Non-entry on subsidiary constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_86/2011Tribunal Federal / Divisão Civil II27 de mai. de 2011Inadmissible

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The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a cantonal decision confirming definitive debt enforcement for CHF 20,086 plus interest and costs. It held that the complaint did not meet the strict reasoning requirements because the complainant failed to engage with the decisive cantonal grounds and merely referred to earlier submissions. The complaint was therefore not entered upon in the simplified procedure. The request for suspensive effect became moot, and court costs of CHF 700 were imposed on the complainant.

Sumário Omnilex

Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 und Art. 116 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde: The complaint must, with specific reference to the challenged reasoning, clearly and in detail indicate which constitutional rights were infringed and how. A mere repetition of prior submissions or a blanket reference to cantonal pleadings does not satisfy the substantiation requirement. If the pleading is manifestly insufficiently reasoned, the Federal Supreme Court will not enter upon it in the simplified procedure; such a defect is not curable under Art. 100 Abs. 1 BGG. Ancillary requests for provisional measures become moot upon non-entry. Costs are allocated against the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_86/2011

Urteil vom 27. Mai 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Aargau,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 6. April 2011 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 4. Kammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 6. April 2011 des Obergerichts des Kantons Aargau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 20'086.-- (nebst Zins und Kosten) abgewiesen hat,
in das Gesuch um aufschiebende Wirkung,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 6. April 2011 erwog, auf das missbräuchliche Ablehnungsbegehren des Beschwerdeführers gegen das Obergericht, mit dem die Lahmlegung der Justiz bezweckt werde, sei nicht einzutreten (BGE 105 Ib 301), mit seinen neuen Behauptungen sei der Beschwerdeführer vor Obergericht ausgeschlossen, die Rechtsöffnungsforderung (Gerichtskosten) beruhe auf einem erfolglos bis ans Bundesgericht weitergezogenen, rechtskräftigen Urteil des Bezirksgerichts Zurzach vom 31. Mai 2006 und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG, die inhaltliche Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels dürfe der Rechtsöffnungsrichter nicht überprüfen (BGE 135 III 315 E. 2.3), Einwendungen im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe der Beschwerdeführer keine,
dass zwar der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht Verfassungsverletzungen behauptet,
dass er jedoch nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 6. April 2011 verletzt sein sollen,
dass es insbesondere nicht genügt, pauschal auf kantonale Eingaben zu verweisen, weil die gesetzlich vorgeschriebene Beschwerdebegründung aus der Beschwerdeschrift selbst hervorzugehen hat,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und in Anbetracht von Art. 100 Abs. 1 BGG auch nicht verbesserbare - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Mai 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive legal remedyconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementsuspensive effectcourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisão extraída

The complaint did not address the decisive cantonal reasoning and did not set out clearly and specifically which constitutional rights were violated and how.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional violations must be pleaded and substantiated in a detailed manner; merely referring to prior submissions is insufficient, and the defect is not curable under Art. 100 Abs. 1 BGG.

Questão jurídica principal

Whether the request for suspensive effect should be considered.

Decisão extraída

The request became moot once the complaint was not entered upon.

Fundamentação extraída

A non-entry decision on the main complaint eliminates the need to decide provisional relief.

Questão jurídica principal

Who bears the court costs.

Decisão extraída

The losing complainant must pay the court costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

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