Complaint dismissed for insufficient reasoning under Art. 108 BGG

6B_1074/2010Tribunal Federal / Divisão Penal23 de dez. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Criminal Division held that the complaint against the Zurich cantonal parliamentary executive's letter could not be examined because the filing did not satisfy the reasoning requirements. The appellant raised only general assertions about delay and denial of justice and did not explain concretely how the challenged body had violated the law. The complaint was therefore not entered into under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the complainant.

Sumário Omnilex

Art. 108 BGG; admissibility of a federal complaint for lack of substantiation. A complaint must, in relation to the challenged decision and the concrete facts, set out in a reasoned manner which federal rights or legal norms are violated; mere general criticism or abstract legal statements do not suffice. If the pleading fails to engage with the specific grounds of the decision, the court may decline to enter into the matter in summary procedure. Costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
6B_1074/2010

Urteil vom 23. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wiprächtiger, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Rechtsverzögerung, Rechtsverweigerung,

Beschwerde gegen das Schreiben der Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich vom 22. November 2010.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wandte sich im Zusammenhang mit einer Strafanzeige am 16. November 2010 an die Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich (Beilage 2 zur Beschwerde). Die Geschäftsleitung teilte ihm am 22. November 2010 mit, ihr früherer Beschluss vom 30. September 2010 sei rechtskräftig. Weitere Eingaben in dieser Sache würden unbeantwortet zu den Akten gelegt (Beilage 1 zur Beschwerde). Der Beschwerdeführer wendet sich mit "wirksamer EMRK-Beschwerde" gegen das Schreiben vom 22. November 2010 ans Bundesgericht Er macht Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung geltend.

Es kann offen bleiben, ob überhaupt ein anfechtbarer Entscheid vorliegt. Der Beschwerdeführer beschränkt sich auf allgemeine Ausführungen, ohne dass er auf den konkreten Fall eingehen würde. So ist zum Beispiel aus dem Vorbringen, auch die kantonalen gesetzgebenden Behörden seien an das Recht gebunden (Beschwerde S. 4/5 lit. b), nicht ersichtlich, dass und inwieweit die Geschäftsleitung des Kantonsrates das Recht verletzt haben könnte.

Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

3.
Der Beschwerdeführer wird darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht sich vorbehält, weitere offensichtlich unbegründete Eingaben oder Revisionsgesuche in der vorliegenden Angelegenheit ohne Antwort zu den Akten zu legen.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Wiprächtiger C. Monn

Palavras-chave

inadmissibilityreasoning requirementdenial of justicedelay of justicecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the complaint was sufficiently reasoned to be admissible

Decisão extraída

The filing contained only general assertions and did not show how the challenged body had violated the law in the concrete case; the complaint therefore could not be examined on the merits.

Fundamentação extraída

The court held that it could leave open whether an appealable decision existed, because the appellant failed to engage with the specific facts and arguments required for a reasoned federal complaint under the summary inadmissibility procedure.

Questão jurídica principal

Allocation of court costs

Decisão extraída

The court costs were charged to the complainant.

Fundamentação extraída

As the complaint was not admitted, costs followed the outcome.

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