Non-entry on insufficiently reasoned constitutional complaint

5D_31/2010Tribunal Federal / Divisão Civil II23 de fev. de 2010Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Federal Supreme Court treated the filing as a subsidiary constitutional complaint against a cantonal decision granting provisional debt enforcement relief of CHF 2,000. It held that the complaint failed to meet the strict substantiation requirements for alleging constitutional violations, because it did not address the decisive cantonal reasoning and merely referred to attached documents. The court therefore declined to enter into the complaint in simplified procedure. Costs of CHF 400 were imposed on the complainant.

Sumário Omnilex

Art. 113 ff., Art. 116, Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: admissibility depends on strict substantiation of alleged constitutional violations. The complainant must, with reference to the decisive reasons of the cantonal decision, clearly and specifically indicate which constitutional rights were infringed and in what respect. A mere reference to annexed submissions does not satisfy the pleading burden, since the complaint itself must contain the required reasoning. Failure to meet this burden leads to non-entry in the simplified procedure (consid. 2).

Texto completo

{T 0/2}
5D_31/2010

Urteil vom 23. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Provisorische Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 5. Februar 2010 des Landgerichtspräsidiums Uri.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid vom 5. Februar 2010 des Landgerichtspräsidiums Uri, das der Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer die provisorische Rechtsöffnung für Fr. 2'000.-- erteilt hat,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Entscheid des Landgerichtspräsidiums Uri mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Landgerichtspräsidium Uri im Entscheid vom 5. Februar 2010 erwog, die Betreibungsforderung für den Betrag von Fr. 2'000.-- beruhe auf einem Konkursverlustschein über Fr. 264'807.25 mit Schuldanerkennung und damit auf einem provisorischen Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 SchKG (Art. 265 Abs. 1 i.V.m. Art. 149 SchKG), bei Erhebung des Rechtsvorschlags habe sodann der Beschwerdeführer die Einrede des mangelnden neuen Vermögens nicht geltend gemacht (Art. 75 Abs. 2 SchKG), diese erst in der Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch vorgebrachte Einrede sei verspätet, weitere Einreden nach Art. 82 Abs. 2 SchKG zur Entkräftung des Rechtsöffnungstitels habe der Beschwerdeführer nicht erhoben, weshalb die provisorische Rechtsöffnung im beantragten Umfang von Fr. 2'000.-- zu erteilen sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen auf die entscheidenden Erwägungen des Landgerichtspräsidiums Uri eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den erwähnten Anforderungen aufzeigt, inwiefern der angefochtene Entscheid des Landgerichtspräsidiums vom 5. Februar 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass es insbesondere nicht genügt, auf der Beschwerde beigelegte Schriftstücke zu verweisen, weil die Beschwerdeschrift selbst die gesetzliche Begründung zu enthalten hat,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Landgerichtspräsidium Uri schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Palavras-chave

provisional debt enforcementconstitutional complaintsubstantiation requirementnon-entrycourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible

Decisão extraída

No. The complaint did not engage with the cantonal court's decisive reasoning and did not show, in a concrete and detailed way, which constitutional rights were violated and how.

Fundamentação extraída

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional-right violations must be clearly and specifically argued with reference to the challenged reasoning; merely attaching documents is insufficient.

Questão jurídica principal

Allocation of federal court costs

Decisão extraída

The unsuccessful complainant must bear the costs.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome under the Federal Supreme Court Act.

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