projetos
6B_174/2009 ΓÇó Non-entry due to insufficient reasoning in compensation complaint
6B_174/2009Tribunal Federal / Divisão Penal13 de mar. de 2009Inadmissible
After the Solothurn public prosecutor closed a theft investigation and awarded the accused CHF 200 for immaterial harm and CHF 200 for lawyer’s fees, the cantonal court rejected his challenge. He then filed a criminal complaint with the Federal Supreme Court seeking higher compensation. The Court held that the complaint did not meet the reasoning requirements for alleging arbitrary application of cantonal law or another violation of federal law, so it could not examine the merits and declined to enter into the matter. In view of the circumstances, it waived court costs.
Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 1 and Art. 108 BGG; requirements for reasoned federal complaints: a complaint must specifically and concretely demonstrate the violation of federal law or arbitrariness in the application of cantonal law. Where the appellant merely requests a different assessment of compensation without addressing the cantonal reasoning, the pleading is insufficient and the Federal Supreme Court will not enter into the matter. Exceptionally, court costs may be waived when the circumstances so justify.
{T 0/2}
6B_174/2009 /hum
Urteil vom 13. März 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Entschädigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 29. Januar 2009.
Erwägungen:
1.
Eine gegen den Beschwerdeführer wegen Diebstahls geführte Strafuntersuchung wurde mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 4. November 2008 eingestellt. Die Kosten wurden auf die Staatskasse genommen und dem Beschwerdeführer gestützt auf § 36 und 37 StPO/SO Entschädigungen für immaterielle Nachteile und für den Beizug einer Anwältin von je Fr. 200.-- ausgerichtet. Den dagegen eingereichten Rekurs wies das Obergericht des Kantons Solothurn am 29. Januar 2009 mit einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung ab. Der Beschwerdeführer gelangt mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht, mit welcher er "angemessene" Entschädigungen nach § 36 und 37 StPO/SO verlangt. Dass und inwiefern das Obergericht das kantonale Recht willkürlich angewendet haben sollte oder sonst gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen haben könnte, geht aus der Beschwerde nicht hervor. Insoweit fehlt es dieser an einer für die materielle Beurteilung des Rechtsmittels hinreichenden Begründung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 1 BGG). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Ausnahmsweise kann unter den gegebenen Umständen auf eine Kostenauflage verzichtet werden.
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. März 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Schneider Arquint Hill