Non-entry on subsidiary constitutional complaint in debt enforcement

5D_44/2010Tribunal Federal / Divisão Civil II1 de mar. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against a cantonal order granting definitive debt enforcement release for CHF 100. It held that the appellant failed to meet the strict reasoning requirements for such a complaint, as he did not engage with the decisive cantonal reasoning or substantiate any constitutional violation. The court also noted abusive litigation. It therefore did not enter into the complaint and imposed court costs of CHF 50 on the appellant.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., Art. 116, Art. 117 in connection with Art. 106(2) and Art. 108(1)(b) and (c) BGG; subsidiary constitutional complaint: strict duty to reason with reference to the cantonal decision. The appellant must, in a clear and detailed manner, demonstrate which constitutional rights were violated and how; mere criticism or repetition of prior arguments is insufficient. Failure to comply with this requirement leads to non-entry. Abusive litigation may additionally justify non-entry under Art. 42(7) BGG (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
5D_44/2010

Urteil vom 1. März 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Bern, Obergericht des Kantons Bern,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Steuerverwaltung des Kantons Bern, Inkassostelle Kreis Bern-Mittelland, Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 28. Januar 2010 des Gerichtspräsidenten 3 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 28. Januar 2010 des Gerichtspräsidenten 3 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen, der dem Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer die definitive Rechtsöffnung für Fr. 100.-- erteilt hat,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Gerichtspräsidenten 3 mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass der Gerichtspräsident 3 erwog, die Rechtsöffnungsforderung beruhe auf einem Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern (Gerichtskosten) vom 19. Februar 2009 und damit auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel, zulässige Einwendungen nach Art. 81 Abs. 1 SchKG erhebe der Beschwerdeführer keine,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden Erwägungen des Gerichtspräsidenten 3 eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Gerichtspräsidenten 3 vom 28. Januar 2010 verfassungswidrig sein soll,

dass der Beschwerdeführer ausserdem einmal mehr missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG),
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und überdies missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 50.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Gerichtspräsidenten 3 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. März 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

subsidiary constitutional complaintnon-entryreasoning requirementabuse of processdebt enforcementdefinitive releasecourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisão extraída

No. The appellant did not specifically and clearly address the decisive reasons of the cantonal decision or show any constitutional violation.

Fundamentação extraída

A subsidiary constitutional complaint must set out, with reference to the cantonal reasoning, which constitutional rights were violated and how. The filing failed to meet this strict reasoning requirement.

Questão jurídica principal

Whether the complaint was abusive within the meaning of Art. 42(7) BGG.

Decisão extraída

Yes. The court found the appellant had again engaged in abusive litigation.

Fundamentação extraída

The filing was not only insufficiently reasoned but also abusive, which supported non-entry.

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