2008Tribunal Federal / Divisão Penal13 de mar. de 2008Dismissed

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Resumo

X.________ appealed to the Federal Supreme Court after the Solothurn cantonal appeal chamber had upheld a non-entry decision on his criminal complaint for abuse of office. He alleged that the cantonal judges were biased because they supposedly belonged to the same lodge as the accused. The Federal Supreme Court held that this unsupported assertion did not satisfy the requirements for raising constitutional grievances, and that he lacked standing to pursue the remaining complaints as an allegedly injured party. The appeal was therefore not entered into, and court costs of CHF 800 were imposed on him.

Regest

Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 108 BGG; non-entry into a criminal appeal for insufficient substantiation and lack of standing. A party alleging a violation of fundamental rights must state the grievance with the required particularity; mere unsubstantiated assertions of bias do not suffice. An allegedly injured person is only entitled to appeal to the extent the statutory requirements of standing are met. If these conditions are absent, the Federal Supreme Court may decline to enter the matter in summary proceedings and allocate costs to the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
6B_182/2008 /hum

Urteil vom 13. März 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintretensverfügung (Amtsmissbrauch),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 27. Februar 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf eine Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs nicht eingetreten und im angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete kantonale Beschwerde abgewiesen wurden. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschuldigten und die am angefochtenen Entscheid beteiligten Oberrichter sässen "unter dem gleichen Dach an dem gleichen Tisch, im gleichen Tempel und in der gleichen Logenbruder-Seilschaft", und die Oberrichter seien deshalb parteiisch und befangen. Mit dieser unsubstanziierten Behauptung lässt sich nicht in einer Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise darlegen, dass im kantonalen Verfahren die Grundrechte des Beschwerdeführers verletzt worden sein könnten. Zu den übrigen Rügen ist er als angeblich Geschädigter nicht legitimiert (Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 133 IV 228). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. März 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Palavras-chave

non-entrystandingjudicial biascriminal complaintcostssubstantiation