Non-entry for lack of reasoning in detention appeal

6A.23/2001Tribunal Federal / Divisão Penal5 de abr. de 2001Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Court dealt with a challenge to a Schwyz decision ordering the appellant, held in pre-trial detention, into Bostadel for the purpose of early execution of sentence. The appellant filed a federal administrative appeal but provided no reasons and no further filing arrived within the deadline. The Court therefore did not enter into the appeal. It also refused free legal aid because the appeal was hopeless, but waived court costs in the circumstances.

Sumário Omnilex

Art. 36a OG; requirement of reasoning for the administrative appeal: a filing that contains no substantiated grounds and is not supplemented within the time limit is not entered into. Art. 152 Abs. 1 OG; free legal aid is refused where the remedy is manifestly devoid of prospects of success. In such circumstances, the Court may waive the levying of costs.

Texto completo

[AZA 0/2]
6A.23/2001/gnd

KASSATIONSHOF


  1. April 2001

Es wirken mit: Bundesrichter Schubarth, Präsident des
Kassationshofes, Wiprächtiger, Bundesrichterin Escher und
Gerichtsschreiberin Burkart.


In Sachen
A.________, Beschwerdeführer,

gegen
Justizdepartement des Kantons Schwyz,

betreffend
Strafvollzug,
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III, vom 30. Januar 2001),
wird im Verfahren nach Art. 36a OG

in Erwägung gezogen:

1.- A.________ hat am 18. Juni 2000 auf dem Grillplatz eines von ihm mitbewohnten Mehrfamilienhauses in C.________ den 24-jährigen B.________ aus nächster Nähe mit einem Schuss aus einer Pistole getötet.

Am 17. Juli 2000 wurde A.________ ins Gefängnis Stans zum vorzeitigen Strafantritt versetzt. Am 22. August 2000 wurde per 24. August 2000 der Eintritt in die Strafanstalt Bostadel (Menzingen) zum vorzeitigen Strafantritt verfügt. Die Einweisung in diese Anstalt (für Rückfällige) wurde mit Fluchtgefahr begründet.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ Beschwerde mit dem Antrag, er sei in eine Anstalt für Erstmalige im Sinne von Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB einzuweisen.

Mit Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz (Kammer III) vom 30. Januar 2001 wurde die Beschwerde abgewiesen.

Gegen das am 8. Februar 2001 versandte Urteil erhob A.________ mit Eingabe vom 1. März 2001 (Poststempel) Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht.

2.- Die Eingabe vom 1. März 2001 enthält keine Begründung.
Der Beschwerdeführer weist lediglich darauf hin, die nötigen Unterlagen würden umgehend von seinem neuen Rechtsanwalt nachgesandt. Innerhalb der 30-tägigen Begründungsfrist sind indessen keine weiteren Sendungen beim Bundesgericht eingegangen. Auf die Beschwerde ist demzufolge mangels Begründung nicht einzutreten.

3.- Deshalb kann offenbleiben, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorliegend überhaupt gegeben ist (vgl.
Art. 97 OG i.V.m. Art. 5 VwVG, BGE 126 II 506 E. 1b; 117 Ia 257 E. 3c). Denn Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB betrifft nach seinem Wortlaut nur die Frage, in welche Anstalt ein Verurteilter einzuweisen ist. Der Beschwerdeführer befindet sich jedoch im vorläufigen Strafvollzug, weshalb Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB höchstens per analogam angewendet werden kann.

4.- Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht bewilligt werden, da die Beschwerde (mangels Begründung) von vornherein aussichtslos war (Art. 152 Abs. 1 OG). Unter den gegebenen Umständen lässt es sich indessen rechtfertigen, auf eine Kostenerhebung zu verzichten.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.- Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.- Es werden keine Kosten erhoben.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Justizdepartement und dem Verwaltungsgericht, Kammer III, des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt.

_________
Lausanne, 5. April 2001

Im Namen des Kassationshofes
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

Palavras-chave

non-entryreasoned appealfree legal aidpre-trial detentioncourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the administrative appeal against the detention-placement decision could be entered into despite no substantiated reasoning.

Decisão extraída

The court would not entertain the appeal because the filing contained no reasoning and no supplement arrived within the appeal period.

Fundamentação extraída

A bare reference to later submissions does not satisfy the duty to reason the appeal; without timely grounds, the remedy is inadmissible/non-entered under the summary procedure.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Decisão extraída

Free legal aid was refused because the appeal was manifestly hopeless due to the absence of any reasoning.

Fundamentação extraída

An appeal that is procedurally deficient from the outset is not sufficiently promising to justify public funding.

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