Non-entry on constitutional complaint in debt enforcement case

5D_49/2012Tribunal Federal / Divisão Civil II6 de mar. de 2012Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against a cantonal decision upholding definitive debt enforcement for CHF 750 plus interest and costs. It held that the complaint did not meet the strict reasoning requirements for such a remedy because it failed to engage with the cantonal court’s decisive grounds or to specify constitutional violations. The court therefore did not enter into the complaint. It also dismissed the request for legal aid because the complaint was hopeless, and it imposed court costs of CHF 200 on the appellant. The request for suspensive effect became moot.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117, 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiäre Verfassungsbeschwerde und Begründungsanforderungen; a constitutional complaint is admissible only if the alleged violation of constitutional rights is pleaded clearly and in detail with reference to the challenged reasoning. Mere disagreement with the result or an abstract invocation of constitutional guarantees is insufficient. Where the submission does not address the decisive considerations of the cantonal decision, the Federal Supreme Court does not enter into the matter. Legal aid under Art. 64 Abs. 1 BGG requires prospects of success; a manifestly unargued complaint is hopeless. Cost allocation follows the loss principle under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texto completo

{T 0/2}
5D_49/2012

Urteil vom 6. März 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Aargau,
vertreten durch das Obergericht des Kantons Aargau,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 28. November 2011 des Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 5. Kammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid (ZSU.2011.315) vom 28. November 2011 des Obergerichts des Kantons Aargau, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an den Beschwerdegegner für Fr. 750.-- (nebst Zins und Kosten) abgewiesen hat,
in die Gesuche um aufschiebende Wirkung und um unentgeltliche Rechtspflege,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Entscheid vom 28. November 2011 erwog, die Betreibungsforderung (Gerichtskosten) beruhe auf einem rechtskräftigen Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel (Art. 80 Abs. 1 SchKG), den materiellen Bestand der Forderung dürfe der Rechtsöffnungsrichter ebenso wenig überprüfen wie die materielle Richtigkeit des Rechtsöffnungstitels, zulässige Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe der Beschwerdeführer keine,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den Entscheid des Obergerichts vom 28. November 2011 verletzt sein sollen,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass mit dem Beschwerdeentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. März 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive legal openingconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementlegal aidcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be entered into.

Decisão extraída

No; the complaint did not engage with the decisive reasoning of the cantonal court and did not clearly and specifically show a violation of constitutional rights.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights violations must be pleaded and reasoned in a clear and detailed manner against the cantonal reasoning. This standard was not met, so non-entry was required.

Questão jurídica principal

Whether the request for legal aid should be granted.

Decisão extraída

No; legal aid was refused because the complaint had no prospects of success.

Fundamentação extraída

Under Art. 64 BGG, legal aid requires a non-frivolous or at least arguable case. Since the complaint was obviously insufficiently reasoned, it lacked prospects of success.

Questão jurídica principal

How the costs of the federal proceedings should be allocated.

Decisão extraída

The appellant had to bear the court costs as the unsuccessful party.

Fundamentação extraída

Under Art. 66(1) BGG, the losing party bears the costs.

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