Federal appeal inadmissible because cantonal remedy remained available

6B_139/2009Tribunal Federal / Divisão Penal26 de fev. de 2009Dismissed

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Resumo

The appellant challenged the Basel-Stadt justice authorities' refusal of conditional release from a measure. The Federal Supreme Court held that the challenged cantonal decision was not final because a cantonal recourse was still available according to the appeal instructions. The federal criminal appeal was therefore not admissible and was not entered into under Art. 108 BGG. The request for free legal aid was rejected as hopeless, and reduced court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 78 Abs. 2 lit. b, Art. 80 Abs. 1 and Art. 108 BGG; admissibility of a criminal appeal against the refusal of conditional release from a measure. A federal criminal appeal lies only against a final cantonal decision. If the challenged decision itself indicates that a cantonal remedy is still available, the decision is not final within the meaning of Art. 80 Abs. 1 BGG and the Federal Supreme Court must not enter into the appeal. A manifestly inadmissible appeal is also devoid of prospects of success, so that free legal aid under Art. 64 BGG is to be refused; court costs are imposed on the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG, taking account of his financial situation by means of a reduced fee.

Texto completo

{T 0/2}
6B_139/2009/sst

Urteil vom 26. Februar 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Justizdepartement des Kantons Basel-Stadt,
Amt für Justizvollzug, Strafvollzug, Rheinsprung 16/18, 4001 Basel.

Gegenstand
Prüfung der bedingten Entlassung
(Art. 62d Abs. 1 StGB),

Beschwerde gegen den Entscheid des Amts für Justizvollzug des Kantons Basel-Stadt, Strafvollzug,
vom 11. Februar 2009.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid betreffend die Verweigerung der bedingten Entlassung aus einer Massnahme ist die Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gegeben (Art. 78 Abs. 2 lit. b BGG). In deren Rahmen kann auch die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden. Die als staatsrechtliche Beschwerde bezeichnete Eingabe ist folglich als Beschwerde im Sinne von Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen.
Wie sich aus der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids ergibt, ist dagegen ein kantonaler Rekurs möglich. Der angefochtene Entscheid ist somit nicht letztinstanzlich im Sinne von Art. 80 Abs. 1 BGG. Dass der Beschwerdeführer die Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids beachten sollte, ist ihm im Übrigen seit dem Urteil 6A.108/2008 vom 11. Dezember 2006, welches ebenfalls die Verweigerung einer bedingten Entlassung betraf, bekannt (E. 2). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen.
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Amt für Justizvollzug des Kantons Basel-Stadt, Strafvollzug, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Februar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Palavras-chave

inadmissibilityconditional releasefinal decisioncantonal remedylegal aidcourt costs